Die Wahrheit: Mir reicht’s!
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die geneigte Leserschaft an einem Poem über einen Trecker fahrenden Protestler erfreuen.
Noch steh ich bis zum Sockenrand
durchnässt auf meinem Weideland.
Denn Gummistiefel hab ich nicht,
was sehr für meine Lage spricht.
Doch morgen fahr ich nach Berlin,
um über alles herzuzieh’n.
Die Zukunft ist halt großer Mist,
so wie sie abzusehen ist.
Mist hab ich schon auf meinem Hof,
davon noch mehr, wär einfach doof.
Ich will die Zukunft, wie sie war.
Ist das dem Bundeskanzler klar?
Und auch das Potsdam-Institut,
auf dem der ganze Müll beruht,
hört bitte mal mit Klima auf,
sonst gibt’s was auf die Fresse drauf.
Den Wetterdienst hab ich so satt.
Ab jetzt gilt das Kalenderblatt,
auf der die Bauernregel steht,
wie’s uns Mariä Lichtmess geht.
Den Rest leg ich mir mit Tarot
und Nostradamus sowieso.
Der weissagt mir für Mitte Mai,
dass dann mein Trecker trocken sei.
Die Wahrheit auf taz.de
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Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
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Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
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