: Bewegung auf dem Markt
Fitnessaggregatoren wie Urban Sports Club haben den Sportmarkt revolutioniert. FürKund*innen bedeuten sie maximales Angebot und Flexibilität, für viele Studios dagegen Preisdruck, Abhängigkeit und intransparente Konditionen
Aus Berlin Lilly Schröder (Text) und Wolfgang Borrs (Fotos)
Dreißig durchtrainierte Großstädter jagen ihren Puls an diesem Montagmorgen im fensterlosen Keller des alten Fabrikgebäudes in Kreuzberg in die Höhe: Hampelmänner, Strecksprünge, Kniehebelauf. Auf 40 Minuten brutales Zirkeltraining folgt die letzte Herausforderung: der Cardio-Push. „Gruppen- oder eine Einzelübung?“, ruft der muskelbepackte Trainer über die ohrenbetäubende Musik in das Mikro. „Einzel!“, schallt es aus dreißig Kehlen unisono zurück.
Die Individualisierung der Großstädter macht auch vor dem Fitnessmarkt nicht halt. Wer zum Intervalltraining der Berliner Fitnessstudiokette Beat81 kommt, ist meist nicht Mitglied im Studio, sondern zahlt eine Monatsgebühr an Sportflatrate-Anbieter, sogenannte Fitnessaggregatoren. Die haben die Branche binnen weniger Jahren grundlegend umgekrempelt. Ihr Angebot umfasst alles: Intervalltraining, Meditations- und Tanzkurse, Pilates und Yoga.
„Heute läuft ein Großteil der Besuche in unseren regulären Klassen über Aggregatoren“, erzählt Yogastudioinhaber Moritz Ulrich. Der groß gewachsene Mann steht an einem Donnerstagmorgen in seinem Studio in Kreuzberg. Hinter ihm verlassen die letzten Kursteilnehmer*innen mit Matte unterm Arm das lichtdurchflutete Studio, von draußen dringt Gezwitscher herein. Ulrich betreibt seit 2013 das Peace Yoga Berlin in der Glogauer Straße, einen zweiten Standort gibt es in der nahen Eisenbahnstraße. „Früher kamen die Leute mehr über Zehnerkarten oder eine Monatsmitgliedschaft“, erzählt er auf dem Studiosofa. Das ist vorbei. Neue Studios berichten, bis zu 90 Prozent ihrer Teilnehmer*innen über Aggregatoren zu generieren.
Das Konzept von Anbietern wie Urban Sports Club (USC), ClassPass oder EGYM Wellpass ist simpel: Nutzer*innen zahlen einen monatlichen Beitrag und erhalten dafür Zugang zu einem Netzwerk aus Fitness- und Partnerstudios. Auch Schwimmbäder, Kletterhallen, Padelplätze sowie Saunen und Massagen gehören zum Angebot. Gebucht werden die Kurse per App, eingecheckt wird via QR-Code am Eingang des Studios.
Deutschland ist der größte Aggregatorenmarkt weltweit, Berlin gilt als Epizentrum. Urban Sports Club ist mit über 15.000 Partnerstandorten in acht Ländern der größte Fitnessaggregator in Deutschland und Europa. Angeschlossene Studios gibt es in 60 Städten bundesweit, wobei sich das Angebot vor allem in Großstädten konzentriert. In Berlin etwa gibt es über 2.600, in Bielefeld knapp 30. Über die Landesgrenzen hinaus gibt es Standorte in Frankreich, Spanien, Portugal, Belgien, Spanien, Österreich und den Niederlanden. Angaben zur Mitgliederzahl macht das Unternehmen nicht.
Nutzer*innen können zwischen vier Tarifen wählen. Der meistgewählte ist der Classic-Tarif für 75 Euro monatlich beziehungsweise 64 Euro im Jahresabo. Damit können Nutzer*innen einmal täglich in Partnerstudios einchecken, jedoch nur viermal im selben Studio. Zum Vergleich: In regulären Pilatesstudios zahlt man pro Stunde teilweise bereits 30 oder 35 Euro.
