Los Angeles Dodgers spenden eine Million: Baseballstars setzen Zeichen gegen Trump
Die Dodgers hatten bereits mit einer Maßnahme gegen Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde vor ihrem Stadion für Aufmerksamkeit gesorgt. Nun wollen sie Migranten finanziell unterstützen.
dpa/afp | Mit einer Spende von einer Million Dollar setzen sich die Los Angeles Dodgers für von Abschieberazzien betroffene Einwanderer ein. „In Zusammenarbeit mit der Stadt Los Angeles haben die Dodgers eine Million Dollar für direkte finanzielle Unterstützung für Familien von Einwanderern bereitgestellt, die von den jüngsten Ereignissen in der Region betroffen sind. In den kommenden Tagen werden weitere Gemeinschaftsaktionen angekündigt“, schrieb der Gewinner der World Series im Baseball auf der Plattform X.
Die Dodgers waren jüngst bereits durch eine Aktion im Zusammenhang mit den Razzien und Festnahmen in Erscheinung getreten. Am Donnerstag forderten sie Bundesbeamte auf, das Stadiongelände zu verlassen, nachdem die sich auf einem Parkplatz in der Nähe eines Eingangstors versammelt hatten. Die Dodgers haben eine stark von Lateinamerikanern geprägte Fanbasis.
Widerstand gegen Trumps Migrationspolitik
Massenabschiebungen waren ein zentrales Wahlkampfversprechen von US-Präsident Donald Trump. In etlichen US-Städten war es in den vergangenen Tagen zu Protesten gegen die Migrationspolitik des 79-Jährigen gekommen – auch in Los Angeles.
„Die Geschehnisse in Los Angeles haben Tausende und Abertausende von Menschen aufgewühlt, und wir haben den Ruf vernommen, eine führende Rolle im Namen der Betroffenen zu übernehmen“, sagte Stan Kasten, Präsident und CEO der Dodgers.
Vance hält Truppen-Einsatz in L.A. für „vorerst weiter nötig“
US-Vizepräsident JD Vance hat die Fortsetzung des umstrittenen Einsatzes der Nationalgarde in Los Angeles angekündigt. Die Anwesenheit der Truppen sei weiterhin nötig, weil befürchtet werde, dass die Gewalt bei Protesten gegen die Einwanderungspolitik wieder aufflamme, sagte Vance am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten in Los Angeles.
„Wenn man es zulässt, dass gewalttätige Randalierer großartige amerikanische Städte niederbrennen, dann schicken wir selbstverständlich Sicherheitskräfte der Bundesregierung, um die Menschen zu beschützen, zu deren Schutz der Präsident gewählt wurde“, fügte Vance hinzu.
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