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Mehr Sauberkeit im ÖPNVS-Bahn-Chef will härter gegen Obdachlose in Zügen vorgehen

Ab Juni will die Berliner S-Bahn ihre Züge mit Reinigungsstreifen sauber halten. Der Kurs gegen „Störer“ und Obdachlose soll härter werden.

dpa | Die Berliner S-Bahn will ihre Fahrzeuge ab Juni deutlich öfter reinigen. Sogenannte Unterwegsstreifen sollen künftig ab 5 Uhr morgens die Züge während der Fahrt reinigen oder weitere Reinigungsleistungen bestellen, wenn das nötig sei, sagte der neue S-Bahn-Chef Heiko Büttner. Die Reinigungskräfte sollen dabei von der DB Sicherheit begleitet werden. Störer unter den Fahrgästen und Obdachlose sollen öfter der Züge verwiesen werden. „Wenn Personen offensichtlich kein Beförderungsbedürfnis haben, werden wir sie des Zuges verweisen“, sagte Büttner im Tagesspiegel.

Ziel sei es, während des Einsatzzeitraums rund zwei Drittel aller eingesetzten Züge während der Fahrt zusätzlich durch diese Teams zu kontrollieren und zu reinigen, hieß es von der S-Bahn. Das Programm koste in diesem Jahr mehr als 1 Million Euro. Die Reinigungsleistung solle so um 12 bis 13 Prozent erhöht werden. Weil noch Personal angeheuert werden müsse, werde die „volle Leistung“ voraussichtlich im August erreicht, sagte Büttner.

Der neue S-Bahn-Chef betonte, dass Sicherheit und Sauberkeit in den Zügen auch bei anderen Bahnen in Deutschland derzeit wichtige Themen seien. „Der Respekt vor öffentlichen Einrichtungen und Anlagen ist ein gesellschaftliches Thema, der ist in den letzten Jahren spürbar gesunken“, sagte Büttner. Dabei gehe es nicht nur um Übergriffe etwa auf Bahnpersonal oder andere Fahrgäste, sondern auch um Personen im Gleis – ein regelmäßiger Auslöser von Zugverspätungen oder auch Ausfällen.

Der Respekt vor öffentlichen Einrichtungen und Anlagen ist ein gesellschaftliches Thema, der ist in den letzten Jahren spürbar gesunken

Heiko Büttner, S-Bahn-Chef

„Wir verfolgen das bundesweit und tauschen uns aus, etwa in regelmäßigen Arbeitsgruppen mit Bundes- und Landespolizei“, sagte Büttner. An dem gesellschaftlichen Problem könne man kurzfristig nichts ändern, daher konzentrierten sich diese Arbeitsgruppen darauf, die Prozesse zu verbessern, um Strecken schnell wieder freizubekommen. „Da geht es zum Beispiel um mehr Zäune an neuralgischen Stellen“, sagte der neue S-Bahn-Chef.

Büttner hat den Vorsitz der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin am 1. April übernommen. Davor war er fast zehn Jahre lang Chef der Münchner S-Bahn.

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