Lkw-Fahrerin über ihren Beruf: „Der Konkurrenzdruck ist riesig“

Lkw-Fahrerin Vivien Blumenthal liebt ihre Arbeit. Mit der taz sprach sie über Italien, Corona, männliche Kollegen und ihren fünfjährigen Sohn.

Vivien Blumenthal steht vor einem weißen LKW

Fühlt sich von ihren männlichen Kollegen meist respektiert: Lkw-Fahrerin Vivien Blumenthal Foto: Miguel Ferraz

taz: Gibt es noch so etwas wie Fernfahrerromantik, Frau Blumenthal?

Vivien Blumenthal: Ein seltsamer Begriff, eigentlich hat der Beruf des Fernfahrers rein gar nichts mit Romantik zu tun. Trotzdem schaffe ich es, mir das Leben unterwegs schön zu machen. Wenn ich zum Feierabend mit einer Decke und einem Gläschen Wein am Strand sitze, ist das wohl meine persönliche Fernfahrerromantik.

An welchen Strand fahren Sie denn?

Ich fahre für eine Hamburger Spedition und zurzeit nur noch die Strecke Hamburg–Italien. Ich fühle mich in Italien schon fast wie zu Hause, habe Freunde gefunden und feste Orte für meine Pausen. Jede Woche transportiere ich aus dem Hamburger Raum Leergutgestelle zum Beispiel für Motoren und sammele bei verschiedenen Kunden Ware für den Rückweg. Ich fahre viel rund um Verona, Genua, Venedig, aber auch bis Sizilien oder ins süditalienische Lecce. Dort gibt es schöne Strände, und wenn es geht, nehme ich mir die Zeit dafür.

Sind Sie auch während der kritischen Coronaphase nach Italien gefahren?

Ja, jede Woche. Mein Disponent fragte mich immer wieder, ob ich wirklich fahren will. Er und mein Chef überließen mir die Entscheidung. Ich dachte mir, wenn niemand fährt, bekommen die Firmen in Italien ja ihre Ware gar nicht los.

Wie hat Corona Ihre Arbeit beeinflusst?

Weniger, als viele vielleicht annehmen. Klar, ich muss Mundschutz tragen, habe Desinfektionsmittel dabei, Einmalhandschuhe fürs Einkaufen. An den Grenzen wird streng kontrolliert und Fieber gemessen, genauso bei den Kunden. Es ist eine besondere Erfahrung. Unheimlich und irgendwie trotzdem schön.

32, lebt mit ihrem fünfjährigen Sohn in Waren/Müritz. Ihren ersten Beruf als Krankenschwester musste sie wegen einer chronischen Krankheit aufgeben. Vor über drei Jahren macht sie ihren LKW-Führerschein und fährt jetzt für eine Hamburger Spedition. Sie ist Protagonistin in einer mehrteiligen Trucker-Dokumentation im ZDF.

Unheimlich und schön?

Auf den Straßen war es fast unheimlich. Normalerweise ist es voll. Lkw an Lkw, Wohnwagen, Pendler. Vor allem ab dem Brenner und rund um Mailand herrscht immer Stau und Chaos. Ich bin teilweise durch leere Straßen gefahren, Mailand war eine Geisterstadt. Ich habe Videos gemacht, weil mir das sonst keiner geglaubt hätte. In manchen Orten standen die Leute auf den Balkonen, haben mir gewunken und geklatscht. Da habe ich schon Gänsehaut bekommen. Die Kunden hatten Tränen in den Augen, wenn ich auf das Gelände gefahren bin, und haben sich bedankt, dass ich trotz dieser Zeit zu ihnen komme. Seit ein paar Wochen verbessert sich die Situation. Die Straßen werden voller und ich sehe Menschen, die spazieren gehen und Eis essen. Mich freut das.

Wie reagieren die Kund*innen in Italien eigentlich, wenn eine Frau am Steuer sitzt?

