Universität in Tübingen Empörender Name Gastkommentar von Hanna Veiler Die Tübinger Eberhard Karls Universität ist eine angesehene Hochschule – doch der Namensgeber war Antisemit. Die Umbenennung ist daher überfällig. 14.7.2022
Lehrergewerkschaft und die NS-Zeit Gründungsvorsitzender entthront Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) benennt ihre „Max-Traeger-Stiftung“ um. Der Namensgeber war Mitglied im NS-Lehrerbund. Von Christoph Schmidt-Lunau 28.6.2022
Urteil gegen KZ-Wachmann in Sachsenhausen Fünf Jahre Haft Der 101-jährige Angeklagte ist wegen Beihilfe zum Mord im KZ Sachsenhausen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Er bleibt zunächst auf freiem Fuß. Von Klaus Hillenbrand 28.6.2022
Magazin „Kicker“ im Nationalsozialismus Mitgeschossen, mitgemacht Eine Studie widmet sich dem Fußballblatt „Kicker“ im Nationalsozialismus. Sie zeigt, dass der Ballsport immer schon ein politisches Umfeld hatte. Von Martin Krauss 22.6.2022
Jewish Welcome Service Wien Versöhnung mit Wien Der Jewish Welcome Service ließ sich in Wien auch durch Attentate nicht aufhalten. Heute ist er eine wichtige Institution. Von Ralf Leonhard 31.5.2022
Kritik an Kaufhaus in Osnabrück Die Arisierung übergangen Das Kaufhaus L&T in Osnabrück wurde 1935 „arisiert“. Eine Gedenkskulptur gegen Antisemitismus will es jedoch nicht mitfinanzieren. Von Harff-Peter Schönherr 8.12.2021
Vergangenheit von Hertha BSC Berlin Die NS-Zeit vor Augen Hertha-Fans recherchieren die Geschichte des ermordeten Mitglieds Eljasz Kaszke. Der Klub steht vor der Frage: Wie viel Positionierung gegen Rechts darf es sein? Von Alina Schwermer 26.9.2018
Ex-Stasi-Knast Überwältigt statt informiert AfD-Werbung, Holocaust-Relativierung: Die Gedenkstätte Hohenschönhausen machte zuletzt negative Schlagzeilen. Aber das Problem geht noch tiefer. Von Jonathan Welker und Hendrik Wehling 27.7.2018
Kommentar Schwulenverfolgung Die Furcht ist noch da Kommentar von Jan Feddersen Die Rede des Bundespräsidenten zur Verfolgung Homosexueller während und nach der NS-Zeit ist richtig. Doch seine Aussagen greifen zu kurz. 3.6.2018
Geschichtszensur-Gesetz in Polen Erinnern mit Einschränkungen Polen und Israel streiten über ein geplantes polnisches Gesetz, das „Polens guten Ruf“ schützen soll. Es verbietet etwa, von „polnischen KZs“ zu sprechen. Von Gabriele Lesser 28.1.2018
Kommentar Geschichtszensur in Polen Ein Gesetz als Sackgasse Kommentar von Gabriele Lesser Polens Regierung will kritische Geschichtsaufarbeitung per Gesetz verhindern. Erfolg verspricht das nur auf kurze Sicht. 29.1.2018
Kommentar NS-Opfer in Tschechien Sehr eingeschränktes Erinnern Kommentar von Alexandra Mostyn Die Tschechen tun sich schwer mit dem Gedenken an die Nazi-Opfer. Als solche sehen sie sich selbst, es gab unter ihnen aber auch viele Kollaborateure. 3.8.2017
Kolonialismus-Aufarbeitung in Bremen „Greueltaten der Neger“ Der Historiker Horst Rössler hat das Staatsarchiv nach Spuren von direkten Verstrickungen hanseatischer Kaufleute in den Sklavenhandel durchsucht. Von Klaus Wolschner 3.1.2017
Berliner Aufarbeitung der Kolonialzeit Wem gehört die Beute? In Berlin eröffnet eine Kolonialismus-Ausstellung. Da stellt sich die Frage: Wie sieht es eigentlich mit der Aufarbeitung in der Hauptstadt aus? Von Robert Pausch 14.10.2016
Aufarbeitung Nachkriegszeit Gegen den Mythos der Stunde Null Erfolgsnarrativ infragegestellt: In Berlin tauschten sich Historiker über die Nazi-Präsenz in den Ministerien der Bundesrepublik nach 1945 aus. Von Ulrich Gutmair 28.4.2016
Aufarbeitung von Nazi-Verbrechen Weltweit Interesse für NS-Prozesse Aktuell gibt es zwölf Vorermittlungsverfahren, sagt Chefermittler Jens Rommel. Die Aufarbeitung habe auch Modellcharakter für Staaten wie Südkorea. 3.1.2016
Wanderausstellung: Zwangsarbeit in Deutschland Gesamteuropäische Erfahrung Historiker haben die Ausbeutung der Zwangsarbeiter des Zweiten Weltkriegs erstmals umfassend recherchiert. Die Wanderausstellung ist derzeit in Hamburg zu sehen. Von Petra Schellen 6.11.2015
Nachruf auf Holm Sundhaussen Die Zwischentöne Sarajevos Der Historiker Sundhaussen war prägend für die Debatten um Nationalismus und Chancen in Exjugoslawien. Auch vor Provokantem scheute er nicht zurück. Von Erich Rathfelder 25.2.2015
Interview zum Projekt „digitalpast“ Mit Twitter in den Kriegsalltag Charlotte Jahnz nutzt Tweets zur Geschichtsvermittlung. Sie erklärt, wie sie mit vier weiteren Historikern die letzten Kriegsmonate 1945 rekonstruiert. Interview von Laila Oudray 31.1.2015
Kommentar Geschichtsstreit im Kosovo Opfer zu Tätern gemacht Kommentar von Erich Rathfelder Selbst der Genozid in Srebrenica wird von Serben immer wieder angezweifelt. Das macht den interethnischen Dialog im Konsovo zunichte. 27.1.2015