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Änderung des StrafgesetzbuchsSchärfere Strafen für Bestechung

Bei den Maskenaffären gingen die Hauptakteure straffrei aus. Jetzt wurden die Regelungen zu Bestechung und Bestechlichkeit für Abgeordnete verschärft.

dpa | Die Bestechung und Bestechlichkeit von Abgeordneten wird künftig schärfer bestraft. So machen sich Abgeordnete strafbar, die ihre Stellung und das Prestige ihres Mandats nutzen, um gegen Bezahlung Einfluss zum Beispiel auf Ministerien auszuüben. Ihnen und ihren Auftraggebern droht nun eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Damit wird auch eine Konsequenz aus den Maskenaffären während der Corona-Pandemie gezogen.

Der Bundestag beschloss dazu am Donnerstagabend mit den Stimmen der Ampel-Fraktionen und der AfD, einen zusätzlichen Paragrafen 108f („unzulässige Interessenwahrnehmung“) ins Strafgesetzbuch aufzunehmen.

Dessen Regeln gelten auch für Abgeordnete in Landtagen und im Europaparlament sowie für Mitglieder der parlamentarischen Versammlung einer internationalen Organisation. Die CDU/CSU-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung, weil sie manche Formulierungen als zu unscharf ansah.

Das Strafgesetzbuch sah bislang nur Strafen vor, wenn Abgeordnete für ein bestimmtes Verhalten bei der Ausübung ihres Mandats Geld oder andere Vorteile kassierten, also etwa für eine Rede oder ein konkretes Abstimmverhalten im Bundestag. Nun wird die Strafbarkeit auf Fälle ausgeweitet, die nichts mit der eigentlichen Arbeit im Parlament zu tun haben.

SPD, Grüne und FDP reagierten mit ihrem Vorstoß vor allem auf die Maskenaffären früherer CSU-Abgeordneter. Diese hatten in der Frühphase der Corona-Pandemie dem Staat Maskengeschäfte vermittelt und dafür Millionenprovisionen kassiert. Gegen sie wurde später wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ermittelt. Sie konnten dafür nach der bisher geltenden Rechtslage aber nicht bestraft werden. Die Ampel-Parteien hatten daher in ihrem Koalitionsvertrag eine Rechtsverschärfung vereinbart.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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2 Kommentare

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  • Amigos Adieu?



    Ich sag mal: Nö❗



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    www.mansfeller-zei...r-Union-hat-System

  • Das Gesetz ist ein Witz. Das Ganze ist so löchrig wie ein Emmentaler und es ist absichtlich so!!



    Ich komme mir total Verars.. ht vor.



    ALLE Formen von Korruption müssen illegal sein, mit scharfen Gefängnis Zeiten, in echten Gefängnissen. Nicht Country Club wie Hoeneß und Konsorten. Alle diese Abgeordneten brechen ihren Dienst-Eid und richten monströß große Schäden an gegen die Allgemeinheit, für weniger ALS !!! 0,1% !!! des SCHADENS



    Merkels Atomausstieg wird uns mindestens



    4000 Milliarden EURO kosten. Dafür bekamen ca 140 Bundestagler Pöstchen in Energiefirmen.



    (geschätzt max eine Millionen pro Jahr für 10 Jahre?) Also zahlten die Atom-Stromer-Lobby



    38 Milliarden in den Entsorgungs Fond +



    1,5 Milliarden für Abgeordnete und schon sind sie für IMMER aus der Haftung!!



    Für EIN TAUSENDSTEL des Schadens!