Im Studio von Moritz Ulrich kostet eine Zehnerkarte 169 Euro. Mit einer Classic-Mitgliedschaft von Urban Sports Club für 75 beziehungsweise 64 Euro im Monat dürfen Kund*innen sein Studio achtmal monatlich besuchen. Für die Kund*innen ist das attraktiv, für das Studio weniger: Buchungen über Urban Sports Club bringen weniger Einnahmen als Direktbuchungen über die eigene Website, da ein Teil für die Vermittlung an die Plattform fließt.
„Für uns als großes Studio funktioniert das trotzdem gut“, sagt Ulrich. „Die 60 Plätze im Raum sind nur selten ausgefüllt“, sagt er. Sein Blick fällt in den großzügigen Yogasaal mit hellem Parkettboden. Vorne sind auf schmalen Holzregalen kleine Figuren und hinduistische Gottheiten wie Ganesha, eine Klangschale und gerahmte Bilder arrangiert wie ein Altar. Gleichzeitig hat Ulrich das Besuchslimit für USC-Classic-Mitglieder von vier auf acht Besuche pro Monat erhöht. „Wir haben ein großes Studio und möchten so viele Menschen wie möglich willkommen heißen. Die Erhöhung von vier auf acht Besuche im Monat ist ein schöner Vorteil für die Teilnehmer*innen“, so der Studiobesitzer. Noch vor wenigen Monaten klang seine Einschätzung deutlich kritischer: „Die Vergütungen sind einfach zu niedrig. Wenn Studios nur ein paar Euro pro Check-in bekommen, reicht das oft nicht, um einen Raum zu betreiben, Lehrende zu bezahlen und ein gutes Angebot aufrechtzuerhalten“, sagte Ulrich im Januar gegenüber dem Magazin Yogaworld.
Wie hoch die Auszahlungen von USC pro vermittelter Person an Studios sind, bleibt Geschäftsgeheimnis. In der Branche kursieren allerdings Schätzungen, wonach die Vergütung 50 bis 65 Prozent unter den Erlösen einer Direktbuchung liegt. Verifizieren lässt sich das nicht. USC verhandelt die Konditionen mit jedem Studio individuell, die Studios unterliegen vertraglichen Vertraulichkeitsverpflichtungen. „Das führt zu Intransparenz und teilweise ungerechten Situationen“, kritisierte Ulrich gegenüber der Yogaworld. „Vertraulichkeitsverpflichtungen verhindern, dass Payouts offen diskutiert werden, wodurch Studios eine schlechte Verhandlungsbasis haben und schneller in eine gewisse Abhängigkeit geraten.“ Auf taz-Anfrage erklärt ein Sprecher von Urban Sports Club: Dass Vertragskonditionen vertraulich behandelt werden, sei „branchenüblich und normales Geschäftsgebaren“.
Branchenkenner berichten, dass neue Studios oft andere Konditionen bekämen als etablierte. „Mein Eindruck ist, dass Größe in solchen Verhandlungen hilft“, sagt auch Moritz Ulrich. „Mehr Teilnehmende könnten eine bessere Verhandlungsposition bedeuten.“ Die Verträge anderer Studios kenne er natürlich nicht.
Intransparente Vertragskonditionen, Preisdruck und zwangsweise Abhängigkeit von der Plattform gehören zu den häufigsten Punkten der Kritik von Studiobetreiber*innen an Urban Sports Club. Das Dilemma: Wer Teil des Netzwerks ist, muss geringere Erlöse akzeptieren; wer auf die Plattform verzichtet, verliert Sichtbarkeit und Kundschaft. USC hat eine enorme Marktmacht, die Unternehmer*innen in eine Abhängigkeit zwingt. Für Moritz Ulrich steht aber auch fest: „Die Aggregatoren haben eine Daseinsberechtigung. Sie haben nur deshalb eine solche Marktmacht, weil viele Studios und Kund*innen in ihrem Angebot Vorteile gesehen haben.“
Gegründet wurde Urban Sports Club 2012 in Berlin von Moritz Kreppel und Benjamin Roth. Bis vor wenigen Jahren schrieb der Fitnessaggregator tiefrote Zahlen. Möglich war das durch große Risikokapitalgeber im Rücken, darunter Verdane, Partech, HV Capital und Rocket Internet. Grund für die Minusgeschäfte waren mitunter massive Investitionen in Expansion, aber auch die Coronapandemie. Urban Sports Club reagierte schnell und stellte alle Kurse auf online um. Die Klassen wurden live im Studio aufgenommen, und eine unbegrenzte Menge an Nutzer*innen konnte sich online dazuschalten.
