Handelszoff: USA wollen Zölle für vier lateinamerikanische Länder kippen
Das Weiße Haus hat Handelsabkommen mit Argentinien, Guatemala, Ecuador und El Salvador bekanntgegeben. Auch zwischen den USA und der Schweiz gibt es eine Annäherung.
Foto: Alex Brandon/AP/dpa
afp/dpa/rtr | Das Weiße Haus hat Handelsabkommen mit mehreren lateinamerikanischen Ländern bekanntgegeben. Argentinien, Guatemala, Ecuador und El Salvador hätten sich bereit erklärt, ihre Märkte für US-Produkte zu öffnen, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag. Im Gegenzug gewährten die USA Zollerleichterung für einige Waren. Die Vereinigten Staaten erwarten nach Angaben eines US-Regierungsvertreters sinkende Preise etwa für Kaffee, Kakao und Bananen.
Bei den vier lateinamerikanischen Staaten handelt es sich um Nationen, deren Staatenlenker gute Beziehungen zu US-Präsident Donald Trump pflegen.
Die Rahmenvereinbarung mit Argentinien sieht beispielsweise unter anderem vor, dass die Regierung in Buenos Aires einer Reihe von US-Produkten wie Medikamenten, Chemikalien, Maschinen, medizinischen Geräten, Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen privilegierten Zugang zum argentinischen Markt gewährt, wie aus einer Mitteilung des Weißen Hauses hervorgeht. Im Gegenzug werden die Vereinigten Staaten demnach Zölle auf bestimmte Rohstoffe und Pharmaprodukte aufheben. Argentiniens ultraliberaler und rechtspopulistischer Staatschef Javier Milei gilt als enger Verbündeter von Trump.
Trump hat seit seinem Amtsantritt im Januar Zölle gegen fast alle US-Handelspartner verhängt. Seitdem nahmen viele Länder Verhandlungen mit den USA auf und akzeptierten in diesem Rahmen Zollsätze, die zwar niedriger als die angedrohten, jedoch deutlich höher als zuvor ausfielen.
Annäherung USA und Schweiz
Die USA und die Schweiz etwa haben sich nach Angaben von Regierungsvertretern beider Länder bei Gesprächen in Washington einem Handelsabkommen angenähert. Das Abkommen solle die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle von 39 Prozent auf Schweizer Importe senken und den Handelsüberschuss der Schweiz mit den USA verringern, teilten die Regierungsvertreter am Donnerstag mit.
Der Schweizer Wirtschaftsminister Guy Parmelin erklärte nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer, man habe „ein sehr gutes Gespräch gehabt“ und „praktisch alles geklärt“. Parmelin lehnte es jedoch vorerst ab, Einzelheiten zu nennen, „bis alles klar“ sei.
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