Israelische Luftwaffe: Ziele in Syrien angegriffen
Ein Kampfjet nahm unter anderem Panzer der syrischen Armee unter Beschuss. Das Militär sprach von Vergeltung für eine Attacke auf die besetzten Golan-Höhen.
Foto: dpa
afp | Ein israelisches Kampfflugzeug hat am Samstag ein Gebiet in Syrien angegriffen. Wie ein israelischer Armeesprecher mitteilte, waren von dort aus kurz zuvor zehn Geschosse auf den von Israel besetzten Teil der Golanhöhen abgefeuert worden, ohne dass es Opfer gab. Die israelische Luftwaffe habe bei ihrem Vergeltungsangriff auch zwei Panzer der syrischen Regierungstruppen im Norden der Golanhöhen ins Visier genommen.
Der Armeesprecher sagte, der Beschuss vom syrischen Sektor aus gehe auf „interne Kämpfe in Syrien“ zurück. Die von Israel besetzte Seite der Golanhöhen wird regelmäßig von fehlgeleiteten Raketen oder Granaten getroffen, die von den Konfliktparteien in Syrien abgefeuert werden.
Der Sprecher fügte hinzu, dass Israel wegen der „unannehmbaren Verletzung“ seiner Souveränität„ offiziell bei der UN-Beobachtertruppe für Truppenentflechtung auf den Golanhöhen (Undof) protestiert habe.
Seit dem Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 hält Israel ein 1200 Quadratkilometer großes Gebiet auf den Golanhöhen besetzt. 1981 annektierte Israel das Gebiet. Die internationale Staatengemeinschaft hat diesen Schritt nie anerkannt. 510 Quadratkilometer der Golanhöhen sind unter syrischer Kontrolle. Die beiden Nachbarländer befinden sich offiziell noch immer im Kriegszustand.
Bis zum Beginn des Syrien-Konflikts 2011 blieb es an der gemeinsamen Grenze aber weitgehend ruhig. Israel bombardierte allerdings mehrfach Ziele in Syrien. Der israelischen Armee zufolge sollten damit Waffenlieferungen oder Lagerhäuser der libanesischen Hisbollah getroffen werden. Die Miliz befand sich 2006 im Krieg mit Israel und kämpft derzeit ebenso wie Russland an der Seite der syrischen Truppen gegen die bewaffneten Rebellen und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS).
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert