: AfD-Freunde säen Hass
toleranz Beleidigungen gegen Bürgerhaus nach der Absage fürden AfD-Parteitag
Die Hassmails im E-Mail-Eingang des Bürgerhauses Wilhelmsburg ebben nicht ab: „rotversiffte ungewaschene Antifaschisten“, „verdammte Linkswixer“, „euch soll der Teufel holen“ lauten die Botschaften. Grund ist die Weigerung des Bürgerhauses, der AfD Räume für deren Parteitag zur Verfügung zu stellen. „Die Wortwahl zeigt, welches Weltbild im Umfeld der AfD vorherrscht“, sagen Mitarbeiter des Bürgerhauses.
Seit Mittwoch ist die Welle des Hasses drastisch gestiegen. An dem Vormittag hatte das weit rechte Internetportal „Politically Incorrect“ (PI news) über eine von der AfD angemeldete Aktuelle Stunde der Bürgerschaft berichtet, in der die Weigerung des Bürgerhauses thematisiert wurde. PI news veröffentlichte auch die Kontaktdaten einer Bürgerhaus-Mitarbeiterin.
AfD-Fraktionschef Jörn Kruse bewertet die Verweigerung der Räume als ein „verheerendes Signal für die Meinungsfreiheit in unserer Demokratie“. Die Fraktion wies darauf hin, dass das Bürgerhauses jährlich mit fast 500.000 Euro vom Staat gefördert werde. In dem Haus, das vom Selbstverständnis her für alle Kulturen und Religionen offen ist, hat die AfD schon einmal einen Parteitag abgehalten.
„Wir zeigen in unserer Alltagsarbeit eine klare Kante gegen Rassismus“, sagen Mitarbeiter des Bürgerhauses. Mit der Kampagne wolle die AfD alle freien Träger, die Geld vom Staat bekommen, dazu zwingen, ihre Türen zu öffnen. „Auch wenn die AfD sich jetzt als Opfer geriert, darf uns das nicht dazu verleiten, eigene Grundpositionen aufzugeben“, bekräftigen die Mitarbeiter.Andreas Speit
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