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Die WahrheitFrühling wie früher

Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Heute darf sich Leserschaft an einem Poem über verlorene Freuden der schönen Jahreszeit erfreuen.

Die Sonne grinst wie im August,

Die Kaffeekellner schwächeln.

Im Stadtpark brutzelt eine Brust,

Und ein paar Greise hecheln.

An kahlen Bäumen sprießt schon was,

Es riecht auf allen Wegen.

Das macht des Dichters Auge nass,

Uns schlägt es auf den Bregen.

Wir schlendern zu dem Flüsschen hin,

Das plätschert froher stündlich.

Und Häuser stehen auch darin,

Die putzt es schön und gründlich.

Die Wahrheit auf taz.de

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ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.


Die Wahrheit

hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.


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Warum sachlich, wenn es persönlich geht.

Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.

Warum beweisen, wenn man behaupten kann.

Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.



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1 Kommentar

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    05158 (Profil gelöscht)

    Frühling

    Die Bäume im Ofen lodern.



    Die Vögel locken am Grill.



    Die Sonnenschirme vermodern.



    Im übrigen ist es still.

    Es stecken die Spargel aus Dosen



    die zarten Köpfchen hervor.



    Bunt ranken sich künstliche Rosen



    in Faschingsgirlanden empor.

    Ein Etwas, wie Glockenklingen,



    den Oberkellner bewegt,



    mir tausend Eier zu bringen,



    von Osterstören gelegt.

    Ein süßer Duft von Havanna



    verweht in ringelnder Spur,



    ich fühle an meiner Susanna



    erwachende neue Natur.

    Es lohnt sich manchmal, zu lieben,



    was kommt, nicht ist oder war.



    Ein Frühlingsgedicht, geschrieben



    im kältesten Februar.

    Ringelnatz, Joachim (1883-1934)