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meine Kommentare
05.01.2026 , 12:40 Uhr
Den natürlichen Speichern Wald und Moore würde ich noch die Seegraswiesen hinzufügen www.sci-fakt.com/p...eegraswiesen-klima
Landnutzungskonflikte entstehen natürlich auch durch exorbitante Fleischproduktion z.B. in Südamerika, wo Regenwald abgeholzt wird, um Rinder zu züchten.
„Mit Abstand am wichtigsten ist es, die Emissionen zu senken“.
Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen.
zum Beitrag04.01.2026 , 14:40 Uhr
"Und vermutlich werden sie beide ebenso Schiffbruch erleiden. "
Klingt für mich nach Pfeifen im Wald. Zumindest was den Umgang mit Migration angeht, befindet sich die Rechte doch bereits auf dem Siegeszug. Die von Höcke geforderte "wohltemperierte Grausamkeit" wird bereits von den sogenannten Mitte-Parteien in ganz Europa angewandt.
zum Beitrag04.01.2026 , 14:19 Uhr
"Zumindest eines scheint dabei schon zu funktionieren: Der Fokus hat sich von Gaza abgewendet. Die Medienkarawane zieht weiter."
Genau so ist es. Leidtragende sind die Menschen in Gaza. Im Schatten des allgemeinen Desinteresses und unter dem Schutz von Trump betreibt Netanjahu weiterhin seine zynische Politik der Zerstörung aller Lebensgrundlagen in Gaza. Zeugen dieses Unrechts wurden zuerst diskreditiert und nun einfach ausgesperrt. Zuerst waren es die Journalisten, nun sind es die unabhängigen Hilfsorganisationen.
zum Beitrag04.01.2026 , 14:11 Uhr
"Die USA wollen die Kontrolle über die riesigen Ölreserven Venezuelas übernehmen, so erklärte es US-Präsident Donald Trump am Samstag." (ZDF)
Verstaatlichung von Ölquellen, da haben die USA noch nie Spaß verstanden. Man erinnere sich an den Sturz Mossadeghs 1953. Die Folgen sind bekannt.
zum Beitrag04.01.2026 , 14:01 Uhr
Bin gespannt, wie die Merz'sche und europäische Sprachregelung sein wird, wenn Trump Grönland besetzt. Werden Merz, von der Leyen etc. ihre "tiefe Besorgnis" zum Ausdruck bringen, Trump um "Zurückhaltung" bitten? Oder bedauernd feststellen, dass das Ganze eben "sehr komplex" sei und man sich deswegen mit einer Bewertung erstmal zurückhalte?
zum Beitrag04.01.2026 , 13:53 Uhr
ad 1: Oder ersetzen es durch ein anderes noch zu errichtendes Unrechtsregime/Marionettenregierung von Trumps Gnaden ad 2: Im Gegenteil. Trump hat durch diese eklatante Völkerrechtsverletzung Xi den Freibrief geliefert, sich Taiwan einzuverleiben. ad 3: s. ad 2. ad 4: Wie schön! Dann können wir ja weiterhin ungestört die Erde zerstören.
zum Beitrag04.01.2026 , 13:47 Uhr
"Michael Wolffsohn sagte: "Das Völkerrecht ist sehr effizient bei der internationalen Bekämpfung der Blattlaus.""
Was nur zeigt, wes Geistes Kind Herr Wolffsohn ist.
zum Beitrag04.01.2026 , 13:37 Uhr
Das war kein Angriffskrieg, das war eine militärische Spezialoperation. *Ironie aus* ...oder Strafexpedition in bester kolonialer Manier.
zum Beitrag04.01.2026 , 13:24 Uhr
Ihr Beitrag beweist nicht zum ersten Mal Ihr sehr instrumentelles Verhältnis zum Völkerrecht.
„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“ I.Kant
zum Beitrag02.01.2026 , 16:51 Uhr
Klimakrise? Gedöns! Menschenrechte? Gedöns! Arbeitnehmer*innenrechte? Auch Gedöns!
Die Reihe ließe sich fortsetzen. Darauf etwas pogendroblem (Danke @taz für die Rezension!): www.youtube.com/wa...9_D8kFoZs&index=12
zum Beitrag02.01.2026 , 16:30 Uhr
Wer jetzt überrascht ist, muss die letzten Jahre verschlafen haben. Merz und seine Regierung arbeiten wie angekündigt die Agenda der deutschen Wirtschaftsbosse ab. Und sollte er irgendwann abgewählt werden - was wahrscheinlich ist - wartet zum Dank sicher neben seiner Politiker-Pension noch das eine oder andere gut dotierte Aufsichtsrats- oder sonstiges Pöstchen auf ihn, wofür er außer zu kassieren nichts leisten muss. Als nächstes hat der BDA übrigens die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ins Visier genommen. Mal sehen, was noch so kommt...
zum Beitrag02.01.2026 , 16:16 Uhr
Die Masche ist wohl eher eine Laufmasche - braucht keine Frau
zum Beitrag02.01.2026 , 16:05 Uhr
"Survival of the fittest" wird gerne missverstanden als Überleben des Stärksten. Das ist aber nicht korrekt. Richtig ist: Überleben des am besten an die Umstände Angepassten, was etwas völlig anderes ist. Zudem weiß man inzwischen, dass Kooperation uns sehr viel weiterbringen kann als Konfrontation/Konkurrenz. Und last but not least ist mir die Argumentation "Wir sind halt auch nur Tiere und also unseren Instinkten unterworfen" ein bisschen sehr bequem, mal ganz abgesehen davon, dass auch Tiere sehr oft kooperieren.
zum Beitrag02.01.2026 , 13:45 Uhr
"Zur Zeit erleben wir ja, dass sich das "Wir werden sie jagen" von Ex-cDU Gauland als Erfolgsmodell des Rechtsrucks erweist."
Genau. Die CDSU jagt der AfD hinterher, ohne sie jemals einzuholen. Hase-und-Igel-Syndrom - die AfD ist immer schon da :-/
zum Beitrag02.01.2026 , 13:34 Uhr
Entweder Sie haben den Text nicht gelesen, oder Ihr Verständnis dessen, was demokratisch ist gleicht dem eines Viktor Orbán. Genannt sei emblematisch hier nur der Einfluss auf die Justiz und die Geheimdienste.
zum Beitrag02.01.2026 , 13:25 Uhr
Nein. Die "wehrhafte Demokratie" darf eben nur keine bloße Behauptung sein, sondern muss sich wehren, und zwar ehe es zu spät ist.
media.ccc.de/v/39c3-pruf
zum Beitrag02.01.2026 , 13:20 Uhr
"Wenn Sie in Umfragen Personen danach fragen, wie sich die Kriminalität entwickelt, ob es sicherer oder unsicherer in Deutschland geworden ist, da sagt der weitaus größte Teil in den letzten Jahren, es ist unsicherer geworden. Das widerspricht der Beobachtung, dass die registrierte Kriminalität, also das, was sich in der Polizeilichen Kriminalstatistik abbildet, was der Polizei gemeldet wird, seit Jahrzehnten rückläufig ist. Wir wissen, dass Kriminalitätsfurcht beispielsweise mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit zusammenhängt. Also Menschen, die höhere Kriminalitätsfurcht haben, werten auch Fremdgruppen schneller ab. Das kann Fremdenfeindlichkeit sein, das können auch andere Formen von Feindseligkeiten gegen Homosexuelle oder andere gesellschaftliche Minderheiten oder marginalisierte Gruppen sein."
Prof. Dr. Frank Asbrock, Professor an der TU Chemnitz und Direktor des Zentrums für Kriminologische Forschung Sachsen.
zum Beitrag02.01.2026 , 13:08 Uhr
"Und bei den anderen beiden Sorgen muss man schon aufpassen, wie/ob man sie überhaupt erwähnt, wenn man nicht gerade auf politischen Selbstmord aus ist."
