piwik no script img

Die WahrheitFrühlingslied

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich die Leserschaft an einem Poem über eine coronöse Jahreszeit erfreuen.

Ihr Krokusse und Nelken,

von mir aus könnt ihr welken,

und auch ihr Hyazinthen.

Auf euch, ihr Drecks-Maiglöckchen

hab ich erst recht kein Böckchen,

ja, küsst mich doch von hinten.

Und fickt euch bloß, Magnolien!

Euch soll der Teufel holien.

Und gleich auch euch Narzissen!

Wer braucht schon Staub und Pollen?

Soll euch der Teufel hollen.

Ihr seid doch voll beschissen.

Ich weine keine Träne

in meiner Quarantäne,

da feier ich wie nie.

Ich wohn in Jogginghosen

und züchte Heim-Neurosen –

ganz ohne Allergie.

Die Wahrheit auf taz.de

Die Wahrheit

ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


Die Wahrheit

hat drei Grundsätze:

Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 330 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

1 Kommentar

 / 
  • 0G
    05158 (Profil gelöscht)

    Schöner Name des Schreibers.Schönes Gedicht! Erinnert an Rainer Maria Rilke in seiner



    Intentionalität.



    Die mit viel Empathie ausgewählten Worte" holien" und" hollen" begeistern durch ihre Wucht und Ausstrahlung und zeigen dem geneigten Foristenleser die Endlichkeit des Seins.