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Hacker-Angriff auf Berliner Verwaltung„Das Land lässt sich nicht erpressen“

Die schwarz-rote Landesregierung will nicht auf die Forderung nach zwei Millionen Euro eingehen. Derzeit werden laut Senat alle Systeme untersucht.

Der schwarz-rote Senat will weiterhin nicht auf Geldforderungen nach dem Hacker-Angriff auf die Berliner Verwaltung eingehen. „Das Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen“, sagte Senatssprecherin Christine Richter am Dienstag in der Pressekonferenz nach der Sitzung der Landesregierung.

Regierungschef Kai Wegner (CDU) hatte Ende voriger Woche von dem Erpressungsversuch berichtet. Demnach fordern bislang Unbekannte umgerechnet rund 2 Millionen Euro in der Kryptowährung Bitcoin. Andernfalls wollen sie kommenden Freitag sensible Daten veröffentlichen. Dazu gehören laut Sprecherin Richter auch persönliche Daten und Passwörter.

Dass in großem Masse Daten aus der Landesverwaltung abflossen, war am 14. August bekannt geworden. Passiert sein soll das bereits vom 7. bis zum 12. August. Laut Richter beschränkte sich der Zugriff auf zwei Senatsverwaltungen: die für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt und die für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.

Alles, was in irgendeiner Weise die am 20. September anstehende Wahl zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen angeht, soll nicht betroffen sein. Von Innensenatorin Iris Spranger (SPD) war bereits am Freitag zu hören, diese sogenannte Wahlumgebung sei „zu 100 Prozent abgesichert“.

Alle Systeme der Landesverwaltung müssen dem Senat zufolge durchleuchtet werden

Für andere Bereiche sind entsprechende Untersuchungen noch im Gange. Alle Systeme der Landesverwaltung müssen der Sprecherin zufolge durchleuchtet werden. „Im Land Berlin gibt es 12.000 dieser Systeme, und das dauert, die zu untersuchen“, sagte Richter. Einen Termin, wann dieser Vorgang abgeschlossen sein soll, nannte sie nicht. Sie versprach jedoch: „Es wird 24/7 (rund um die Uhr; d. taz) daran gearbeitet.“

Kein Zugang aus dem Homeoffice

Die betroffenen Senatsverwaltungen, die zwischenzeitlich komplett abgeschaltet waren, sind nach Richters Worten wieder per E-Mail zu erreichen. Nicht möglich ist weiterhin, dass sich Mitarbeiter der Landesverwaltung aus dem Homeoffice ins Netz der Verwaltung einwählen. In der Senatssitzung hatte der im Roten Rathaus für Digitalisierung zuständige Staatssekretär Florian Hauer (CDU) die Landesregierung informiert.

Hinter dem Angriff auf die Verwaltung steht offenbar eine Gruppe, die sich „Rhysida“ nennt. Die hat nach eigener Darstellung unter anderem Daten zu 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und 46.500 Verträge abgegriffen. Außerdem soll sie nun Zugang zu 11.000 vertraulichen Dokumenten, 12.000 Telefonnummern, 16.000 E-Mails und 150 IBAN-Kontonummern haben. Davon persönlich betroffen sein sollen 12.000 Menschen.

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