Was für ein Unsinn! Der Zeitgeist weht so rechts, dass sogar in einer Zeitung wie der taz die Kommentarspalten von Kommentaren wie dem Ihren regelrecht geflutet werden. CDSU und SPD und selbst Teile der Grünen hängen sich an die Erzählung von der ach so gefährlichen Massenmigration und der hohen Kriminalitätsrate, um die "besorgten Bürger abzuholen". Und ein nicht unerheblicher Teil der Wähler*innen glaubt den Mist auch noch.
zum Beitrag02.01.2026 , 12:58 Uhr
Was mir bei all dem nicht klar ist: Warum wird immer als gegeben vorausgesetzt, dass all die Unzufriedenen fast zwangsläufig zur AfD wechseln, als sei das ein Naturgesetz? Woher kommt der Wunsch, nach unten zu treten (denn das allein bedeutet das Programm der AfD) als Lösung aller Probleme? Wer über einen Rest eines moralischen Kompasses verfügt, *kann* diese Partei nicht wählen.
zum Beitrag02.01.2026 , 12:53 Uhr
"Wer die AfD kleiner haben will, muss ihre Wähler überzeugen."
Mein Eindruck ist, dass Sie letztendlich von der Linken und den Grünen fordern, ihre Standpunkte aufzugeben, nur um die AfD-Wähler*innen zu "überzeugen". Mal abgesehen davon, dass das politischer Selbstmord wäre, wäre es auch umsonst, da es den AfD-Anhänger*innen schon lange nicht mehr um Inhalte und Tatsachen geht, sondern um Bestätigung ihrer Ressentiments.
zum Beitrag01.01.2026 , 12:14 Uhr
Es gibt genug Beispiele die zeigen, dass große (oder mittelgroße) Kunst nicht zwingend mit persönlicher Integrität oder gutem Charakter einhergeht.
zum Beitrag01.01.2026 , 12:10 Uhr
Nein, sollten wir nicht. Wenn eine rechtsextreme, antidemokratische Partei die Gelegenheit bekommt, mit demokratischen Mitteln die Demokratie abzuschaffen, sollte das ein Grund zur Beunruhigung sein. Mit etwas Geschichtsbewusstsein wüssten Sie das.
"Wir gehen in den Reichstag hinein, um uns im Waffenarsenal der Demokratie mit deren eigenen Waffen zu versorgen. Wir werden Reichstagsabgeordnete, um die Weimarer Gesinnung mit ihrer eigenen Unterstützung lahmzulegen. Wenn die Demokratie so dumm ist, uns für diesen Bärendienst Freifahrkarten und Diäten zu geben, so ist das ihre eigene Sache." Joseph Goebbels
zum Beitrag31.12.2025 , 12:25 Uhr
Wenn ich verschiedene Kommentare hier lese, so ist mein Eindruck, dass wir es mit einer klassischen Projektion im Sinne Freuds zu tun haben.
Wenn es um Sexismus weißer Männer geht, so ist der Tenor der hier (männlichen?) Kommentierenden meist: "Ich bin nicht so, und keiner meiner Freunde ist so." Wie erleichternd und entlastend muss es sein, wenn man stattdessen den Täter im kulturell anderen, fremden, nicht-weißen Mann ausmachen kann. Wie es in den Köpfen mancher weißer Männer aussieht, kann man exemplarisch hier nachlesen: taz.de/Bundeswehrs...bruecken/!6141859/
Aber das sind dann immer nur Einzelfälle, gelle?
zum Beitrag30.12.2025 , 13:16 Uhr
Ausnahmsweise bin ich mal Ihrer Meinung. Nur ziehen wir verschiedene Schlüsse daraus, fürchte ich.
zum Beitrag30.12.2025 , 12:26 Uhr
Danke an die taz für den offenen Umgang mit den Konflikten auch innerhalb des Kollegiums. Ich weiß die Vielfältigkeit der Perspektiven sehr zu schätzen, auch wenn ich beim Lesen des ein oder anderen Artikels am liebsten vor Wut in die Tischkante gebissen hätte oder einen emotionalen Kommentar hier hinterlassen habe (auch wenn ich mich stets bemühe, sachlich zu bleiben, gelingt mir das nicht immer). Mit manchem bin ich nicht einverstanden, versuche aber zu verstehen, wie jemand zu einem anderen Schluss kommt als ich selbst. Wir alle neigen dazu, Tatsachen, die uns nicht in den Kram passen auszublenden, wenn sie unser Weltbild stören. Auch deshalb ist es so wichtig, die Perspektive des Anderen zumindest zu ertragen.
zum Beitrag29.12.2025 , 16:58 Uhr
Aus Hannah Arendts Aufsatz "Wahrheit und Politik":
"Alle diese Lügen, auch wenn ihre Urheber sich dessen nicht bewußt sind, sind potentiell gewaltsam; jedes organisierte Lügen tendiert dahin, das zu zerstören, was es zu negieren beschlossen hat."
Mit Folgen, die wir bereits jetzt beobachten können:
"Man hat oft bemerkt, daß das sicherste Ergebnis der sogenannten Gehirnwäsche nicht eine veränderte Gesinnung, sondern jener Zynismus ist, der sich weigert, irgend etwas als wahr anzuerkennen. Wo Tatsachen konsequent durch Lügen und Totalfiktionen ersetzt werden, stellt sich heraus, daß es einen Ersatz für die Wahrheit nicht gibt. Denn das Resultat ist keineswegs, daß die Lüge nun als wahr akzeptiert und die Wahrheit als Lüge diffamiert wird, sondern daß der menschliche Orientierungssinn im Bereich des Wirklichen, der ohne die Unterscheidung von Wahrheit und Unwahrheit nicht funktionieren kann, vernichtet wird.
gellhardt.de/arend...heit_u_Politik.pdf
zum Beitrag28.12.2025 , 19:36 Uhr
Und am Ende will es wieder keine*r gewesen sein, der/die die AfD gewählt hat. Alles nur verführte Unschuldslämmer. Das Muster ist bekannt.
zum Beitrag27.12.2025 , 16:44 Uhr
Die wahren Probleme sind m.E. andere als die von Ihnen benannten. Flüchtlingsbewegungen sind die Folge von Klimawandel, Armut und Krieg. Solange diese Ursachen ignoriert oder sogar gefördert werden, wird die Welt nicht besser werden. Mein Dank geht an die taz, diese wirklich großen Probleme immer wieder zu benennen.
zum Beitrag27.12.2025 , 16:30 Uhr
Wenn jemand urbane Elite ist, dann wohl doch auch Frau Zeh.
zum Beitrag27.12.2025 , 14:37 Uhr
Mein Eindruck ist: Je mieser die Zeiten und je ärmer die Leute, umso mehr Böller.
zum Beitrag22.12.2025 , 11:34 Uhr
Der Text macht mich traurig. In Gesprächen mit Geflüchteten höre ich immer wieder, wie schwer es ist, trotz guter Integration Kontakte zu Deutschen, die über den Arbeitsalltag hinausgehen zu pflegen, von Freundschaften ganz zu schweigen. Es ist, als ob da eine unsichtbare Mauer wäre. Umso wichtiger werden die Familien und die syrische, türkische etc. Community. Man trifft sich wie in den Herkunftsländern üblich, in der Öffentlichkeit, was wiederum vielen Deutschen übel aufstößt, ich sage nur: Stadtbilddebatte. Was hierzulande fehlt, ist echte Herzenswärme und Neugier für Jene, die da kommen und uns oft sehr viel zu geben haben.
zum Beitrag19.12.2025 , 10:58 Uhr
"Zu viel Verrechtlichung führt letztlich zu Unmoral,"
Den Satz muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Es gibt also ein Zuviel an Recht? Ich verkürze mal auf die Essenz Ihrer Aussage: Recht gebiert Unrecht. Das hat schon Orwell'sche Qualität, Chapeau!
zum Beitrag19.12.2025 , 09:17 Uhr
"Alles spricht also für klassische Wirtschaftsflüchtlinge."
Wie kommen Sie darauf? Ich kann das dem Artikel nicht entnehmen.
„Wir haben uns integriert, aber am Ende hat es nicht gereicht.“ sagt Nihat
Sehen wir der Tatsache ins Auge, dass es manchen eben nie reichen wird. Warum? Das mögen jene Leute sich selbst fragen.
zum Beitrag19.12.2025 , 08:28 Uhr
Auch durch Wiederholung wird's nicht besser.
