Ehe für alle in den USA: In Alabama sind nicht alle gleich
Der Oberste Gerichtshof des US-Südstaats will künftig die Ehe für Homosexuelle verbieten. Er stellt sich damit gegen den Entscheid des Supreme Courts der USA.
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afp | Im US-Bundesstaat Alabama soll die Homoehe künftig nicht mehr erlaubt sein. Eine entsprechende Anordnung an alle Familienrichter erließ am Mittwoch der Präsident des Obersten Gerichtshofes von Alabama. Richter Roy Moore stellte sich damit gegen eine historische Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA. Der Supreme Court hatte im Juni vergangenen Jahres die Homoehe überall in den Vereinigten Staaten erlaubt.
In seiner Anordnung an die Familienrichter in Alabama verwies Moore darauf, dass in den Gesetzen des Bundesstaates die Ehe eindeutig als „Beziehung zwischen einem Mann und einer Frau“ definiert sei.
Außerdem sei die Entscheidung des Supreme Court auf Grundlage von Fällen in den Bundesstaaten Ohio, Kentucky, Tennessee und Michigan gefällt worden – nicht explizit für Alabama. Deshalb dürften Familienrichter in Alabama keine Homoehe mehr schließen, hieß es in der Anordnung Moores.
Der Supreme Court hatte im Juni vergangenen Jahres entschieden, dass der im 14. Zusatzartikel der US-Verfassung festgeschriebene Gleichbehandlungsgrundsatz alle Bundesstaaten zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen verpflichtet. Außerdem müssen alle Bundesstaaten die in anderen Bundesstaaten geschlossenen Ehen von Schwulen und Lesben anerkennen.
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