Parteitag der Berliner SPD: Krach will Chef werden
Auf ihrem Landesparteitag am Freitag und Samstag wählt die Berliner SPD eine neue Doppelspitze. Auch das Wahlprogramm soll verabschiedet werden.
Foto: Christophe Gateau/picture alliance/dpa
dpa | Die Berliner SPD will bei ihrem Parteitag am Freitag einen neuen Landesvorstand wählen. Nominiert als Landesvorsitzende sind der Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl Steffen Krach und die Abgeordnete Bettina König.
Ihre Wahl gilt als praktisch sicher. Interessant dürfte aber werden, wie viel Zustimmung sie angesichts schlechter Umfragewerte für die Partei bekommen. Bei der Fortsetzung des Parteitags in Berlin-Mitte, zu dem rund 250 Delegierte erwartet werden, steht am Samstag die Beratung des Parteiprogramms im Mittelpunkt.
Die meisten Themen gelten parteiintern als unstrittig. Unter anderem bei der Enteignung großer Wohnungsunternehmen dürfte es aber Diskussionen geben.
Bisherige Landesvorsitzende haben hingeworfen
Im vergangenen Jahr hatten die Landesvorsitzenden Nicola Böcker-Giannini und Martin Hikel überraschend ihren Rückzug für Ende November 2025 erklärt und ihre Entscheidung mit mangelndem Rückhalt in der Partei begründet.
Der frühere Wissenschafts-Staatssekretär Steffen Krach, derzeit offiziell noch Regionspräsident in Hannover, ist im November einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt worden.
Er hat als Ziel ausgegeben, die SPD bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September zur stärksten Partei zu machen. Bei Umfragen lag bisher die CDU jeweils vorn, die SPD landete zuletzt knapp hinter der AfD, gleichauf mit Grünen und Linken.
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