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Die Wochenvorschau für BerlinZwischen Mode und Molke

Die Woche beginnt mit dem Stadtumbau am Molkenmarkt und endet mit der Grünen Woche und der Demo gegen die Ferkeleien. Dazwischen liegt die Fashion Week.

Stadtumbau ist nach wie vor in Mode, auch wenn es zuweilen etwas dauert. Doch viele Jahre nach dem Beschluss, am Molkenmarkt ein neues Stadtviertel zu bauen, geht es am Montag nun los. Zunächst werden die Parkplätze auf dem Mittelstreifen am Mühlendamm wegfallen – dort soll noch im Januar mit archäologischen Grabungen begonnen werden. Wenn diese abgeschlossen sind, kann mit dem Verschwenken der Grunerstraße Richtung Rotes Rathaus begonnen werden. Die Neugestaltung am Molkenmarkt geht zurück auf das Planwerk Innenstadt, das 1996 zum ersten Mal vorgelegt wurde. Dagegen wäre der BER eine fast fixe Sache, wenn er 2020 abhebt.

Schinkel geht immer

1996 gab es sie noch gar nicht, doch am Dienstag geht sie bereits ins zwölfte Jahr – die Berlin Fashion Week. Die Winterausgabe der Modemesse kann diesmal mit einer neuen Location aufwarten. Der Berliner Salon zieht erstmals in die Elisabethkirche in Mitte. Schinkel und Mode, das sollte passen.

Anders als bei Grünenchef Robert Habeck kann man sich bei Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) gar nicht vorstellen, dass er jemals getwittert hat. Wenn nun aber der Berliner Verfassungsgerichtshof am Mittwoch über einen Tweet Müllers verhandelt, ist klar: Er hat. Und zwar zum Missfallen der AfD. Die wirft Müller vor, ihr „Recht auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb“ verletzt zu haben.

Klingt schwerwiegend, war aber letztendlich eine demokratische Pflicht. Anlässlich einer AfD-Demo und mehrerer Gegendemos im Mai hatte der Regierende über seinen Twitter-Account verbreiten lassen: „Zehntausende in Berlin heute auf der Straße, vor dem Brandenburger Tor und auf dem Wasser. Was für ein eindrucksvolles Signal für Demokratie und Freiheit, gegen Rassismus und menschenfeindliche Hetze.“

Mal sehen, ob die Richterinnen und Richter der AfD Recht geben – und by the way bestätigen, dass es sich bei ihr um eine antidemokratische, rassistische und menschenfeindliche Partei handelt.

Und was noch? Am Freitag beginnt die Grüne Woche und am Tag darauf die Antwort: Wir haben es satt. Wir immer richtet sich der Unmut gegen die industrielle Landwirtschaft und die Subventionen, die sie am Leben halten. Demobeginn ist 12 Uhr am Brandenburger Tor. Schade, dass die Demonstration für „gutes Essen und gute Landwirtschaft“ nicht zum neuen Molkenmarkt geht.

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