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Kirchenbrand in New YorkAltar schwer beschädigt

Die Middle Collegiate Church ist eines der ältesten Gotteshäuser in Amerika. In ihrem Turm hängt die Freiheitsglocke, die zur Gründung der USA läutete.

dpa | Ein gewaltiges Feuer hat am frühen Samstagmorgen (Ortszeit) eine historische Kirche in dem New Yorker Stadtteil East Village weitgehend zerstört. Aufnahmen des TV-Senders ABC zeigten, wie Flammen das Dach der 128 Jahre alten Middle Collegiate Church vollständig umhüllten. Außerdem war zu sehen, wie das gesamte Kirchenschiff glühte. Der Brand war nach Angaben der New Yorker Feuerwehr gegen fünf Uhr im ersten Stock eines leerstehenden Gebäudes in der Nachbarschaft ausgebrochen und griff dann auf das Gotteshaus über.

„Wir sind tief bestürzt, dass unser geliebtes Heiligtum niedergebrannt ist“, schrieb Pfarrerin Jacqui Lewis auf der Internetseite der Kirche. „Wir wissen, dass Gott solche Tragödien nicht verursacht, sondern dass er nun in unserer Trauer bei uns ist.“ Was aus der Ruine werden soll, ist unklar. Laut Lewis feiert die protestantische Gemeinde ihre Gottesdienste wegen der Coronavirus-Epidemie seit März ohnehin online.

„Es sieht leider sehr schlimm aus“, sagte Pfarrerin Amanda Ashcraft dem Sender ABC. „Der Altar ist schwer beschädigt, unsere bemalten Tiffany-Fenster sind verloren.“ Fast 200 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Sie benötigten mehr als drei Stunden, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Vier Helfer erlitten dabei leichte Verletzungen. Die Ursache des Brandes war zunächst unbekannt.

Die Middle Collegiate Church zählt rund 1.300 Mitglieder. Die Wurzeln der Gemeinde reichen bis in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Sie gehört damit zu den ältesten Amerikas. In ihrem Turm hängt die New Yorker Freiheitsglocke, die nach Angaben der Kirche zur Geburt der Nation im Jahr 1776 läutete. Zudem habe die Glocke zur Amtseinführung und zum Tod jedes US-Präsidenten geschlagen. Ob sie das Feuer überstand, ist derzeit unklar.

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1 Kommentar

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  • Danke für diesen Bericht.







    Jedenfalls kein gutes Omen.