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Klimarisiko in DeutschlandWilhelmshaven ist besonders gefährdet

Stürme, Starkregen, Überschwemmungen: In Deutschland gefährdet die Erderhitzung besonders den Nordwesten. Das zeigt ein neuer Index.

Keine Gemeinde in Deutschland ist bis 2050 stärker durch den Klimawandel gefährdet als Wilhelmshaven. Das zeigt ein Klimarisikoindex, den das Institut der deutschen Wirtschaft zusammen mit der Versicherung Ergo am Montag veröffentlicht hat. Stürme, Starkregen, Überschwemmungen und Sturmfluten werden demnach mit der Erderhitzung deutlich zunehmen und die Stadt gefährden.

Aus den gleichen Gründen vervollständigen die Landkreise Wesermarsch und Wittmund sowie die Städte Emden und Bremerhaven das Quintett der gefährdetsten Gemeinden. Neben dem Nordwesten Niedersachsens werden die Folgen des Klimawandels auch Westbrandenburg und den Osten Sachsen-Anhalts besonders hart treffen, so der Index. Dort steigt vor allem die Gefahr von Wasserknappheit stark an.

Die Metropolregion Rhein-Neckar und die dortigen Städte wie Heidelberg und Ludwigshafen werden ebenfalls heftig von den Folgen des Klimawandels getroffen. Die Region wird dem Index zufolge mehr Hitzestress ausgesetzt sein und unter Überschwemmungsgefahr durch den Rhein und seine Nebenflüsse leiden. Am wenigsten gefährdet ist Kempten im Allgäu. Auch dort wächst das Risiko für Starkregen aber deutlich.

Der Klimarisikoindex beruht auf Daten einer Ergo-Tochter, die die gleichen Klimamodelle verwendet wie der Weltklimarat. Die Au­to­r*in­nen gingen von einer Erderhitzung von 2,4 Grad bis 2050 aus, mit den aktuellen Maßnahmen steuert die Welt eher auf 2 Grad bis 2050 und 2,6 Grad bis 2100 zu.

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„Vielen Kommunen fehlte bislang das Geld, um sich hinreichend auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten“, sagte IW-Experte Hanno Kempermann. Diese bräuchten mehr Unterstützung: „Wenn Bund und Länder sie weiter mit Aufgaben überfrachten, ohne für die Finanzierung zu sorgen, bleiben notwendige Investitionen auch künftig auf der Strecke“.

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