Pionier der Video-Telefonie: Microsoft macht Skype dicht
Im Mai soll Schluss sein, heißt es von dem Unternehmen. Anfang der 2000er war Skype Vorreiter auf seinem Gebiet, mittlerweile gibt es viel Konkurrenz.
afp/taz | Das US-Softwareunternehmen Microsoft schließt seinen Onlinetelefonie-Dienst Skype. „Ab Mai 2025 wird Skype nicht mehr verfügbar sein“, erklärte Skype am Freitag im Onlinedienst X und empfahl Nutzer*innen, sich bei der Microsoft-Besprechungsplattform Teams anzumelden.
Der Konzern hatte den Videoanruf-Pionier Skype 2011 für 8,5 Milliarden Dollar (rund 8,2 Milliarden Euro) gekauft. Obwohl etwa die Firma, hinter dem besonders in der dienstlichen Nutzung verbreiteten Webex schon 1995 gegründet wurde, galt das 2003 eingeführte Skype lange als Synonym für Videotelefonie.
Im deutschen Sprachraum bekam der Dienst mit „skypen“ sogar ein eigenes Verb, das selbst der Duden kennt. Anbieter wie Zoom kamen erst später auf den Markt.
Auch über Messenger-Dienste wie WhatsApp, das zu Mark Zuckerbergs Meta-Konzern gehört, können Nutzer*innen einander mittlerweile anrufen, auch mit Video-Übertragung.
Neben den kommerziellen Angeboten gibt es längst auch Open-Source-Software, deren Quelltext öffentlich ist und von jedermann eingesehen, geändert und genutzt werden kann. Dazu zählen Jitsi, Big Blue Button und Signal.
Zur sicheren Nutzung von Videotelefonie gibt beispielsweise das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik Hinweise.
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