Aggregatoren als Vermittler zwischen Unternehmen und Kund*innen gibt es in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Ob nun das Fitnessprogramm über Urban Sports Club gebucht wird, ein Hotelaufenthalt über booking.com, gebrauchte Bücher über Amazon Marketplace, Nachrichten bei Google News oder das Abendessen bei Lieferando – in der digitalisierten Wirtschaft sind Akquise und Vermittlung von Kund*innen immer häufiger an externe Dienstleister ausgegliedert.
Die Vorteile gerade für kleine Unternehmen liegen auf der Hand: Sie müssen sich nicht selbst um die Reichweite ihrer Webauftritte kümmern, haben weniger Last mit dem technischen Support und erreichen über die Plattform auch Kundschaft außerhalb ihrer Kreise.
Von Nachteil ist die stetig wachsende Marktmacht dieser Vermittler. Denn je größer der Aggregator wird, umso lauter diktiert er Preise und Spielregeln. Die einstigen Hilfsdienste prägen heute auch das Geschäft selbst – mit steigender Tendenz.
Im zweiten Coronajahr (2021) lag der Jahresfehlbetrag noch bei 33,8 Millionen Euro, danach ging es aufwärts. Von 2021 bis 2022 stieg der Umsatz um 100 Prozent. Inzwischen ist die Urban Sports Group profitabel, erwirtschaftet also aus eigener Kraft Gewinn. Im März 2025 wurde sie von der US-amerikanischen Wellbeingplattform Wellhub für 600 Millionen US-Dollar aufgekauft.
Wellhub richtet sich ausschließlich an Unternehmenskunden, Urban Sports Club vor allem an eine urbane, fitnessbewusste und elitäre Klientel. „Die Nutzer*innen sind junge, smarte, dynamische Leute, die eher mobil und auch beruflich ehrgeizig sind“, sagt Sportsoziologe Hans-Jürgen Schulke. Der Erfolg der Aggregatoren hänge stark mit einer höheren Arbeitsintensität zusammen, mit unregelmäßigeren Arbeitszeiten, häufigerem Wohnorts- und Arbeitsplatzwechsel und somit mangelnder Planbarkeit. Hinzu kommt ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein und die Tatsache, dass Sport zu einem Ausdruck von Zugehörigkeit und Lebensstil geworden ist. Pilatesstudios kooperieren mit Szeneunternehmen wie LAP Coffee, die wiederum eigene Laufgruppen für ihre „Community“ anbieten. Für die internationalen Fitnessrennen des Hamburger HIIT-Start-ups Hyrox – das ebenfalls über Aggregatoren angeboten wird – fliegen Menschen um die ganze Welt.
„Bereits vor dem Zusammenschluss mit Wellhub kamen über die Hälfte unserer Mitglieder über ihre Firmen“, erklärt ein USC-Sprecher der taz. Firmenfitness ist längst etablierter Bestandteil von Mitarbeiter*innenbenefits. Allein über Urban Sports Club bieten 11.000 Firmenkunden ihrem Personal die Mitgliedschaft an, darunter Regierungsbehörden, öffentliche Verwaltung und Polizeigewerkschaften. Die Kosten teilen sich Unternehmen und Mitarbeiter*in: Der Arbeitgeber zahlt eine monatliche Gebühr von 28 Euro und einen monatlichen Zuschuss pro Mitgliedschaft zwischen 20 Euro und 49,90 Euro. Den Restbetrag zwischen 0 und 69,90 Euro übernimmt der oder die Mitarbeiter*in.