Ich werde selten blöd angeschaut, sondern eher wie eine Königin behandelt. Die meisten Kunden schätzen mich sehr, der Umgang ist herzlich. Generell ist die Wertschätzung gegenüber den Fahrern hoch, egal ob Männer oder Frauen. Ich habe zwar auch in Italien auch schon ein, zwei Frauen in der Fahrerkabine gesehen, aber es ist doch sehr selten.

Genauso wie in Deutschland. Hier beträgt der Frauenanteil unter Berufskraftfahrer*innen keine zwei Prozent. Wieso haben Sie sich gerade für diesen Beruf entschieden?

Das war schon immer mein Traumberuf. Mein Papa war auch Berufskraftfahrer. Das Interesse ließ in einem bestimmten Alter nach und ich habe eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Wegen einer chronischen Hautkrankheit musste ich mich beruflich umorientieren.

Und Sie wurden Lkw-Fahrerin.

Im Januar 2017 habe ich meinen Führerschein gemacht. Gleich den großen Schein mit verschiedenen Modulen. Ich darf alles fahren, Gefahrengüter, Kran, Stapler und so weiter.

Wie fühlen Sie sich auf so einer Riesenmaschine?

Ich habe Respekt, den sollte jeder haben, der so eine Maschine bewegt. Man muss achtsam sein, wenn man mit 40 Tonnen und mehr auf der Straße unterwegs ist. Das ist nicht jedermanns Sache. Enge Straßen oder die Serpentinen in den Dolomiten fordern viel Konzentration.

Wie wichtig ist die Deko im Fahrer*innenhaus?

Ich muss mich wohlfühlen, es muss sauber sein, schließlich wohne ich auf diesen drei Quadratmetern. Bisher hatte ich Bullenhörner vorn drin und Federschmuck, aber ich fahre einen neuen Lkw und bin noch nicht dazu gekommen. Manche haben Blinkeschilder und massenweise Plüschtiere in der Scheibe. Das ist nichts für mich, die Scheibe muss ich frei haben. Das Wichtigste ist Pauli, mein Hund.

Ein Hund?

Früher habe ich kritisiert, wenn die Fahrer ihren Hund dabeihaben, vor allem größere Tiere. Das ist für mich Tierquälerei. Bei Pauli bin ich eingeknickt. Er hätte eingeschläfert werden sollen. Ich habe ihn aus dem Tierheim mitgenommen. Er ist ganz kleiner Mischling. Beim Fahren liegt er meist im Bett hinter mir. Er ist mein Ausgleich. Durch ihn bin ich gezwungen, mich in den Pausen viel zu bewegen, wir gehen spazieren, joggen. Bei den Kunden darf er rumlaufen.

Sind Frauen die besseren Fahrer*innen?

Das würde ich nicht behaupten. Vielleicht fahren Frauen gewissenhafter, aber da will ich jetzt niemanden schlecht machen. Was man aber sagen kann: Es gibt welche, die machen ihren Job besser, andere schlechter, sowohl Männer als auch Frauen. Ich weiß, was ich kann. Es gibt auch Männer, die lassen sich gerne von mir helfen beim Einparken zum Beispiel.

Die männlichen Kollegen respektieren Sie also?

Generell kann ich sagen, dass die männlichen Kollegen mich akzeptieren und respektieren. Ganz selten gibt es auch mal Schmierlappen, die meinen, sie könnten mich anmachen. Aber ich bin nicht auf den Mund gefallen, ich kann mich wehren.

Und wie ist der Kontakt zu weiblichen Kolleginnen?

Ich kenne einige Fahrerinnen. Wir schreiben uns mal, aber wir sind nicht alle untereinander vernetzt. Ich bin eher mit männlichen Kollegen befreundet.

Berufskraftfahrer*in gehört nicht zu den angesehensten Berufen in Deutschland.

Wir sind grundsätzlich die Doofen. Wir überholen, veranstalten Elefantenrennen auf der Autobahn, provozieren Unfälle, blockieren die Innenstädte. Durch die Coronakrise hatte sich das Bild mal kurz geändert, aber das ist schon wieder vorbei.

Woran liegt’s?

Viele Leute können sich gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn wir nicht mehr fahren würden. Wir liefern ja nicht nur Klopapier. Ob Kleidung, Fertigmauern für Häuser, Brückenteile, Lebensmittel, Maschinen, alles fährt mit uns auf dem Trailer. Ich wäre dafür, dass in Deutschland mal alle Lkw-Fahrer für eine Woche streiken. Dann werden die Leute vielleicht wirklich wach und registrieren endlich, was wir eigentlich für Arbeit leisten.

Die Diskussion über bessere Arbeitsbedingungen für Berufskraftfahrer*innen ist nicht neu. Warum ändert sich nichts?

Der Konkurrenzdruck auf dem Speditionsmarkt ist riesig. Viele osteuropäische Speditionsfirmen kaufen die Touren für wenig Geld weg, teilweise liegen die Preise für den Kilometer unter einem Euro. Das kann kein deutscher Fahrer leisten. Es müsste europaweit einheitliche Lösungen geben, aber der Wille, das zu ändern, scheint nicht da zu sein.

Wie ist die Stimmung zwischen deutschen und osteuropäischen Fahrer*innen?

Die Fahrer aus Osteuropa sind in meinen Augen ganz arme Schweine. Die sitzen wochenlang mit zwei Leuten in einem Auto und kochen sich Essen auf kleinen Gaskochern, weil sie es sich nicht leisten können, ins Restaurant zu gehen. Auch unter den deutschen Kollegen ist der Umgang untereinander sehr eigen geworden.

Woran machen Sie das fest?

Ich kann das zwar nach drei Jahren im Beruf noch nicht wirklich bewerten, aber es macht sich im Straßenverkehr bemerkbar. Jeder will, oder muss, der Erste, der Beste, der Schnellste sein. Die überholen im Überholverbot, scheren kurz vor der Baustelle erst ein, das ist auch nicht mehr schön. Der Konkurrenzdruck ist enorm.

Sie sind Mutter eines fünfjährigen Sohnes. Unter der Woche sind Sie auf Achse, wie kriegen Sie das hin?

Mein Sohn Nevio ist unter der Woche bei seinem Vater. Wir leben getrennt, verstehen uns aber gut. Auch meine Eltern unterstützen mich. Sie holen Nevio vom Kindergarten ab und nehmen ihn für den Nachmittag. Ohne die Unterstützung von meinen Eltern oder Nevios Vater könnte ich den Beruf nicht ausüben. Als Lkw-Fahrerin Beruf und Familie zu vereinen, ist fast unmöglich. Für ein intaktes Familienleben ist der Job ungeeignet.

Was sagt Ihr Sohn zu Ihrem Beruf?

Der ist natürlich stolz auf seine Mama. Als er noch kleiner war, nahm er es als selbstverständlich hin, dass ich Sonntagabend los bin und die Woche weg war. Je älter er wird, desto mehr hinterfragt er das Ganze. In letzter Zeit fällt ihm der wöchentliche Abschied schwer. Er weint und pokert um jede Minute, die ich länger bleibe. Ich bringe es mittlerweile kaum übers Herz loszufahren.

Wollen Sie trotzdem weiterfahren?

Ich habe eine Entscheidung getroffen. So sehr ich den Fernverkehr liebe, Ende des Jahres werde ich in den Nahverkehr wechseln, also nur noch bundesweit fahren. Ich will mehr Zeit mit meinem Sohn verbringen. Glücklicherweise unterstützt mich mein Chef in dieser Entscheidung. Aber dann heißt es erst mal: Tschüss, bella Italia.

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■ Das neuartige Coronavirus trägt die offizielle Bezeichnung SARS-CoV-2. Es ruft die Krankheit mit dem offiziellen Namen Covid-19 hervor. Der Virus ist von Mensch zu Mensch übertragbar.

Ab Januar 2020 hatte sich das Virus von der Stadt Wuhan in der chinesischen Provinz Hubei her ausgebreitet – inzwischen weltweit.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Ausbreitung des Coronavirus am 11. März 2020 zur Pandemie erklärt, also zu einer weltweiten Epidemie.

Alle Artikel der taz zum Thema finden sich im Schwerpunkt Coronavirus.

