Peruanischer Ex-Präsident: Fujimori nochmal verurteilt
Abermals ist der ehemalige peruanische Präsident Alberto Fujimori schuldig gesprochen worden. Diesmal wegen Korruption während einer Wahlkampagne.
LIMA ap | Ein dreiköpfiges Richtergremium hat den peruanischen Ex-Präsidenten Alberto Fujimori wegen Korruption zu acht Jahren Haft verurteilt. Fujimori wurde schuldig gesprochen, mehr als 40 Millionen Dollar an öffentlichen Geldern an Boulevardzeitungen umgeleitet zu haben, die während seiner Wiederwahlkampagne im Jahr 2000 negativ über seine Gegner berichtet haben sollen.
Der Urteilsspruch vom Donnerstag ist der fünfte gegen den inhaftierten Ex-Staatschef. Neben der achtjährigen Haftstrafe verhängten die Richter auch eine Geldstrafe von einer Million Dollar gegen den 76-jährigen Fujimori.
Der Ex-Präsident wurde in einem anderen Fall wegen der Autorisierung von Todesschwadronen bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.
Fujimori war von 1990 bis 2000 Präsident Perus. Er wurde wegen Korruption und des Verstoßes gegen die Menschenrechte vom Kongress seines Amtes enthoben. Nach mehrjähriger Flucht wurde er 2007 von Chile ausgeliefert.
Fujimori ist der teuerste Häftling Perus: Nach Behördenangaben kostet er den Staat jährlich 157.000 Dollar.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert