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Dresdner Neonazis vor GerichtNach der Jagd auf Flüchtlinge

Den Angeklagten der „Freien Kameradschaft Dresden“ wird vorgeworfen, auf einem Stadtfest 2016 als Bürgerwehr Jagd auf Flüchtlinge gemacht zu haben.

epd | Weil sie Jagd auf Flüchtlinge gemacht haben sollen, hat die sächsische Generalstaatsanwaltschaft einem Medienbericht zufolge drei mutmaßliche Mitglieder der Neonazi-Gruppe „Freie Kameradschaft Dresden“ (FKD) angeklagt.

Einem 19 und einem 26 Jahre alten Mann werde Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Landfriedensbruch und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, berichtet die in Dresden erscheinende Sächsische Zeitung. Ein weiterer, 30-jähriger Angeklagter müsse bereits diesen Donnerstag wegen ähnlicher Vorwürfe vor Gericht.

Den Männern wird demnach unter anderem vorgeworfen, auf dem Dresdner Stadtfest im August 2016 als Bürgerwehr Jagd auf Flüchtlinge gemacht zu haben. Dabei wurden mehrere Menschen teilweise schwer verletzt. Ende November 2016 durchsuchte die Polizei Wohnungen von Verdächtigen in Dresden, Freital und Heidenau. Sechs Männer wurden festgenommen. Inzwischen sitzen laut „Sächsischer Zeitung“ acht Männer in Untersuchungshaft. Insgesamt werde gegen 15 Verdächtige aus den drei Städten ermittelt. Dem Bericht zufolge sollen noch diesen Monat sechs weitere mutmaßliche „FKD“-Mitglieder angeklagt werden.

Die Verdächtigen sollen dem Bericht zufolge auch mehrfach mit der mutmaßlich rechtsterroristischen Vereinigung „Gruppe Freital“ kooperiert haben, etwa bei Angriffen auf Asylbewerberheime oder auf das alternative Dresdner Hausprojekt „Mangelwirtschaft“ im Oktober 2015. Dem 26-jährigen Angeklagten wird laut Zeitung außerdem vorgeworfen, an den Krawallen im Leipziger Stadtteil Connewitz Anfang 2016 beteiligt gewesen zu sein. Dort hatten rund 200 Rechtsextreme randaliert und mehr als 100.000 Euro Sachschaden verursacht.

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