Eine Pandemie ist eine weltweite Epidemie, also regional nicht begrenzt. Bei einer Pandemie überträgt sich ein neuartiger Virus von Mensch zu Mensch.

■ Da es keine Grundimmunität gibt, keine spezifischen Medikamente und keine Impfung, führt das zu einer hohen Zahl an teils schweren Erkrankungen und Toten. Dies kann unter anderem zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führen, wie es beispielsweise in Italien bereits regional zu beobachten war. Deshalb ist das Ziel, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig schwer erkranken.

Auf eine weitreichende Beschränkungen sozialer Kontakte hatten sich am 22. März 2020 die Bundeskanzlerin und Regierungschefs der Länder geeinigt. Damit sollte der Anstieg der Fallzahlen verlangsamt und eine Überlastung des Gesundheitssystems möglichst verhindert werden. Im April sowie im Mai beschlossen Kanzlerin und Länderchefs dann schrittweise Lockerungen. Die Kontaktbeschränkungen bleiben grundsätzlich bis zum 29. Juni bestehen. Details regeln weiterhin die Länder. (Hier eine Übersicht der Bundesregiergung zu Regelungen in den Ländern). Im Fall regionaler schneller Anstiege der Infektionszahlen sollen die Behörden vor Ort sofort mit neuen Beschränkungen reagieren.

■ Einen Abstand von mindestens 1,5 Metern soll man weiterhin draußen zu allen anderen Menschen außer der Begleitung einhalten.

■ Ein Mund-Nasen-Schutz muss in ganz Deutschland beim Einkaufen und im Öffentlichen Personennahverkehr getragen werden.

■ Seit Anfang Mai gilt: Angehörige zweier Haushalte dürfen sich grundsätzlich treffen – beispielsweise also zwei Familien oder zwei Wohngemeinschaften. In einzelnen Bundesländern gibt es darüberhinaus Spezialregelungen.

Schulen und Vorschulen sollen unter Auflagen noch vor dem Sommer wieder für alle Kinder öffnen.

■ In Kliniken und Pflegeeinrichtungen wurden die Regeln gelockert: PatientInnen oder BewohnerInnen können wieder durch eine bestimmte Person besucht werden.

Alle Geschäfte in Deutschland dürfen unter Auflagen wieder öffnen – ohne Quadratmeterbegrenzung der Verkaufsfläche.

Im Sport ist das Training unter freiem Himmel wieder erlaubt. Freizeitsportler müssen sich aber an bestimmte Auflagen halten. So muss eine Distanz von mindestens 1,5 Metern gewährleistet sein.

Die Fußball-Bundesliga hat die Saison seit Mitte Mai mit Geisterspielen fortgesetzt – zumindest die erste und zweite Liga der Männer. Die Fußballbundesliga der Frauen bleibt hingegen zunächst ausgesetzt. Vor Publikum werden in dieser Saison in jedem Fall keine Spiele mehr stattfinden.

Großveranstaltungen bleiben bis zum 31. August verboten.

Bei Restaurants sollen die Bundesländer eine schrittweise Öffnungen selbst regeln. Auch für Kinos, Theater, Hotels oder Kosmetikstudios haben die Ländern die Lockerungen eigenständig zu verantworten.

■ Spielplätze sind unter Auflagen wieder geöffnet – darauf einigten sich Kanzlerin und Länderchefs bereits am 30. April.

Gottesdienste und Gebetsversammlungen sind wieder zugelassen – unter besonderen Anforderungen des Infektionsschutzes. Taufen, Beschneidungen und Trauungen sowie Trauergottesdienste sollen im kleinen Kreis möglich sein.

Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, Zoos und botanische Gärten können unter Auflagen wieder öffnen.

Aktuelle Fallzahlen zum Coronavirus in Deutschland veröffentlicht das Robert-Koch-Institut (RKI).

Eine ausführliche Darstellung der COVID-19-Fälle in Deutschland bis auf Landkreisebene hat das RKI in einem Corona-Dashboard zusammengestellt. Auch gibt es tägliche Situationsberichte heraus.

Internationale Zahlen hat unter anderem die Weltgesundheitsorganisation WHO in einer interaktiven Grafik aufbereitet.

■ Ebenso weltweite Fallzahlen stellt die Johns Hopkins University auf einer interaktiven Karte dar.

■ Die Unterschiede bei den Fallzahlen von RKI, WHO und Johns Hopkins University bedeuten nicht, dass die Zahlen falsch sind. Differenzen ergeben sich vielmehr aus Melde-Verzögerungen und unterschiedlichen Quellen: Dem RKI werden die Fallzahlen von den Gesundheitsämtern über das jeweilige Bundesland übermittelt. Es meldet die Zahlen nach einer Prüfung dann weiter an die WHO – so kommt es zu Verzögerungen. Die Daten der Johns Hopkins University kommen nach eigenen Angaben aus verschiedenen öffentlich zugänglichen Quellen und können daher von jenen Zahlen von RKI und WHO abweichen.

Eine Erkrankung an Covid-19 nach einer Infektion mit dem Coronavirus äußert sich laut Bundesgesundheitsministerium durch grippeähnliche Symptome, wie trockenem Husten, Fieber, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Durchfall sowie Schüttelfrost sei berichtet worden.

Die Inkubationszeit beträgt nach aktuellen Erkenntnissen wohl bis zu 14 Tage: Das heißt, dass es nach einer Ansteckung bis zu zwei Wochen dauern kann, bis Symptome auftreten.

■ Wichtig: Infizierte können den Virus schon übertragen, wenn sie selbst noch keine Symptome bemerken.

Der Coronavirus wird vor allem mit einer Tröpcheninfektion übertragen. Laut Robert-Koch-Institut sind theoretisch auch eine Schmierinfektion (über kontaminierte Oberflächen) und eine Ansteckung über die Bindehaut der Augen möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen verlaufen mehr als 80 Prozent der Erkrankungen vergleichsweise mild. Wer meint, sich mit dem Coronavirus angesteckt zu haben, sollte unbedingt

zu Hause bleiben und zum Telefon greifen. Dann entweder

■ beim Hausarzt anrufen

oder beim

■ Ärztlichen Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117.

Telefonisch gibt es zudem noch weitere Stellen für Informationen:

■ Die Unabhängige Patientenberatung ist zu erreichen unter: ☎ 0800 – 011 77 22

Ein Bürgertelefon hat das Bundesgesundheitsministerium eingerichtet unter: ☎ 030 – 346 465 100

Für Gehörlose und Hörgeschädigte ist ein Beratungsservice des Gesundheitsministeriums per Fax zu erreichen: ☎ 030 – 340 60 66 07, sowie per Mail unter info.deaf@bmg.bund(dot)de und info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Ein Gebärdentelefon mit Videotelefonie findet sich unter: www.gebaerdentelefon.de/bmg/

Die aktuellen Risikogebiete für Ansteckungen hat das Robert-Koch-Institut bis zum 10. April 2020 veröffentlicht. Mittlerweile hat sich Covid-19 weltweit ausgebreitet. Ein Übertragungsrisiko bestehe daher „sowohl in Deutschland als in einer unübersehbaren Anzahl von Regionen weltweit“, schreibt das RKI.

Für Reisende gibt es weitere Informationen zu Covid-19 und Reisewarnungen beim Auswärtigen Amt.

■ Zum Infektionsschutz gibt es auf den Seiten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) umfassende Anleitungen zum richtigen Händewaschen, zu den angemessenen Regeln beim Niesen sowie auch Merkblätter zu allgemeinen Hygiene- und Verhaltensregeln.

■ Niesen oder Husten soll man möglichst in die eigene Armbeuge und versuchen, sich seltener ins Gesicht zu fassen.

Händwaschen sollte man regelmäßig und zwar mindestens 20 Sekunden mit Wasser und Seife.

■ Reduzieren sollte man den Kontakt zu anderen Menschen derzeit so stark wie möglich, empfiehlt die BGzA. Wenn man doch in der Öffentlichkeit unterwegs ist, soll man möglichst einen Abstand von zwei Metern zu anderen Menschen einhalten.

■ Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt bundesweit einheitlich und bisher richten sich die Maßnahmen der Behörden nach diesem Gesetz, schreibt unser rechtspolitischer Korrespondent Christian Rath in seinem Überblick zur Rechtslage.

■ Die Katastrophenschutzgesetze der Länder sind anwendbar, sofern sich die Lage zur Katastrophe zuspitzen sollte.

■ Die Bundeswehr kann im Rahmen der Amtshilfe heute schon tätig werden, etwa im Sanitätsbereich oder zur logistischen Unterstützung. Im Extremfall kann sie auch im Inland eingesetzt werden, um (gemeinsam mit der Polizei) die öffentliche Ordnung zu bewahren oder wiederherzustellen, etwa wenn geplündert wird oder Krankenhäuser belagert werden.

■ In den „Notstandsgesetzen“ ist das geregelt, zu denen die Artikeln 35, 87a und 91 des Grundgesetzes zählen. Die „Notstandsgesetze“ wurden 1968 gegen den Widerstand der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beschlossen.

■ Gerüchte, Falschmeldungen und Verschwörungstheorien über das Coronavirus kursieren derzeit viele.

■ Aufklärung über viele Corona-Falschmeldungen bietet unter anderem der Verein Mimikama.at.

■ Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hat in englischer Sprache eine eigene Seite zur Aufklärung von Mythen über den Coronavirus veröffentlicht.

■ Zu den häufigsten Fragen hat das Robert-Koch-Institut ein FAQ zu Corona veröffentlicht.

■ Weitere Fachinformationen finden sich ebenso auch auf einer Überblicksseite des Robert-Koch-Instituts.

■ Verhaltens- und Hygienetipps und ebenso in einem FAQ die häufigsten Fragen beantwortet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Corona-Übersicht auf infektionsschutz.de.

■ Umfassend informieren kann man sich auch beim Bundesgesundheitsministerium.

■ Eine weltweite Übersicht bietet die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Bundesweite Telefonnummern im Überblick:

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: ☎ 116 117

Unabhängige Patientenberatung: ☎ 0800 011 77 22

■ Bürgertelefon des Bundesgesundheitsministeriums: 030 346 465 100

Beratungsservice für Gehörlose und Hörgeschädigte: Fax: 030 / 340 60 66 – 07 sowie per Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de / info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de

Gebärdentelefon (Videotelefonie): www.gebaerdentelefon.de/bmg

■ Bei Sorgen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr erreichbar unter: 116 123 sowie 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222.

■ Infos über Corona auf Türkisch hat die taz in ihrem Text „Koronavirüs Almanya'da“ zusammengestellt.

■ In weiteren Sprachen sammelt die taz Info-Texte under taz.de/coronainfo

■ Hygiene-Infos in weiteren Sprachen bietet die BZgA in Hygiene-Merkblättern unter anderem auf Türkisch “Viral enfeksiyonlar – hijyen korur!“ (PDF) sowie auf Englisch “Viral infections – hygiene works!“ (PDF)

Leichte Sprache: Informationen zum Coronavirus in Leichter Sprache stellt das Bundesgesundheitsministerium zur Verfügung.

Gebärdensprache: Das Bundesgesundheitsministerium beantwortet Fragen mittels Videotelefonie und ist dafür über ihr Gebärdentelefon zu erreichen. Dazu gibt es hier noch mehr Infos. Das Gebärdentelefon ist von Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr sowie am Freitag von 8 bis 12 Uhr erreichbar. Ebenso möglich sind Fragen per Fax: 030 / 340 60 66 – 07 oder per E-Mail: info.deaf@bmg.bund(dot)de oder info.gehoerlos@bmg.bund(dot)de.

■ Weitere Sprachen: Kurze Info-Flyer der Johanniter auf Englisch (PDF), Dari (PDF), Arabisch (PDF), Farsi (PDF), Türkisch (PDF), Russisch (PDF), Italienisch (PDF) und Französisch (PDF) hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge bereitgestellt.

International: Informationen zum Coronavirus in verschiedenen Sprachen stellt zudem die Weltgesundheitsorganisation WHO bereit.

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