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CDU-Spitzenkandidat in Sachsen-AnhaltHerr Schulze von der CDU

Die Umfragewerte der CDU sinken. Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steuert sie auf eine Niederlage zu. Was macht Ministerpräsident Schulze dagegen?

David Muschenich

Aus Magdeburg

David Muschenich

„Hallo, ich bin Sven Schulze. Und wie heißen Sie?“ Auf einem Aldi-Parkplatz in Magdeburg streckt der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September einem bärtigen Mann in Arbeitshose seine Hand entgegen. Während sie sich begrüßen, schiebt eine Frau ihr Fahrrad vorbei. Ob sie ein Foto mit dem Ministerpräsidenten haben könne? Schulze schaut kurz zur Frau, dann zurück auf dem Bärtigen. Der sagt, er könne warten, und setzt sich nebenan auf eine Mauer in den Schatten.

An diesem warmen Samstagmorgen im August hat die CDU einen Infostand vor dem Discounter aufgebaut. Kameras seien unerwünscht, hieß es vorab, ein Fernsehteam ist schon wieder abgezogen. Schulze wolle in Ruhe mit den Menschen in seinem Wahlkreis sprechen. Wenn gefilmt werde, schrecke das ab. Ein privater Schnappschuss ist aber kein Problem, für das Foto mit der Frau mit Fahrrad lächelt Schulze. Die Ärmel seines weißen Hemdes hat der 47-Jährige hochgekrempelt, sein Handy steckt hinten in der Jeans. Ein paar Meter entfernt stehen zwei Männer in dunkler Kleidung. Personenschützer der Polizei.

Für Schulze läuft es an diesem Morgen entspannter, als seine Umfragewerte erwarten lassen. Seit er vor einem Jahr als Nachfolger des allseits beliebten Landesvaters Reiner Haseloff zum Spitzenkandidaten gekürt wurde, befindet sich die CDU im Abwärtstrend. Im Juni 2025 lag die konservative Partei noch bei 34 Prozent auf dem ersten Platz. Im August kündigte Haseloff seinen Rückzug an und benannte Schulze als seinen bevorzugten Nachfolger. Im September waren es 27 Prozent. Heute liegt die CDU mit etwa 22 Prozent auf dem zweiten Platz – je nach Umfrageinstitut mit 20 Prozentpunkten hinter der AfD.

Im Januar schließlich trat Haseloff zurück und Schulze wurde zum Ministerpräsidenten gewählt. Am Abwärtstrend der CDU änderte das nichts. Amtsbonus? Dafür haben die sieben Monate offenbar nicht gereicht.

Dabei mangelt es Schulze nicht an selbstbewussten Auftritten. Zum Beispiel Ende Juli, der Wahlkampf nimmt schon richtig Fahrt auf, da tritt er gemeinsam mit den Spit­zen­kan­di­da­t:in­nen Armin Willingmann (SPD) und Lydia Hüskens (FDP) vor die Kameras. Die drei Parteien regieren seit fünf Jahren gemeinsam das Land. Inzwischen kommen sie in Umfragen nur noch auf ein Drittel der Stimmen. Trotzdem erklären sie noch im Juli: Nach der Wahl wollen sie am liebsten in der Koalition weiterregieren. Nach dem gemeinsamen Auftritt halten sie sich mit derlei selbstbewussten Aussagen aber zurück.

Schulze kommt nicht einmal über die Lippen, Siegmund sei ein Rechtsextremist

Zehn Tage vor der Wahl trifft Sven Schulze im TV-Duell beim MDR – jetzt im dunkelblauen Anzug, am Revers eine Anstecknadel mit dem Landeswappen von Sachsen-Anhalt – auf den Mann, der ihn als Ministerpräsidenten ablösen möchte. Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, wäre der erste rechtsextreme Ministerpräsident der Bundesrepublik. Laut Infratest dimap sind 37 Prozent der Wahlberechtigten in Sachsen-Anhalt mit der Arbeit des 35-jährigen Vorsitzenden der AfD-Landtagsfraktion zufrieden. Und das, obwohl er familiär in den Vetternwirtschaftsskandal der AfD verstrickt ist und Kontakt zu Menschen aus der Neonazi-Szene pflegt.

Das alles könnte Schulze im TV-Duell auf den Tisch bringen. Doch auf die Frage, was er Menschen sage, die Siegmund wählen wollen, antwortet er mit etwas anderem. Die AfD habe kein Konzept für die Zukunft von Sachsen-Anhalt und wolle Frauen „zurück an den Herd“ schicken.

Während der freundlich lächelnde Siegmund im weiteren Verlauf Schulze politisch als „Flachzange“ bezeichnet, kommt Schulze nicht mal über die Lippen, Siegmund sei ein Rechtsextremist. Er umgebe sich „mit sehr gefährlichen, sehr extremen Menschen“, deutet Schulze nur an.