USC verspricht mehrere Vorteile: erhöhte Produktivität und Mitarbeiter*innenzufriedenheit sowie reduzierte Fehlzeiten durch verbesserte Mitarbeiter*innengesundheit. Zudem können Personalverantwortliche über das Firmenportal die Mitgliedschaften des Personals im Auge behalten und Reportings herunterladen – während USC-Partnerstudios aus datenschutzrechtlichen Gründen keine Nutzer*innendaten erhalten. Besonders attraktiv ist das Modell aus steuerlicher Sicht. Die Firmenfitnessmitgliedschaft wird bewusst in einen Unternehmens- und einen Mitarbeiterbeitrag aufgeteilt, damit Arbeitgeber den Benefit innerhalb der Sachbezugsfreigrenze von 50 Euro pro Mitarbeiter*in steuerfrei anbieten können.
Fragwürdig wird es dort, wo die Grenzen zwischen privatem Fitnessangebot und öffentlicher Infrastruktur verschwimmen. Denn Urban Sports Club vermittelt nicht nur Zugang zu privaten Studios, sondern auch zu Einrichtungen, die mit öffentlichen Geldern betrieben werden, etwa den Berliner Bäder-Betrieben (BBB). Mehr als 50 Bäder stehen USC-Mitgliedern offen, vom Prinzenbad bis zum Strandbad Wannsee. Von den rund sechs Millionen Besucher*innen im Jahr 2025 kamen rund 200.000 über eine USC-Mitgliedschaft, teilte eine Sprecherin auf taz-Anfrage mit. Da Urban Sports Club für die Vermittlung einen Teil des Gewinns bekommt, fließen Investitionen in öffentliche Infrastruktur somit auch an ein Privatunternehmen.
Ida Koch, Yogalehrerin
Auf Nachfrage, warum USC-Mitglieder die häufig ohnehin ausgelasteten Berliner Bäder täglich nutzen können, während sie bei nahezu allen Partnerstudios an monatliche Besuchslimits gebunden sind, teilt eine Sprecherin mit: „Auf die Konditionen zwischen dem Urban Sports Club und seinen Mitgliedern haben die BBB keinen Einfluss.“
Für viele Studiobetreiber*innen liegt hierin ein Kernproblem. Sie kritisieren fehlende Mitspracherechte, schwer erreichbare Ansprechpartner*innen und Verhandlungen, die regelmäßig im Sande verliefen. Mit der taz sprechen wollen die meisten nicht, zu groß ist die Sorge vor Konsequenzen.
Für Ida Koch* steht fest: „Als Studioinhaber*in kann man kein großer Fan von Urban Sports Club sein. Aber es sind eben alle abhängig.“ Koch unterrichtet als selbstständige Yogalehrerin in fünf Berliner Studios. Eines liegt in einem Hinterhof in Kreuzberg. Hinter der unscheinbaren Altbautür öffnet sich ein großer lichtdurchfluteter Raum mit weißer Backsteinwand und weißem Boden. Stoffbahnen spannen sich vor den großen Fenstern, im Hintergrund läuft ruhige Musik. „Es ist schon empörend, dass die jeweiligen Studiokonditionen so intransparent sind“, sagt Koch – ist sich allerdings auch sicher: „Wenn die Zahlen öffentlich wären, wäre es viel empörender.“
Sie kritisiert: „Das Honorar ist superniedrig, weil Urban Sports Club den Studios extrem wenig zahlt.“ In den meisten Studios bekomme sie ein Grundhonorar von 30 Euro, für jede zusätzliche Person kämen 2 Euro hinzu. Viele Kosten würden nicht berücksichtigt: die Vorbereitung der Sequenz und die Musik, die Vor- und Nachbereitung des Studios sowie die Anfahrt. Besonders frustrierend sei: „Urban Sports Club zahlt dasselbe unabhängig von der Unterrichtsdauer.“ Für eine 90-minütige Yogastunde erhalte sie genauso viel wie für eine 60-minütige.