Ganz nebenbei: Ich halte Ihr rassistisches Profilbild für eine bewusst gesetzte Provokation.
zum Beitrag18.12.2025 , 13:09 Uhr
Wenn ich so manche Kommentare hier und an anderer Stelle lese, fällt mir Hannah Arendt ein:
"Der Tod der menschlichen Empathie ist eines der frühsten und deutlichsten Zeichen dafür, dass eine Kultur gerade in die Barbarei verfällt."
zum Beitrag18.12.2025 , 12:30 Uhr
Ich bin wirklich neugierig, woher Sie dieses Insiderwissen haben. Oder doch nur alles Verschwörungsgeraune?
Vielleicht ist es auch nur so, dass manche der EU-Staaten ein weniger taktisches Verhältnis zum Völkerrecht haben als Herr Merz?
zum Beitrag18.12.2025 , 12:18 Uhr
und @Fairchild670
Hilft halt schon, einen Artikel komplett zu lesen.
"taz: Warum haben Sie sich im Juni aus dem Lehrberuf zurückgezogen?"
Lehrerin ist sie natürlich weiterhin, wenn auch derzeit nicht praktizierend.
zum Beitrag18.12.2025 , 12:14 Uhr
Vielleicht sollte man sich mal das (familiäre) Umfeld der Jugendlichen und jungen Erwachsenen näher ansehen. Es ist höchst unwahrscheinlich, dass deren rechtsradikale Ideen auf ihrem eigenen Mist gewachsen sind. Es ist anzunehmen, dass der Nährboden dafür schon vorhanden war. Das würde auch erklären, warum niemand im Dorf etwas bemerkt hat, beziehungsweise alle die Klappe gehalten haben.
zum Beitrag17.12.2025 , 19:06 Uhr
Dem entnehme ich, dass Sie in der DDR zur Schule gingen, also in einem nicht demokratischen Staat. Es geht hier nicht um staatliche Indoktrination, sondern um das, was wir hoffentlich als unsere im GG definierten demokratischen Werte ansehen, z.B. Menschenwürde, Gleichheit etc.
zum Beitrag17.12.2025 , 19:01 Uhr
Worauf im Artikel auch hingewiesen wird.
zum Beitrag17.12.2025 , 18:58 Uhr
Und wer entscheidet, wo die Grenze zwischen dem Beutelsbacher Konsens verpflichtendem Engagement und Ihrer Meinung nach nicht legitimem Aktivismus liegt?
"Eine Lehrkraft, die sich zu Aussagen hinreißen lässt,„Ihr Muslime seid nur zu faul.“ sollte damit natürlich nicht einfach so durchkommen, wobei hier natürlich der Kontext entscheidend ist."
Zumindest sind Sie wie man aus dieser Bemerkung entnehmen kann sehr flexibel, was Rassismus angeht: Kommt halt auf den Kontext an, stimmt's?
zum Beitrag13.12.2025 , 13:04 Uhr
Das "sogenannte" hätten Sie zur besseren Verständlichkeit in Anführungszeichen setzen sollen.
zum Beitrag13.12.2025 , 12:10 Uhr
"Der Islam kritisiert Weihnachten als kolonialistische Veranstaltung. Mit einer hanebüchenen Argumentationskonstruktion."
Nun lassen Sie mal die Kirche im Dorf ;-) "Der Islam" kritisiert hier gar nichts, sondern eine (!) muslimische Theologin und ein christlicher Theologiestudent betrachten die Weihnachtserzählung aus dekolonialer Sicht. Die im Artikel als Beispiel aufgeführten Thesen halte ich für gewagt (Zum Beispiel kann ich mir nicht vorstellen, dass eine der drei großen monotheistischen Religionen, die allesamt aus einer nomadischen (= Hirten-) Kultur heraus entstanden sind, Hirten als minderwertig ansieht. Auch die Übersetzung von "Magoi" in Gaukler oder Scharlatane ist nach meiner eben erfolgten Recherche falsch. Und ob das Kind jetzt unter einer Palme oder in einem Stall oder einer Höhle das Licht der Welt erblickte? So what! Nur drüber aufregen mag ich mich nicht. Kann man alles diskutieren, wenn man denn überhaupt die Weihnachtsgeschichte als historisch belegt akzeptiert.
zum Beitrag13.12.2025 , 11:55 Uhr
Ganz gleich, wie man zu der Veranstaltung und den dort vertretenen Thesen steht, kann man konstatieren, dass die WELT dankbar über das ihr hingehaltene Stöckchen springt. So weit, so erwartbar. Schlimm daran ist, dass auch hier im Forum so viele allzu gerne mitspringen. Leute, es bedeutet weder die Islamisierung noch den Untergang des Abendlandes, wenn in einer Berliner Kirchengemeinde eine kolonialismuskritische Ausstellung zu Weihnachten stattfindet! Muss man nicht toll finden, kann man aber aushalten und die Thesen gerne auch sachlich diskutieren.
zum Beitrag11.12.2025 , 16:24 Uhr
Wenn man die Kurzbeschreibung von Weimers Buch auf der Webseite des Bonifatius-Verlags liest, kommt einem das kalte Grausen. "Das 20. Jahrhundert war – religiös betrachtet – eines der gottlosesten der Menschheitsgeschichte. Politisch gesehen wurde es auch deswegen zur humanitären Katastrophe. Doch die Zeiten ändern sich und Gott kehrt mit Macht zurück.
- Weshalb die Trennung von Politik und Religion weltweit zusammenbricht - Wie sich unsere Gesellschaft dadurch verändern und verbessern wird - Warum das 21. Jahrhundert ein Zeitalter der Religion wird"
Träumt der Mann etwa von einem Gottesstaat? Könnte man fast als verfassungsfeindlich ansehen.
zum Beitrag11.12.2025 , 15:45 Uhr
Im Falle Sophies von der Tann handelt es sich aber nicht um eine Kampagne wie die des Stern damals (Die Frauen klagten sich selbst an), sondern um eine Diffamierungs-Kampagne wie sie im Buche steht, wie Reporter ohne Grenzen festgestellt hat:
www.reporter-ohne-...n-sich-solidarisch
zum Beitrag11.12.2025 , 15:32 Uhr
Die Verwirrtheit des Autors ist reine Rhetorik, denn eigentlich weiß er ja ganz genau, was richtig und was falsch ist oder zumindest, was er dafür hält, und er wird nicht müde, es uns seit es diese Kolumne gibt, immer wieder auf's Neue und in stets nur minimal abgewandelter Form zu erklären. Was mich daran so stört? Dass er außer dem Dauer-Lob der Kompromissfähigkeit eines Robert Habeck (leider krachend gescheitert) und der maximalen Flexibilität eines Winfried Kretschmann, dem das Hemd (Baden-Württembergs Autoindustrie) allemal näher ist als die Hose (das Klima) - nichts anzubieten hat. Der Kaiser ist nackt.
zum Beitrag11.12.2025 , 14:44 Uhr
Danke! Sehr schön auf den Punkt gebracht.
zum Beitrag10.12.2025 , 12:01 Uhr
Das Problem sind die großen, den Markt dominierenden Player. Dezentralisierung wäre m.E. die Antwort. Vielleicht sollte man den Kindern und Jugendlichen in der Schule beibringen, wie man sich sein eigenes soziales Netzwerk aufbaut? In Abwandlung des Che Guevaras-Spruchs hieße das: "Schafft zwei, drei viele Communities!" Technische und soziale Kompetenz würden nebenbei gleich mit eingübt.
zum Beitrag10.12.2025 , 11:49 Uhr
"Extrem rechts - was soll das sein? Das ist ein willkürlicher Wert, kein Messwert."
