Präsidentschaftswahl in Mali: Ex-Regierungschef liegt vorn
Wahlbeobachtern zufolge könnte der ehemalige Premierminister Ibrahim Boubacar Keïta schon in der ersten Wahlrunde eine absolute Mehrheit erreichen.
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BAMAKO afp | Der frühere Regierungschef Ibrahim Boubacar Keïta liegt bei der Präsidentschaftswahl in Mali laut einer inoffiziellen Prognose klar in Führung.
Der 69-Jährige könnte bereits in der ersten Wahlrunde eine absolute Mehrheit erreichen, wie Journalisten berichteten, die in den Wahlbüros landesweit die Auszählung der Stimmen beobachteten. Analysten hatten vor der Wahl ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Keïta und Ex-Finanzminister Soumaïla Cissé erwartet.
Tausende Anhänger Keïtas strömten am frühen Montag zum Sitz seiner Partei in der Hauptstadt Bamako. Auch vor Keïtas Haus versammelten sich feiernde Menschen, auf den Straßen waren Autokorsos unterwegs.
Die Wahl hatte am Sonntag auch angesichts von Anschlagsdrohungen von Islamisten unter starken Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden, an denen sich auch UN-Blauhelmsoldaten beteiligten. Zwischenfälle gab es jedoch nicht.
Die Abstimmung gilt als wichtiger Schritt für eine Rückkehr Malis zu Stabilität und Ordnung. Vor sechs Monaten hatte Frankreich in dem Land militärisch eingegriffen, um einen Vormarsch von Islamisten aus dem Norden des westafrikanischen Landes zu verhindern.
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