Islamischer Staat: Mutmaßliche IS-Terroristen in Sachsen festgenommen
Zwei Männer sollen als Kämpfer für den Islamischen Staat aktiv gewesen sein und dafür Geld erhalten haben. Nun sitzen die beiden Iraker in Untersuchungshaft.
dpa/taz | In Sachsen sind zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) festgenommen worden. Zugleich wurden die Wohnungen der beiden Iraker in Dresden und Königstein durchsucht, teilte die Zentralstelle Extremismus Sachsen bei der Generalstaatsanwaltschaft Dresden mit.
Den beiden Beschuldigten im Alter von 33 und 27 Jahren wird die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zur Last gelegt. Sie sollen von Februar 2016 bis Mai 2017 beziehungsweise von April 2016 bis Februar 2017 als Kämpfer in verschiedenen IS-Verbänden mitgewirkt haben. Sie seien dafür auch monatlich entlohnt worden, hieß es.
Bei den Durchsuchungen wurden Mobiltelefone, ein Laptop und Ausweisdokumente sichergestellt. Die Männer wurden dem Ermittlungsrichter beim Oberlandesgericht Dresden vorgeführt. Er setzte die Haftbefehle in Vollzug.
Der dschihadistische IS hatte in den 2010er Jahren ein großes zusammenhängendes Gebiet im Nordwesten des Irak und im Osten Syriens erobert, Mitte 2014 ein „Kalifat“ ausgerufen und ein Terrorregime errichtet. Im Dezember 2017 wurden dem IS die letzten Gebiete im Irak genommen, im März 2019 auch in Syrien.
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