Krieg in der Ukraine: Mindestens 27 Tote bei russischem Angriff nahe Kyjiw
Bei der Drohnenattacke auf ein Dorf kam es zu mehreren Explosionen. Die Opferzahl könnte noch steigen, und die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen ilegaler Lagerung explosiven Materials.
Foto: Oleksandr Gusev/rtr
afp | Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Logistikzentrum in der Nähe der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs mindestens 27 Menschen getötet worden. Die Opferzahl könne noch steigen, sagte Gouverneur Tymur Tkatschenko am Samstag nach dem Angriff am Vorabend.
Nach Behördenangaben ereignete sich der Drohnenangriff am Freitagabend in dem Dorf Myla im Bezirk Butscha. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen, es habe mehrere Explosionen gegeben, erklärte Tkatschenko.
Russland und die Ukraine haben in den vergangenen Monaten ihre gegenseitigen Angriffe mit Langstrecken-Geschossen ausgeweitet und nehmen dabei zunehmend zivile Infrastruktur wie Lagerhäuser und Öl- und Hafeninfrastruktur ins Visier. Bei diesen Angriffen gibt es zunehmend zivile Opfer.
Nach dem Angriff in Myla leitete die Staatsanwaltschaft Ermittlungen wegen des Verdachts ein, dass auf dem Gelände illegal explosives Material gelagert worden sei. Auch werde geprüft, ob das Unternehmen alle „notwendigen Genehmigungen“ gehabt habe, hieß es.
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