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Köpfe von am Orde, Pickert, Reinecke und Peter Unfried

Nach den Wahlen in Baden-Württemberg Alles gleich, alles anders?

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Özdemir siegt, die CDU sucht Erklärungen. War es eine Kampagne oder ein politischer Irrtum?

Die CDU war sich absolut sicher, nach dem 15-jährigen Betriebsunfall des grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ab jetzt wieder die Zügel in Baden-Württemberg in die Hand nehmen zu können. Aber es kam anders: Mit knappem Vorsprung setzte sich in einer sehr auf die Kandidaten zugeschnittenen Wahl der Grüne Cem Özdemir durch, der nun der erste Ministerpräsident mit Migrationshintergrund in einem deutschen Bundesland wird.

Mit der Bundespartei der Grünen allerdings schien Özdemir so viel nicht mehr zu tun zu haben: Nicht nur setzte er inhaltlich deutlich andere Akzente und holte den geschassten Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer mit ins Boot, er sprach sogar von den baden-württembergischen Grünen und der Bundespartei als „Schwesterparteien“. Kann die Methode Özdemir ein Modell für die Grünen werden?

Die CDU hingegen setzte auf einen mit 37 Jahren recht jungen Spitzenkandidaten und sprach dann von einer „Schmutzkampagne“, die ihn den Wahlsieg gekostet habe, als eine grüne Bundestagsabgeordnete ein altes Video mit sexistischen Äußerungen von ihm veröffentlichte. War es wirklich nur das oder hat die CDU ausgerechnet jenes Bundesland völlig falsch eingeschätzt, in dem sie zuvor jahrzehntelang regiert hatte?

Was bedeutet die krachende Niederlage der SPD, die sich nur gerade eben so noch über die Fünfprozenthürde retten konnte, für die Bundespolitik der schwarz-roten Koalition? Stimmt die Analyse von Bundeskanzler Friedrich Merz, die FDP nunmehr bundesweit „tot“, nachdem sie auch in Baden-Württemberg aus dem Landtag geflogen ist? Warum haben sich die Hoffnungen der Linken nicht erfüllt, in den Landtag einzuziehen – und wie sind die gut 18 Prozent Stimmenanteil für die AfD einzuschätzen?

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