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Henderson verletzt sich beim JubelnDas Handgelenk Gottes

Vor 40 Jahren wurden die Engländer schon einmal Opfer des Aztekenstadions. Diesmal zieht Jordan Henderson den Fluch alleine auf sich.

Das Aztekenstadion ist ein Ort wie kaum ein anderer. Ein Tempel. Ein Hexenkessel. Ein Schauplatz, der Geschichte schrieb. Vor 40 Jahren auch für England. WM-Viertelfinale 1986: Argentinien gegen die Three Lions. Vor 114.580 Zu­schaue­r*in­nen erzielt Kapitän Diego Maradona das 1:0. Mit der Hand. Der „Hand Gottes“, wie er später sagte. England scheidet aus, Argentinien wird Weltmeister.

Kein Wunder, dass Three-Lions-Trainer Thomas Tuchel jetzt vor dem Mythos des Stadions warnte. Er sah seine Mannschaft im Nachteil – wegen der Geschichte, wegen der Höhenlage von 2.200 Metern, wegen des Mythos. All das dürfte er seinem Team eingeschärft haben. Und die Spieler hatten es verinnerlicht. Sie kämpften unermüdlich. Selbst mehr als 30 Minuten in Unterzahl hielten sie stand. Mit einem Kraftakt rangen sie Mexiko 3:2 nieder. Der Fluch schien besiegt. Denkste.

Nach den Feierlichkeiten mit den mitgereisten Fans schlug er zurück. Diesmal traf er nicht die ganze englische Nation, aber einen Einzelnen umso härter: Jordan Henderson. Beim Versuch, über die Werbebande zu springen, rutschte der 36-Jährige mit dem linken Arm ab, stürzte und blieb liegen. Später trugen ihn Sanitäter mit einer Trage aus dem Stadion. Diagnose: schwere Handgelenksverletzung.

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Seit 1986 wurde das Aztekenstadion zweimal umgebaut. Ein Teil seines Mythos ist verblasst. Doch ganz zähmen lässt es sich wohl nie. Immerhin konnte Tuchel mit seinem Team – abgesehen von Hendersons Unfall – unversehrt den „Tempel des Schreckens“ verlassen und in die USA zurückkehren. Henderson, der bis dato nur sechs Minuten auf dem Platz stand, hat nun doch einen bleibenden Anteil vom Erfolg der Three Lions.

Und holen die Engländer am Ende den Pokal, wird das „Handgelenk Gottes“ sicher zur Legende. King Charles unterschreibt den Gips, das British Museum in London stellt ihn aus und Henderson wird zum Ritter geschlagen. So mächtig ist ein Mythos. Und Henderson, Entschuldigung bitte, Sir Jordan Henderson, beweist mal wieder: Jede Geschichte braucht einen tragischen Helden.

Doch ganz zähmen lässt sich der Mythos nie

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