Aus Studiosicht sei besonders problematisch, dass Erstbesuche über Urban Sports Club nicht vergütet würden, so die 29-Jährige. Ein USC-Sprecher bestätigt das. Die Auswirkungen: Die Klassen werden krachend voll gemacht. Bei der Wild-Thing-Pose landet der Kopf schon mal in der Achselhöhle der Nachbarin, bei der Heuschrecke streicheln einem plötzlich fremde Füße den Kopf. Darunter leidet auch die Qualität. Überfüllte Klassen sowie limitierte Besuche verunmöglichen die für das Yoga zentrale Beziehung zwischen Lehrer*in und Schüler*in und die kontinuierliche Praxis.
Einige wenige wehren sich dagegen noch, so etwa Cathrine Caspari. Die Yogalehrerin betreibt ein kleines Kiez-Yogastudio mit zehn Plätzen in Moabit. Während viele USC-Partnerstudios wie durchgestylte Boutiquelofts aussehen, wirkt Casparis Studio unprätentiös. Auf dem Linoleumboden des kleinen Raums liegen ein paar blaue Yogamatten, in der Umkleide ein grüner Fusselteppich und Handtücher für Kund*innen. Mit Urban Sports Club kooperiert Caspari nicht. Der Grund: „Ich bin immer ausgelastet. Solange ich es mir leisten kann, unterrichte ich am liebsten Leute, die dabeibleiben und mit denen eine dauerhafte Bindung entsteht.“
Denn trotz aller flexiblen und hoch individualisierten Angebote bleibt für viele etwas anderes entscheidend: Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Das zeigt sich nicht zuletzt an den steigenden Mitgliederzahlen von Sportvereinen. „Die Aggregatoren sind relevante Player, die den Markt verändert haben“, sagt Sportsoziologe Schulke. „Das wird als Trend auch bleiben, aber Sport ist ein sehr diversifizierter Bereich, der in der Gesamttendenz zunimmt.“ Eine Kannibalisierung sei nicht zu erkennen.
In Deutschland haben fast zwölf Millionen Menschen eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio. Gleichzeitig steigt die Zahl derjenigen, die Personal Trainer engagieren. Volks- oder auch Firmenläufe schießen wie Pilze aus dem Boden, Sport unter freiem Himmel nimmt zu. In den Großstädten wurden in den letzten Jahren viele Bewegungsinseln in Parks installiert, wo Menschen Krafttraining mit ihrem Körpergewicht, sogenanntes Calisthenics, machen. „Um sieben Uhr morgens rennen die Leute in der Innenstadt herum. Das war vor 30 Jahren undenkbar“, sagt Schulke.
Um die Vereine macht sich der Sportsoziologe keine Sorgen: „Vereine sind eine außerordentlich stabile und flexible Organisationsform“, sagt er. „Die passen sich an.“ Viele hätten bereits eigene Fitnesstudios. Es seien eher die kleinen Studios, die unter den Aggregatoren litten. „Wenn sie nicht genügend Geld haben, um ins Bubble-Image zu passen, dann verschwinden sie von der Bildfläche.“
Für Ida Koch steht fest: „Urban Sports Club müsste viel teurer sein.“ Moritz Ulrich von Peace Yoga Berlin sieht das differenzierter: „Wir können auf finanzieller Ebene mit den Aggregatoren nicht konkurrieren.“ Man dürfe nicht in eine starre Antihaltung verfallen, sondern müsse akzeptieren, dass die Aggregatoren da sind – und überlegen, wie man mit den Vorteilen umgehen kann, den sie für Studios und Schüler*innen bieten.
Sein Wunsch: „Den Austausch offen zu halten und dass sich Aggregatoren und Studios an einen Tisch setzen.“ Auch das klang Anfang des Jahres noch kämpferischer: Studios wünschten sich „echte Partnerschaften mit den Aggregatoren, also die Möglichkeit, Konditionen wirklich verhandeln zu können und nicht ausgeliefert zu sein“, sagte er der Yogaworld. Und: „Preise für Kund*innen realistisch anzupassen, damit die Lehrer*innen angemessen bezahlt werden können.“
* Name von der Redaktion geändert
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