Zitat Mitte-Studie 2024/25:
Danach handelt es sich bei Rechtsextremismus um »ein Einstellungsmuster, dessen verbindendes Kennzeichen Ungleichwertigkeitsvorstellungen darstellen. Diese äußern sich im politischen Bereich in der Affinität zu diktatorischen Regierungsformen, chauvinistischen Einstellungen und einer Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Im sozialen Bereich sind sie gekennzeichnet durch anti- semitische, fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Einstellungen« (Decker/Brähler/Geißler 2006, S. 20). Zentral sind also Ungleichwertigkeitsvorstellungen, die sich mit Blick auf das politische System und das soziale Zusammenleben ausdifferenzieren."
Überhaupt kann ich Ihnen die Studie nur ans Herz legen. Sie wird sicher einige Ihrer Fragen beantworten. Sie ist frei zugänglich: www.fes.de/mitte-studie#c445981
zum Beitrag10.12.2025 , 11:26 Uhr
Warum nur fällt mir gerade jetzt Wolfgang Weimer ein?
„Sie [Weihnachtsmärkte] schaffen Bewusstsein für eine heilige Zeit. Sie schaffen Türen in eine andere Welt und weiten den Horizont unseres Seins.“
Nein, Brauchtumspflege nach völkischer Art meinte er sicherlich nicht, das zu unterstellen wäre bösartig. Zumal die Nazis es ja nicht so haben mit dem Christentum. Schnittmengen gibt es trotzdem in der rechtskonservativen Weltsicht, für die die Moderne von Übel, Diversität ein Zeichen des Kulturverfalls und der Untergang des (christlichen) Abendlandes nah ist.
zum Beitrag10.12.2025 , 11:15 Uhr
Da führen Sie ja zwei wirklich sachliche und vor allem unvoreingenommene Beobachterinnen des Nahost-Konfliktes an, um zu beweisen, dass die Vorwürfe gegen Sophie von der Thann begründet und keine Kampagne seien. Auch Mena-Watch ist ja für seine Objektivität bekannt. So wurde dort gerade in einem denkwürdigen Artikel sehr ausgewogen über Pläne der Netanjahu-Regierung zur Wiedereinführung der Todesstrafe in Israel nachgedacht.
zum Beitrag09.12.2025 , 15:16 Uhr
Flüchtlingskonvention natürlich
zum Beitrag09.12.2025 , 10:59 Uhr
"Bislang ist es für Merz - leider - aufgegangen."
Sehe ich eher nicht so. Seine Beliebtheitswerte sind im Keller, die Zustimmung zur AfD steigt. Er strampelt sich zwar ab, um die AfD einzuholen, aber es hilft nix, die Leute wollen das Original. Dass Teile der CDSU einer Zusammenarbeit oder sogar einer Koalition mit der AfD nicht abgeneigt gegenüber stehen, halte ich durchaus für möglich, auch wenn es kaum zu beweisen ist. Erinnert ein wenig an die FDP in der Ampel, die fleißig am Versagen derselben gestrickt hat. Was die Einstellung gegenüber der Migration angeht, hat die CDSU schon immer ein Problem damit gehabt ("Das Boot ist voll, Kinder statt Inder, Mutter aller Probleme" etc.). "Wer Krankenhäuser... haben will, der sollte Integration betreiben" Vorsicht, Sackgasse! Das Nützlichkeitsargument ist zwar verführerisch, aber im Ergebnis erweist es der Sache einen Bärendienst, siehe das Interview mit Helge Schwiertz taz.de/Soziologe-u...34994&s=migration/
zum Beitrag09.12.2025 , 10:45 Uhr
Das GG wurde bereits in den Neunzigerjahren ausgehöhlt, als man Art. 16 Abs. 2 Satz 2 GG („Politisch Verfolgte genießen Asylrecht“ in den Art 16a überführte, was zu einem massiven Rückgang der Anerkennungsquote nach Art. 16a führte. Die meisten Geflüchteten werden heute nach der Einordnung als Flüchtling nach der Genfer Flüchtlingskommission anerkannt. Mehr dazu gerne hier: www.bpb.de/shop/ze...recht-unter-druck/
zum Beitrag09.12.2025 , 10:28 Uhr
Kapitalerträge bis 1.000 Euro pro Jahr und Person sind steuerfrei. Sie wollen "Otto Kleinanleger und Privatvermieter" schützen, aber die müssten wahrscheinlich gar nicht zahlen. Keine Ahnung, wie viel man so auf der hohen Kante haben muss, um den Freibetrag von 1000 €/Jahr zu überschreiten. In diesen Regionen bewegt sich mein persönliches Einkommen aus Aktien, Vermietungen und Zinsen (ha ha!) nicht. Es scheint ein Reflex zu sein: Sobald von Steuererhöhungen die Rede ist, bekommen die Leute Angst um Oma ihr klein' Häuschen. Dabei sind sie in den meisten Fällen gar nicht gemeint. Diese Angst zu schüren nützt aber genau jenen, die wirklich zahlen müssten, weil sie genug haben. Von daher gehe ich mit Ihnen d'accord, dass man die zahlreichen Steuerschlupflöcher schließen sollte.
zum Beitrag09.12.2025 , 10:01 Uhr
"... strafrechtlich relevanten Beleidigungen und physisch bedrohlichem Verhalten..."
Wenn die Beleidigungen wirklich strafrechtlich relevant waren, kann er klagen. Was ich gehört habe, waren Äußerungen von Demonstrierenden auf Fußballstadion-Niveau, etwa "Geht nachhause! Tschühüss!" und "Nazis raus!" Man muss das nicht gut finden (tue ich nicht), aber strafrechtlich relevant? Das geben die Videos im Netz nicht her.
zum Beitrag08.12.2025 , 15:31 Uhr
Die Frage ist doch, wie die Medien in ihrer Darstellung der Demonstration die Dinge gewichten? Das trägt ja nun nicht unerheblich zur Wahrnehmung durch die Medienkonsumierenden aka Normalos bei. Wenn also die konservative Presse trotz 25 000 friedlich demonstrierender Menschen vor allem über oder aus Sicht eines von einer überschaubaren Anzahl Demonstrierender beleidigten oder bedrängten Journalisten schreibt und somit das Narrativ einer gewalttätigen linken Demonstration befeuert, beeinflusst sie damit gezielt die Meinungsbildung. Und da, wie @Sam Spade weiter oben schrieb, die kritische Prüfung des Gelesenen inzwischen eine eher aussterbende Kunst ist, biegen sich die Leute mit tatkräftiger Unterstützung ebenjener Presse ein Hufeisen zurecht.
zum Beitrag08.12.2025 , 15:09 Uhr
›Sprache ist eine Waffe. Halte sie scharf.‹, schrieb Kurt Tucholsky. In seinem Fall war sie ein elegant geführtes Florett, im Fall der Springer-Presse reicht es leider allzu oft nur für einen Vorschlaghammer. Und Sprache hat Folgen in der Realität. Das wollte ich mit den obigen Beispielen deutlich machen.
Wenn das BVerfG 1961 vom ›Wettbewerb der frei geäußerten Meinungen‹ sprach, würde ich ihm entgegenhalten, ob es nicht besser wäre, man tausche Argumente aus anstelle von Meinungen? Vielleicht käme das Gericht zudem 64 Jahre später im Zeitalter von Fake-News und völlig aus dem Ruder gelaufener Berichterstattung auf allen Kanälen zu einer anderen Bewertung?
Zum immer wieder gerne angeführten ›mündigen Bürger‹ haben Sie selbst ja schon alles gesagt.
zum Beitrag08.12.2025 , 10:59 Uhr
BILD-Schlagzeilen vom Tag:
»Antifa will „Stadt Gießen zum Brennen bringen“« »Hessen-Innenminister warnt vor Gewalt« »Messe Gießen in Angst vor Anti-AfD-Krawallen« »Wasserwerfer! Politiker verprügelt! - Chaoten versuchen, Halle zu stürmen« »So sieht in Deutschland eine „friedliche“ Demo aus« usw...
