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Köpfe von Schneider, Pickert, Hermann und Gawhary

Iran, USA und die Straße von Hormus Chaos ohne Ausweg?

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Der Krieg ist pausiert, gelöst ist nichts. Warum die Lage zwischen Iran, USA und Israel weiter eskalieren könnte.

Fast zwei Monate nach Beginn des Krieges zwischen Israel, den USA und Iran ist die Lage weiter unübersichtlich. Ein neuer Waffenstillstand gilt, vorerst jedenfalls. Doch ob daraus tatsächlich Verhandlungen entstehen oder nur die nächste Eskalation vertagt wird, ist völlig offen.

Im Bundestalk diskutieren Bernd Pickert, Lisa Schneider, Karim El-Gawhary und Ulrike Herrmann, wie die aktuelle Situation einzuordnen ist. Im Zentrum steht die Frage, ob Donald Trumps erratischer Kurs überhaupt noch auf ein Abkommen hinauslaufen kann oder ob Washington längst in eine selbst gebaute Falle geraten ist. Denn zwischen großspurigen Drohungen, gescheiterten Gesprächsanläufen und immer neuen Wendungen wirkt die US-Strategie so widersprüchlich wie selten.

Hinzu kommt die wirtschaftliche Dimension des Konflikts. Die Straße von Hormus bleibt ein neuralgischer Punkt, mit Folgen weit über die Region hinaus. Öl, Gas und Lieferketten stehen unter Druck, die Unsicherheit auf den Märkten wächst. Damit ist der Krieg nicht nur eine militärische, sondern auch eine globale ökonomische Krise.

Die Runde fragt außerdem, wie stabil das iranische Regime in dieser Situation tatsächlich ist. Nach außen wirkt Teheran kontrolliert, intern aber könnte der Machtkampf längst schärfer sein, als es den Anschein hat. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob der Krieg das iranische Atomprogramm eher bremst – oder den Anreiz erhöht, an einer nuklearen Abschreckung erst recht festzuhalten.

Auch Israels Rolle bleibt zentral. Wie weit bestimmt Benjamin Netanjahu den Verlauf dieser Eskalation? Welche Interessen verfolgt die israelische Regierung im Libanon, in Gaza und gegenüber dem Iran? Und kann Trump überhaupt einen tragfähigen Deal aushandeln, wenn Israel andere Prioritäten setzt?

Schließlich geht es um die größere geopolitische Verschiebung hinter dem aktuellen Krieg. Was bedeutet der Konflikt für die Stellung der USA im Nahen Osten? Entsteht gerade eine neue Sicherheitsarchitektur am Golf? Und warum spielt Europa in alldem bislang kaum mehr als eine Nebenrolle?

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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