Dann spricht er wieder über seine Politik als Ministerpräsident. „Ich habe geliefert und nicht nur gelabert.“ Als Beispiel nennt er die „Bürgerarbeit“: Langzeitarbeitslose und Asyl­be­wer­be­r:in­nen sollen in Sachsen-Anhalt verpflichtend arbeiten. Es geht um die Pflege von Grünflächen oder Hilfsarbeiten bei Vereinen. „Jeder, der ’ne Leistung vom Staat bekommt, sollte auch ’ne Gegenleistung bieten“, sagt Schulze. Ende Juni hat er eine entsprechende Vereinbarung für Sachsen-Anhalt unterzeichnet. Wer sich dieser Arbeitspflicht verweigert, muss mit Leistungskürzungen rechnen.

Im TV-Duell will Schulze damit offenbar zeigen, dass er regieren kann. Doch um Ministerpräsident zu bleiben, bräuchte er eine Mehrheit im Landtag – und die ist den Umfragen nach aktuell nicht gegeben. Stand jetzt bräuchte er entweder Stimmen von der AfD oder der Linken. Eine Zusammenarbeit schließt die CDU aber aus. Schulze sagte in einer Talk-Sendung des ZDF, er werde nicht nach Stimmen fragen. Deshalb werde es auch keine Mi­nis­te­r:in­nen der Linkspartei in seinem Kabinett geben. Wenn er allerdings auf Podien steht, fällt auf, dass er Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern deutlich weniger angeht als den AfDler Ulrich Siegmund.

„Jeder, der ’ne Leistung vom Staat bekommt, sollte auch ’ne Gegenleistung bieten“

„CDU? Um Gottes willen!“

Zurück in seinem Wahlkreis in Magdeburg. Hinter ein paar Bäumen ragen Plattenbauten hervor. Aus einer anliegenden Bäckerei zieht der Duft frischer Brötchen herüber. Vor der heißen Augustsonne schützt den Infostand ein Schirm in der orangen Farbe des CDU-Landesverbands Sachsen-Anhalt. Fünf Wahl­hel­fe­r:in­nen der Union haben sich rund um den Eingang zum Discounter verteilt, in den Händen halten sie aufgefächert die orangen Flyer mit dem Foto von Sven Schulze. An drei Stellen „bittet“ er darin „um Ihre Unterstützung“. Passend zu den Frühstücksbrötchen gibt es als Give-away auch Marmelade: Bitter Orange.

Mit abwehrender Geste und ohne die Flyer eines Blickes zu würdigen, läuft ein Mann mit Käppi an den Hel­fe­r:in­nen vorbei. Seine Stimme gehe an die AfD, sagt er, und verschwindet im Aldi. Eine Frau mit großer Einkaufstasche ruft: „CDU? Um Gottes willen!“ Eine andere Frau tritt auf Schulze zu. „Machen Sie weiter, diesen Idioten von der AfD braucht keiner“, sagt sie. Der CDU-Politiker lächelt.

Als Schulze vor einem Jahr zum Spitzenkandidaten wurde, war die Bekanntheit sein Problem. Oder besser: Seine mangelnde Bekanntheit. Er stammt aus dem kleinen Ort Heteborn in Sachsen-Anhalt, engagierte sich für die CDU im Gemeinderat und wurde Landesvorsitzender der Jungen Union. 2014 zog er ins Europäische Parlament ein, 2021 wurde er Wirtschaftsminister von Sachsen-Anhalt. Trotzdem kannte ihn laut Infratest dimap ein Jahr vor der Wahl nicht mal je­de:r Zweite im Bundesland.

Seitdem ist Schulze häufig in der Öffentlichkeit. Er besucht Talkshows, wird in der Satiresendung „heute-show“ auf den Arm genommen, spricht bei einem Interview in der Illustrierten Bunte gemeinsam mit seiner Frau über das Erfolgsrezept ihrer Ehe, radelt öffentlichkeitswirksam mit dem Mountainbike durch Sachsen-Anhalt, beantwortet Fragen der rechten Propagandaplattform Nius.

Auftritt mit Hallervorden

Bei vier Terminen stand Schulze mit dem 90-jährigen Kabarettisten Didi Hallervorden auf der Bühne, der erklärt hatte, er wolle sein „kleines Gewicht“ in die Waagschale werfen, um die erste AfD-Regierung in Deutschland zu verhindern. Doch schon beim ersten Auftritt kritisierte der Kabarettist die aktuelle Bundesregierung von Friedrich Merz (CDU). Wenn der glaube, dass Krieg sich lohne, solle er auf dem Mond kämpfen, sang Hallervorden in einem Liedchen.

Prompt folgte Kritik an Hallervorden von der Bundes-CDU. Doch Schulze ging noch dreimal mit ihm auf die Bühne. Er teile nicht dessen Meinung, aber das sei auch kein Problem. Hallervorden genieße schließlich Kunstfreiheit.

Doch auch Schulze selbst kritisiert die Regierung von Merz; ganz konkret etwa bei der geplanten Rentenreform. Ende Juni hatte er auf Instagram noch geschrieben, er unterstütze die Vorschläge. „Jetzt kommt es darauf an, sie zügig umzusetzen.“ Dann änderte er seine Meinung.

Ein zentrales Vorhaben der Reform ist, den abschlagsfreien Ruhestand nach 45 Beitragsjahren abzuschaffen. Im August erklärte Schulze gemeinsam mit den CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen und Thüringen: Das ist eine schlechte Idee. Die Menschen in Ostdeutschland würden unter diesem Vorhaben besonders leiden. Darum wollten die Ministerpräsidenten im Bundesrat dagegen stimmen. Geändert hat das an Schulzes Umfragewerten nichts.

Auf dem Aldi-Parkplatz geht der CDU-Spitzenkandidat nach einem weiteren Foto mit einem Wähler schließlich zu dem Mann in Arbeitshose, der geduldig im Schatten gewartet hat. Die beiden reden etwa eine halbe Stunde lang, der Bärtige erzählt von seinem Job, bei dem er Maschinen reinigt. Schulze sagt: „Ich habe ja viele Jahre als Ingenieur gearbeitet, wir haben Maschinen aufgebaut.“ Als Vertriebsleiter sei er früher viel im Land unterwegs gewesen, erzählt Schulze. Der Mann sagt, er müsse auch ständig durch die Gegend fahren. „Da kennst du wahrscheinlich jede Autobahn?“, fragt Schulze, und der bärtige Mann lacht. Fast jede.

Im Verlauf des Gesprächs stellt sich heraus, der Mann hat noch nie CDU gewählt. Wolle er auch nicht. Gregor Gysi, der dienstälteste Bundestagspolitiker von den Linken, der sei für ihn Kult. Dieses Jahr überlege er allerdings, ob er taktisch den Grünen seine Stimme gebe, damit die in den Landtag kommen. Seine größte Sorge sei die AfD.

Beim Direktmandat im Wahlkreis Magdeburg West habe die Linke keine Chance, sagt der CDU-Spitzenkandidat. Da heiße es: entweder AfD oder Sven Schulze. Deshalb solle der Mann ihm die Erststimme geben. „Und mit der Zweitstimme kannst du wen anderes wählen.“ Der Mann überlegt kurz. Dann sprechen sie noch über Sozialpolitik.

Zum Abschied schenkt er Schulze zwei Kugelschreiber mit seinem Firmenlogo. Schulze lacht. „Das ist das erste Mal, dass ich was kriege.“

Anmerkung der Redaktion: In einer ursprünglichen Version des Artikels hieß es, die CDU schließe aus, dass Schulze mit Stimmen von AfD und Linken gewählt werde. Richtig ist allerdings, dass die CDU eine Zusammenarbeit ausschließt. Wie haben die Stelle korrigiert.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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8 Kommentare

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  • Mendou

    Wo sind die Berichte über die anderen Kandidaten? Ihr erzählt immer nur was die CDU schlecht macht und warum das der AfD nutzt, aber nie warum die Wähler nicht zu anderen Parteien gehen.

  • Filou

    Eine offene Zusammenarbeit der CDU mit der Linken oder der AfD würde die Partei zerreißen. Schon ein Dilemma.

  • Janix

    Wenig Mitleid mit der Union, die gerade im Osten auch arg schlingert. Und doch wäre eine funktionierende Union in unserem Parteiensystem wichtig.

  • Abdurchdiemitte

    Ich hoffe nur, dass Herrn Schulze absolut bewusst ist, dass nur eine von der Linken tolerierte Minderheitsregierung bestehend aus CDU, SPD und Grünen bei Abstimmungen im Landtag parlamentarische Mehrheiten gegen die AfD organisieren kann.



    Ob das seine CDU aber auch will? Es bestehen Zweifel, da nicht wenige in der Ost-CDU Die Linke hassen und stattdessen auf eine Zusammenarbeit mit der AfD schielen. Mehrheiten gemeinsam mit der AfD würden indes die Koalitionspartner SPD und Grüne nicht dulden, die Regierungskoalition wäre dann zum Scheitern verurteilt. Wie also will Schulze seine eigenen Abgeordneten bei der Stange halten, wenn die AfD mit entsprechenden Anträgen den Spaltpilz in die CDU-Fraktion hineintreibt? Und dass die sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wird, ist so sicher wie das Amen in der Kirche.



    Es kommen also so oder so politisch unruhige Zeiten auf SAH zu.

    • zartbitter

      @Abdurchdiemitte:

      Nach einer Infratest-dimap-Umfrage für den MDR lehnen



      59 % der Befragten eine Koalition zwischen der CDU und der Linken in Sachsen-Anhalt ab. Demgegenüber stehen



      32 %, die eine solche Zusammenarbeit befürworten.



      =



      von Angeren hat auf dem Bundesparteitag im Juni 2026 in Potsdam klar und entschieden einen Antrag der Partei ""Die Linke"" abgelehnt NICHT mit der CDU sprechen zu sollen.



      =



      Klartext:



      Sowohl Schulz und von Angeren haben ohne Zweifel signalisiert gegen eine Machtübernahme der agd stimmen zu wollen - das Drama der Reichstagswahl 1933 wird demnach niemand wiederholen wollen.



      =



      Das Spiel der beiden Unvereinbaren lautet:



      Wer wird am weitesten über seinen eigenen Schatten springen?

      • Abdurchdiemitte

        @zartbitter:

        Die Fliehkräfte in der sachsen-anhaltinischen Linken für oder gegen die Tolerierung einer CDU-geführten Minderheitsregierung kann ich im Grunde nicht einschätzen.



        Nur eines lässt sich sicher sagen: die Entschlossenheit der Linken, die AfD an der Macht zu verhindern, scheint größer zu sein als die Entschiedenheit der ostdeutschen CDU-Basis, das Gleiche zu tun.



        In westdeutschen CDU-Landesverbänden wie NRW, S-H oder im Saarland wäre ich mir relativ sicher, dass es diesbezüglich zu keinem ‚Unfall‘ kommen würde.



        Fest steht auch, dass sich die CDU über die Frage „Wie hältst du es mit der AfD?“ spalten könnte. Daher denke ich, dass die Ost-CDU letztlich zähneknirschend zu Kreuze kriechen wird und es dort auf Landesebene nicht auf Koalitionen mit der AfD einlässt.



        Nur wird es dann wieder heißen, dass sich die pöhsen Wessis einmal mehr durchgesetzt und den ‚Volkswillen‘ der Ostdeutschen mit Füßen getreten hätten.

        • zartbitter

          @Abdurchdiemitte:

          ""Fest steht auch, dass sich die CDU über die Frage „Wie hältst du es mit der AfD?“ spalten könnte.""



          =



          Mit absoluter Sicherheit nicht - denn das wäre keine Spaltung sondern die Implosion und das Ende der Christdemokraten die bereits im Juni 1945 in Berlin – darunter viele ehemalige Mitglieder des Widerstands gegen den Nationalsozialismus – den ersten offiziellen Gründungsaufruf der CDU bekannt gaben.



          =



          Die ""agentur gegen schland"" ist so toxisch und tödlich wie die grüne Mamba mit eingebautem Zerstörungsmechanismus der Regierungsform der bundesrepublikanischen parlamentarischen Demokratie.



          Wer sich mit diesen Brüdern im Geiste des Nationalsozialismus ins Bett legt wacht am nächsten Morgen als Leiche auf - das wissen sogar die Mitglieder und Politiker der CDU.

          • Abdurchdiemitte

            @zartbitter:

            „Wer sich mit diesen Brüdern im Geiste des Nationalsozialismus ins Bett legt wacht am nächsten Morgen als Leiche auf - das wissen sogar die Mitglieder und Politiker der CDU.“



            Ihr Wort in Gottes Ohr! Ich bin mir da eben nicht so sicher, denn es stellt sich doch die Frage: wissen das wirklich alle an der CDU-Basis?



            Dann dürften sie die AfD nicht weiter verharmlosen und normalisieren, wie sie es bis jetzt noch tun. Sondern müssten sie (die AfD) als direkten Angriff auf die zwar konservativen, aber immerhin (noch) demokratischen und christlichen Werte der CDU verstehen. Dementsprechende Abgrenzungen habe ich bisher jedoch nur aus der NRW-CDU und Schleswig-Holsteins MP Günther.gehört. Ist mir da etwas entgangen?



            NRW’s Sozialminister und CDA-Mitglied Laumann drohte sogar mit Parteiaustritt, sollte es zu einer Zusammenarbeit mit der AfD kommen.



            Aber es gibt solche und solche Christdemokraten. Viele von ihnen haben nichts aus der Geschichte gelernt, einige schon.



            Und da Sie den Widerstand gegen den NS ansprechen: von Stauffenberg hat erst die Seiten gewechselt, als ihm bewusst wurde, welch unfassbaren Kriegsverbrechen dieNazis in den von Deutschland besetzten Gebieten verübt hatten.