Das Misstrauen der Linken gegenüber Springer hat seine (guten) Gründe. Ältere hier im Forum erinnern sich vielleicht noch an die BILD-Schlagzeilen 1967/68. Am Ende wurde Benno Ohnesorg erschossen und ein Attentat auf Rudi Dutschke verübt, dessen Folgen er Jahre später erlag. Stimmung machen ist bis heute das Geschäft der Springer-Presse.
zum Beitrag08.12.2025 , 10:04 Uhr
"dort ist der Krieg aus"
Dass Assad nicht mehr an der Macht ist, bedeutet nicht, dass in Syrien sichere und menschenwürdige Verhältnisse herrschen. Gerne zu Ihrer Kenntnisnahme: taz.de/Abschiebung...!6135951&s=syrien/
"Warum Rückführungen in einen anderen demokratischen Staat, der für das Asylverfahren zuständig ist, nicht rechtens sind, mag mir hier gern jemand erklären."
Im Fall der syrischen Geflüchteten machte Deutschland überwiegend von seinem Selbsteintrittsrecht Gebrauch. Was das bedeutet, können Sie nachlesen.
zum Beitrag07.12.2025 , 19:44 Uhr
Der ESC war und ist eine Feier des Nationalismus, und nach meinem Eindruck vergibt das geneigte Publikum seine Punkte nach Sympathie/nationaler Präferenz und weniger nach musikalischem Geschmack. Außerdem frage ich mich schon lange, was das "E" in ESC bedeuten soll. Europäisch ist dieser Song-Contest schon lange nicht mehr.
zum Beitrag07.12.2025 , 19:13 Uhr
Sollte Präsident Herzog dem Gesuch Netanjahus stattgeben, so würde Israel damit endgültig auf den Status einer Bananenrepublik herabsinken. Bis jetzt konnte das von einer zumindest in Teilen wachen Zivilgesellschaft verhindert werden. Wie lange noch ist die Frage, denn die Gesellschaft ist wie auch andernorts zutiefst gespalten, und die autoritäre Versuchung scheint sehr attraktiv zu sein. Was das für die letzte Hoffnung auf einen wie auch immer gearteten Friedensprozess bedeutet, mag man sich nicht ausmalen.
zum Beitrag05.12.2025 , 15:46 Uhr
Wenn das Wahlvolk oder zumindest jene, die die AfD wählen, erst dann zur CDSU zurückwechseln, wenn die AfD-Politik betreibt, dann Gute Nacht, Deutschland!
zum Beitrag05.12.2025 , 15:43 Uhr
Genau davon träumt nicht nur der rechte Flügel der CDU: Man müsse nur "abschieben, abschieben, abschieben!", dann würde es schon was mit den Umfragen. Werch ein Illtum! (Jandl)
Ergebnisse Umfragen: 09.01.2025: CDU/CSU 31%, AfD 20%
29.01.2025: CDU/CSU und AfD stimmen gemeinsam in der Migrationsfrage ab. Seitdem geht's bergauf - mit der AfD:
13.02.2025: CDU/CSU 32%, AfD 21% 03.04.2025: CDU/CSU 26%, AfD 24% 02.10.2025: CDU/CSU 26%, AfD 26%
Quelle: Statista
zum Beitrag05.12.2025 , 15:22 Uhr
Die Diffamierung liegt für mich darin, dass die Union oder Teile davon versuchen, dem ZPS unlautere Motive zu unterstellen indem sie die Aktion als "unaufrichtig", "respektlos", als "politischen Missbrauch" und "Instrumentalisierung" framed.
Etwas mehr Selbstreflexion wäre der CDU anzuraten, und genau das ist das Ziel der Aktion.
zum Beitrag04.12.2025 , 11:09 Uhr
Natürlich ist es eine gewollte Provokation (der CDU, die das Denkmal bis 2027 ertragen muss), aber eben auch eine Anregung zu eigenständigem Denken für das vorbeiflanierende oder auch mal stehenbleibende und lesende Publikum. Aber was ist Kunst, die nicht provoziert? Dekoration.
zum Beitrag04.12.2025 , 11:05 Uhr
Pardon, aber diesen gedanklichen Salto kann ich einfach nicht nachvollziehen. Die CDU soll also, indem sie den potentiell oder aktiv AfD-Wählenden in den Allerwertesten kriecht, indem sie AfD-Positionen übernimmt, diese Leute zurückgewinnen? Damit schafft sie sich selbst ab. Sie wissen doch: Das Wahlvolk bevorzugt im Zweifel immer das Original. Die Zahlen beweisen es.
zum Beitrag04.12.2025 , 10:28 Uhr
Man kann natürlich sagen, was interessiert uns das Geschwätz von Ron Prosor oder die vorhersehbaren Statements eines Sprechers der Armee einer Kriegspartei? Sie machen nur ihren Job. Aber der Versuch, gezielt einzelne Journalist*innen zu delegitimieren ist ein Angriff auf die Pressefreiheit, der nicht hingenommen werden sollte. Zum Thema lohnt es sich, diesen Artikel bei Übermedien zu lesen: uebermedien.de/109344/der-undiplomat/
zum Beitrag04.12.2025 , 10:01 Uhr
Schapiras Artikel in der FAZ bringt für mich nichts Neues, da ich ja gerade ihren Vortrag zum Thema gehört habe.
Für mich ist die Pluralität der journalistischen Perspektiven unerlässlich, um mir ein Bild zu machen. Ob die Schlüsse, die ich aus der Vielzahl dieser Perspektiven ziehe, nun „richtig“ sind? Es sind meine persönlichen, können also nicht als allgemeingültig gelten. Man sollte immer vorsichtig damit sein, eine „Wahrheit“ für sich zu beanspruchen. Wir als Konsumenten der Medien können kontrovers debattieren, können auch einseitig unsere Perspektive vertreten, müssen dann aber auch Widerspruch ertragen. Für Journalisten gelten höhere Anforderungen, auch wenn man unterscheiden muss zwischen Bericht und Kommentar.
Um auf Schapira zurückzukommen: Sie forderte das Auditorium wörtlich dazu auf, Geisterfahrer zu sein in einer wie von ihr postuliert, vollkommen einseitige gegen Israel geführten Debatte. Ein völlig schiefes Bild, wie ich finde, denn wir alle wissen, dass Geisterfahrer falsch fahren.
de.ejo-online.eu/a...her-tageszeitungen
zum Beitrag03.12.2025 , 10:29 Uhr
Danke für diesen Kommentar!
Ich hörte diese Woche einen Vortrag der Journalistin Esther Schapira, die unter anderem für die Jüdische Allgemeine schreibt. Pikanterweise stellte sie ihrem Vortrag eine chassidische Weisheit voran: "Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge".
Schapira ließ kein gutes Haar an Sophie von der Thann und versuchte ganz allgemein Misstrauen gegenüber den etablierten Medien, aber auch gegenüber Reporter ohne Grenzen zu säen. Stattdessen zitierte sie Beiträge von z.B. Eitan Fischberger, der u.a. für den National Review schreibt, einem weit rechts stehenden Blatt. Während des Vortrags zitierte sie auch Hanns-Joachim Friedrichs: "Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten." und warf Sophie von der Thann vor, sich nicht an diese Maxime zu halten. Dass sie selber keine professionelle Distanz hielt, schien ihr dabei gar nicht aufzufallen. Man bewirft Sophie von der Thann mit Dreck nach dem Motto: Irgendwas wird schon hängen bleiben.
zum Beitrag01.12.2025 , 20:19 Uhr
Also einfach mal nichts tun oder was wäre Ihrer Meinung nach die Konsequenz?
zum Beitrag30.11.2025 , 15:38 Uhr
Ich habe mir gerade einmal die Statistik für 2024 angesehen.
Straftaten gesamt rechts: 37 835 links: 5857
Gewalttaten gesamt rechts: 1281 links: 532
Körperverletzung rechts: 1121 links: 216
Quelle: Statista
Was ich damit sagen möchte? Es gibt linke Gewalt, und jeder einzelne Fall ist einer zuviel, und die in manchen linken Kreisen scheinbar gelebte Machokultur braucht sowieso niemand. Rechte Gewalt ist aber immer noch das Hauptproblem.
Was mich interessieren würde, wären die Zahlen für Berlin. Da habe ich für 2024 leider nichts gefunden. Warum? Weil mir scheint, dass gerade in Berlin die politischen Auseinandersetzungen besonders brutal geführt werden, was den Eindruck entstehen lässt, die Zunahme linker Gewalt sei ein flächendeckendes Phänomen (was ich nicht glaube). Leider habe ich keine Zahlen dazu gefunden.
zum Beitrag30.11.2025 , 14:44 Uhr
"Wenn das so ist/wäre, stelle ich mir die Frage, ob das [eine grundsätzliche Kritik der israelischen Gesellschaft] wir Deutsche übernehmen sollten. Es gibt 194 andere Länder auf dieser Welt, die in der jüngeren Zeit (wenn überhaupt jemals) keine so enorme Schuld gegenüber jüdischen und/oder israelischen Menschen auf sich geladen haben, wie wir. "
Wie Ihnen sicher bekannt ist (Sie selbst zweifeln ja gerne UN-Resolutionen an), steht ein Großteil der Staaten Israel weit kritischer gegenüber als Deutschland es tut. Ihre Forderung könnte Israel also einen Bärendienst erweisen.
zum Beitrag30.11.2025 , 14:35 Uhr
Die Diskussion um - schenkt man gewissen Leuten Glauben - die alles beherrschende linke Gewalt auf dieser Demo ist eine Nebelkerze, die nur dazu dient, vom eigentlichen Problem abzulenken: In Deutschland kann eine rechtsradikale Partei mit verfassungsfeindlicher Agenda unbehelligt von einem viel zu arglosen Staat eine Parteijugend gründen, die erwartbar noch rechtsradikaler sein wird als die Mutterorganisation. *Das* ist der Skandal, und nicht eine radikale Minderheit innerhalb einer insgesamt friedlichen Demonstration. Man sollte sich fragen: Cui bono?
zum Beitrag29.11.2025 , 12:39 Uhr
"auf die Verwendung des Begriffs durch Merkel verwiesen; allein darauf bezog sich mein Kommentar."
Dann war Ihr Satz missverständlich formuliert. Aber Schwamm drüber.
Was mich wundert ist, dass Frau Merkel, die ich eigentlich für eine kluge Person halte, überhaupt einen derart vordemokratischen Begriff benutzte, um die Verantwortung Deutschlands gegenüber dem Staat Israel zum Ausdruck zu bringen. Wie wäre es mit der guten alten "Solidarität" gewesen? War ihr als gelernter DDR-Bürgerin vielleicht zu abgenutzt oder anrüchig, was ich nachvollziehen könnte, oder zu unspezifisch.
Aus der Verbotsbegründung:
"Die Bundesrepublik Deutschland ist dem Schutz des Staates Israel auf Grund seiner [!?] Geschichte besonders verpflichtet; dieses Ziel gehört zur deutschen Staatsräson." Quelle: verfassungsblog.de...ellte-staatsrason/
Da aber die "Staatsräson" kein in Gesetze gegossener, juristisch irgendwie bindender Begriff ist, kann man sich folgerichtig auch nicht darauf berufen, um einen Kongress zu verbieten.
zum Beitrag28.11.2025 , 11:42 Uhr
"Der Begriff der "Staatsräson" stammt von Merkel, nicht von Adenauer. "
Nö, er stammt von Macchiavelli.
Und hier die Definitionen, die aufzeigen, wie fragwürdig der Begriff ist:
- Staatsräson als „Vorrang der Staatsinteressen vor allen anderen Interessen“ - Staatsräson als „Staatsnotwendigkeit, im Gegensatz zur individuellen Vernunft und Notwendigkeit“. - „Grundsatz, dem zufolge oberster Maßstab staatlichen Handelns die Wahrung und Vermehrung des Nutzens des Staates ist, auch unter Inkaufnahme der Verletzung von Moral- und Rechtsvorschriften“
Quelle: Wikipedia
Was moderne Politiker*innen geritten hat, diesen Begriff wieder aus der Mottenkiste zu holen, bleibt ihr Geheimnis.
zum Beitrag25.11.2025 , 10:30 Uhr
Ihr NSU-Vergleich ist eine Beleidigung der Opfer dieser rechtsradikalen Mörderbande.
Enver Şimşek Abdurrahim Özüdoğru Süleyman Taşköprü Habil Kılıç Mehmet Turgut İsmail Yaşar Theodoros Boulgarides Mehmet Kubaşık Halit Yozgat
Sie sollten sich für diesen Vergleich entschuldigen.
zum Beitrag25.11.2025 , 10:02 Uhr
Gewalt, auch von links, gegen politische Gegner ist zu verurteilen. Niemand wünscht sich Straßenschlachten und politische Morde, wie sie in der Weimarer Republik begangen wurden, zurück.
Dass aber rechte Gewalttäter ganze Stadtviertel oder Dörfer vor allem in Ostdeutschland als sogenannte "national befreite Zonen" für sich beanspruchen, in denen Jede*r, die/der nicht in ihr mieses kleines Weltbild passt, um ihre/seine körperliche Unversehrtheit fürchten muss, darf vom Staat nicht länger geduldet werden. Dass zivilgesellschaftliches Engagement gegen rechts sogar regelrecht sabotiert wird, wie dieses Jahr in Jamel geschehen (taz.de/Rock-gegen-...!6107225&s=jamel/), befördert den Eindruck, dass "der Staat", in diesem Fall vertreten durch die Gemeinde Gägelow, zu oft auf dem rechten Auge blind oder aber feige ist, was nicht hingenommen werden kann. Das Ehepaar Lohmeyer ging den Rechtsweg und hatte Erfolg damit. Mehr davon!
zum Beitrag25.11.2025 , 09:43 Uhr
"Die "gewaltsame Verteidigung der Freiheit", wie sie es nennen..."
Wo hat @taz.manien das gesagt? Ich suche und suche und finde nichts. Zu den in dem Kommentar genannten Zahlen rechtsextremer Gewalt hingegen haben Sie nichts zu sagen? Thema verfehlt sagt man dazu.
zum Beitrag21.11.2025 , 10:34 Uhr
Das Gleichheitsversprechen ist der Demokratie inhärent. Ohne Gleichheit keine Demokratie, wie wir sie heute verstehen; Gleichheit ist die Voraussetzung für Partizipation und Repräsentation. Diese wiederum sind abhängig von Bildung und ökonomischen Verhältnissen.
Gleiche Rechte für Arm und Reich: Wer schlechter repräsentiert ist (und das sind die bildungsfernen und einkommensschwachen Personen), hat auch weniger Einfluss.
Gleicher Zugang zu Bildung: Dass unser Bildungssystem Ungleichheit nicht nur nicht ausgleicht, sondern sogar befördert, ist eine Binse.
zum Beitrag21.11.2025 , 10:04 Uhr
Nein, Sie verstehen es nicht richtig. Die Autorin hatte offensichtlich nie ein Problem mit geöffneten oder geschlossenen Vorhängen bei sich oder ihren Nachbar*innen. Das Problem tauchte in dem Moment auf, als ihr Nachbar ihr die Unbekümmertheit des sich auf ihre Anonymität Verlassens nahm. Nachdem er sie ansprach, ihr sogar seinen Namen nannte, geschah Folgendes: "Denken Sie *nicht* an einen rosa Elefanten!" Was geschieht? Eben. Sie wird die Präsenz des Mannes zumindest gedanklich nicht mehr los.
zum Beitrag21.11.2025 , 09:53 Uhr
Ganz einfach nicht hingucken.
zum Beitrag12.11.2025 , 12:03 Uhr
"Im Biltmore-Hotel, so Arendt, hatte »die jüdische Minderheit der arabischen Mehrheit« noch »Minderheitsrechte zugestanden«. In Atlantic City »blieben die Araber in der Entschließung ganz einfach unerwähnt«. Arendt empfand dieses Schweigen als ein alarmierendes Zeichen dafür, dass den Palästinensern in den Augen sowohl der regulären Zionisten als auch der Revisionisten »nichts anderes bleibt, als zwischen freiwilliger Emigration und einer Existenz als Bürger zweiter Klasse zu wählen«. Mit der Rede von der »freiwilligen Emigration« spielte sie sarkastisch auf die – in den Vierzigerjahren von der zionistischen Führung unterstützte – Vorstellung einer »freiwilligen Aussiedlung« der Palästinenser an. Die Verfasserin von »Wir Flüchtlinge« wusste, dass sich hinter der verharmlosenden Formulierung eine Politik der ethnischen Säuberung verbarg."
"Albert Einstein, dem die Regierung die erste israelische Präsidentschaft angetragen hatte, unterzeichnete gemeinsam mit Arendt einen von ihm verfassten offenen Brief, der Menachem Begins faschistische Überzeugungen und Vorgehensweisen anprangerte."
aus: Boehm, Israel - eine Utopie
zum Beitrag11.11.2025 , 10:38 Uhr
Erinnert mich an Omri Boehms abgesagte Rede in Buchenwald. Die hiesige Diskussionskultur ist völlig auf den Hund gekommen, kann man nicht anders sagen. Oder wie heißt es in einem anderen Artikel heute in der taz: Guter Jude - schlechter Jude. taz.de/Berliner-CD...daffaere/!6124395/
zum Beitrag11.11.2025 , 10:31 Uhr
"“Das sind unsre Lieder“ Hielten die jugendbewegten Hein&Oss Kröher dagegen."
Hannes Wader hat's auch versucht, mit dem Album "Volkssänger" aus dem Jahr 1975. Manches ist durchaus aktuell.
Aus dem »Bürgerlied« von 1845, Dichter Adalbert Harnisch:
»Aber, ob wir Neues bauen, Oder’s Alte nur verdauen Wie das Gras die Kuh – Ob wir für die Welt was schaffen, Oder nur die Welt begaffen – Das thut was dazu.«
zum Beitrag10.11.2025 , 11:24 Uhr
"1918. 1933. Gerade darauf können wir stolz sein. Nicht, was damals falsch gemacht wurde, aber auf dass, was Deutschland hinterher daraus gemacht."
Nicht ganz freiwillig und nicht aus eigenem Antrieb, wie Sie sich vielleicht erinnern, und ich fürchte, das zeigt sich jetzt. Als Weizsäcker damals in seiner Rede zum 8. Mai von einem Tag der Befreiung sprach, den er gegen die bis dahin empfundene Wahrnehmung des Besiegt-Seins setzte, sprach er, so fürchte ich, keineswegs für alle seine Landsleute, fühlten zu Viele sich doch lieber als von den Alliierten Besiegte denn als vom Faschismus Befreite. Aber das Grummeln dagegen war (noch) leise. Jetzt, mit wiedererstarkendem Nationalismus, wird das Grummeln lauter, das eine Abkehr vom deutschen "Schuldkult" fordert. Nein, lieber kein Nationalstolz, keine Symbole!
"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem dies kroch." (Brecht)
zum Beitrag10.11.2025 , 11:03 Uhr
Das Problem mit dem Patriotismus und dem Umgang mit der deutschen Geschichte hat Degenhardt in ein wunderbares Lied gefasst:
"Wo sind eure Lieder – Eure alten Lieder?" Fragen die aus andern Ländern Wenn man um Kamine sitzt Mattgetanzt und leergesprochen Und das High-Life-Spiel ausschwitzt!
Ja, wo sind die Lieder – Uns're alten Lieder? Nicht für'n Heller oder Batzen Mag Feinsliebchen barfuss zieh'n Und kein schriller Schrei nach Norden Will aus einer Kehle flieh'n!
Tot sind uns're Lieder – Uns're alten Lieder! Lehrer haben sie zerbissen Kurzbehoste sie verklampft – Braune Horden totgeschrien Stiefel in den Dreck gestampft!
Tot sind uns're Lieder – Uns're alten Lieder!
Hier die berührende Interpretation von Daniel Kahn: www.youtube.com/watch?v=nh08jIBg_mc
zum Beitrag10.11.2025 , 10:39 Uhr
Mir schint, der Begriff war schon immer umstritten und vieldeutig. Wie so oft, wenn es um die Geschichte von Wörtern geht, hilft mir ein Blick ins Grimmsche Wörterbuch:
patriot, m. , im 16. jahrh. entlehnt aus franz. patriote vom mlat. patriota. 1) wie franz. patriote, vaterlandsfreund:
"darumb, ihr liebe patrioten ..laszt euch nit schrecken dise namen." (Fischart, 16. Jh.)
Und Lessing schreibt: "vielleicht zwar ist auch der patriot bei mir nicht ganz erstickt, obgleich das lob eines eifrigen patrioten, nach meiner denkungsart, das allerletzte ist, wornach ich geitzen würde; des patrioten nehmlich, der mich vergessen lehrte, dasz ich ein weltbürger sein sollte." Und an anderer Stelle: "was ich von dem übertriebenen patriotismus einflieszen lassen, war weiter nichts als eine allgemeine betrachtung."
Goethe spricht von "selbstgefälliger patriotismus"
Am ehesten liebe ich meine Muttersprache. Vaterland war mir immer ein befremdlicher Begriff.
Ansonsten war für mich immer der alte Heinemann ein Vorbild, als er auf die Frage, ob er diesen Staat denn nicht liebe antwortete: „Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!“
zum Beitrag08.11.2025 , 09:49 Uhr
Weil‘s stimmt?
zum Beitrag07.11.2025 , 19:09 Uhr
Danke
zum Beitrag07.11.2025 , 19:00 Uhr
Und wer entscheidet, was "gut" ist? Die Mehrheit, werden Sie sagen. Aber auch Mehrheiten sind nicht zwangsläufig "gut". Klassisches Beispiel ist die Befürwortung der Todesstrafe. Würde sie durch eine demokratische Mehrheit legitim?
zum Beitrag07.11.2025 , 12:56 Uhr
Was mich an dem Kommentar störte, war dieser Teil: „ Allerdings sind viele meiner Mitbürger ja auch der Ansicht das es den Nanny-Staat benötigt der sich bis ins kleinste ziseliert um Einzelfälle kümmert und jeden pampert.“
Diese Formulierung steht für die libertäre Ideologie, wie sie derzeit in konservativen bis rechten Kreisen en vogue ist. Bürokratieabbau bedeutet dort nicht Erleichterungen für die Bürger*innen, sondern Deregulierung im Interesse großer Konzerne. Der kleine dumme Handwerker wird davon wenig bis gar nicht profitieren.
zum Beitrag06.11.2025 , 16:26 Uhr
Wer sich die Fragestellungen und Ergebnisse noch einmal im Einzelnen ansehen möchte: www.fes.de/index.p...930e95f1bee68c2006
zum Beitrag06.11.2025 , 15:45 Uhr
"Ein Viertel der Befragten vertritt demnach eine libertär-autoritäre Ideologie mit neoliberalen, hyperindividualistischen und autoritären Gesellschaftsbildern. Diese Gruppe neige stärker zu einem rechtsextremen Weltbild" Sic!
zum Beitrag06.11.2025 , 15:43 Uhr
"Akademiker und Studenten waren die größten Unterstützer der NSDAP und unter Parteimitgliedern 10fach überrepräsentiert."
Scheint so eindeutig nicht zu sein: "Aufgegliedert nach der sozialen Schicht seiner Wähler war der Nationalsozialismus am erfolgreichsten beim Mittelstand, während er bei der Arbeiterschaft eher unterdurchschnittlich abschnitt; dennoch darf der Arbeiteranteil unter den NSDAP-Wählern nicht unterschätzt werden; genauere Zahlen fehlen jedoch bisher. "
Quelle: www.bpb.de/shop/ze...waehler-1924-1933/
zum Beitrag06.11.2025 , 15:04 Uhr
Man kann auch etwas gezielt falsch verstehen. Gemeint war, davon ist auszugehen und ich nehme an, Sie wissen das auch, das Gebiet der ehem. BRD und das der ehem. DDR.
zum Beitrag06.11.2025 , 11:02 Uhr
Na da sind Sie ja ganz bei Dobrindt & Co und weiter rechts sowieso. Wen interessieren schon Zusagen, die von der vorigen Bundesregierung gemacht wurden? Mir san mir und es schert uns einen feuchten Kehricht, was mit den Afghan*innen geschieht. Zynismus pur.
zum Beitrag05.11.2025 , 19:54 Uhr
Mea culpa. Natürlich war das eine aus Frustration geborene Übertreibung. Man sollte doch erst sorgfältig nachdenken, bevor man einen Kommentar abschickt. Danke für den Hinweis:-)
zum Beitrag05.11.2025 , 15:22 Uhr
Sie wissen aber schon, wie es um Menschen- und insbesondere Frauenrechte in Afghanistan bestellt ist? Man kann sich nicht durch einen Ablasshandel von ein paar Tausend Euro aus jeder Verantwortung freikaufen, auch wenn es in der deutschen Politik eine unschöne Tradition gibt, alles mit Geld regeln zu wollen.
zum Beitrag05.11.2025 , 12:59 Uhr
Man kann gar nicht so viel fressen, wie man... Sie wissen schon.
Und das Schlimmste ist, wie viele Menschen auch hier im Forum das alles völlig okay finden.
zum Beitrag05.11.2025 , 11:32 Uhr
Kleine Sprachkritik. Auch Eva Illouz sei empfohlen: Vorsicht bei der Wortwahl! Oder war es der/die Übersetzer*in, der/die das Wort "ausmerzen" benutzte?
"ausmerzen": glossar.neuemedien...glossar/ausmerzen/
Ich könnte an dieser Stelle Victor Klemperer zitieren, aber ich gehe davon aus, dass seine Texte Ihnen bekannt sind.
Ansonsten halte ich wenig von der Absage an Eva Illouz und hätte stattdessen eine sich an den Vortrag anschließende gerne auch kontrovers besetzte Podiumsdiskussion vorgeschlagen.
zum Beitrag04.11.2025 , 09:37 Uhr
Erstens sollte man das Fell des Bären erst verteilen, nachdem er erlegt ist. Zweitens sollte man den Kandidaten nicht mit zu vielen Vorschusslorbeeren bedenken. Die hohen Erwartungen könnten enttäuscht werden. Nicht weil Mamdani nicht willens wäre, sein Programm umzusetzen, sondern weil zu erwarten ist, dass ihm maximal Prügel zwischen die Beine geworfen werden, um genau das zu verhindern. Die hohen Zustimmungsraten für ihn zeugen davon, dass die Menschen verzweifelt hoffen, dass endlich jemand Politik für sie macht. Diese Hoffnung kann, wenn sie enttäuscht wird, genauso schnell in Wut und Abneigung umschlagen. Warten wir es also ab.
zum Beitrag04.11.2025 , 09:15 Uhr
Danke, genau so ist es. Aber wie heißt es so schön: Die dümmsten Kälber...
zum Beitrag04.11.2025 , 09:12 Uhr
Das Signal, das von der CDSU und, man muss es leider so konstatieren, von einer nicht unerheblichen Anzahl deutscher Michel und Michelines an die seit Jahren hier lebenden und in der überwiegenden Mehrheit integrierten Syrer*innen gesendet wird ist: Wir wollen euch hier nicht! Ich frage mich, was das mit den Betroffenen macht, wenn sie solche Äußerungen hören, und zwar auch mit jenen, die inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen, aber immer wieder als nicht dazugehörend markiert werden, nur weil sie nicht "mitteleuropäisch" aussehen, oder vielleicht freitags in die Moschee gehen oder ein Kopftuch tragen.
zum Beitrag04.11.2025 , 08:57 Uhr
Ich schäme mich abgrundtief für diese Regierung, die beansprucht, auch in meinem Namen zu sprechen. Nein, das tut sie nicht!
zum Beitrag04.11.2025 , 08:54 Uhr
Es erschreckt mich, wie verhärtet die Fronten sind und dass ein Gespräch kaum noch möglich zu sein scheint. Saba-Nur Cheema und Meron Mendel schreiben in den "Blättern":
"Es scheint, als ob es nur eine binäre Wahl zwischen zwei Lagern gäbe. Und in jedem Lager sind es die Radikalen, die den Ton angeben."
Eva Illouz selbst schreibt in "Undemokratische Emotionen:
"Die Angst bietet ein verlockendes Motiv, um Feindbilder zu kultivieren, aber auch neue Feinde zu erfinden, solche Feinde als unveränderbar und die Feindschaft somit als ewig zu betrachten."
Es wird Zeit, wieder ins Gespräch zu kommen. Verweigerung und Dämonisierung, wie sie zurzeit von den Radikalen beider Seiten nicht nur gepredigt, sondern auch praktiziert wird, ist eine Sackgasse.
zum Beitrag03.11.2025 , 13:39 Uhr
Ganz offensichtlich sehen einige Gerichte das anders:
„Obwohl § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 AsylbLG zum 01.11.2024 in Kraft getreten ist, dürfen alle Asylbewerberleistungsempfänger darauf vertrauen, dass der gesetzeskräftige Leistungsausschluss weder von Asylbewerberleistungsbehörden noch von Sozialgerichten angewandt wird. Gerichte und Behörden sind gemäß Art. 20 Abs. 3 GG nicht nur an Gesetze, sondern zuvörderst an hierzu vorrangiges Europarecht und Verfassungsrecht gebunden. Gegen höherrangiges Recht verstößt § 1 Abs. 4 Satz 1 AsylbLG offenkundig, weil die Norm sowohl evident europarechtswidrig als auch evident verfassungswidrig ist.“
www.einwanderer.ne...bLG-Ausschluss.pdf
zum Beitrag03.11.2025 , 11:33 Uhr
Eine Ohrfeige für die deutsche Antflüchtlings- und Antimigrationspolitik der Ampel, die von der schwarz-roten Regierung fortgeführt und dazu noch stetig verschärft wird.
Ein Armutszeugnis auch für die thüringische Justiz, wie der Bericht von Pro Asyl deutlich macht:
"Der Beschwerde vor dem UN-Sozialausschuss war ein Eilverfahren vor dem Sozialgericht Gotha und dann vor dem Thüringer Landessozialgericht vorausgegangen. Beide Thüringer Gerichte hatten aber den Leistungsausschluss nicht gestoppt – im Gegensatz zu zahlreichen anderen Sozialgerichten bundesweit, die unter anderem unions- und verfassungsrechtliche Bedenken geäußert hatten. Das daraufhin angerufene Bundesverfassungsgericht hatte den Rechtsstreit inhaltlich nicht entschieden, sondern auf das aufenthaltsrechtliche Verfahren am Verwaltungsgericht verwiesen. Als auch dieses scheiterte, blieb nur der Weg zur UN-Beschwerde."
In viel zu vielen Bereichen gewinnt man den Eindruck, dass der deutschen Regierung Gesetze und Völkerrecht inzwischen völlig gleichgültig sind.
zum Beitrag03.11.2025 , 10:29 Uhr
Sie haben natürlich recht, neurologische Entwicklungsstörung wäre der korrekte Begriff gewesen. Wie ich schon schrieb, bin ich keine Fachfrau. Und ja, "Störung" impliziert immer, dass etwas mit der Person nicht "richtig", also pathologisch ist. Genau darum ging es mir, als ich von Bewertung schrieb. Der Psychiater Rami Kaminski betrachtet bestimmte Eigenschaften eben nicht als zu behandelnde Störung, sondern als ein eine Person charakterisierendes Merkmal (in der Tradition C.G. Jungs?), was etwas völlig anderes ist. Inwieweit der "otrovertierte" Charakter autistische Züge hat, kann ich nicht beurteilen, s.o. Was mir allerdings auffällt, ist die (zumindest von mir so gefühlte) inflationäre Nutzung des Begriffs autistisch und/oder Person mit ADHS. Das mag in manchen Fällen eine Last von der Schulter der Betroffenen nehmen, kann aber auch eine Stigmatisierung sein.
zum Beitrag03.11.2025 , 10:08 Uhr
Was ich will? Die von Ihnen geforderten Fakten liefern.
@torrez schrieb: "Ein Großteil der eingesperrten Palästinenser ist ohne Gerichtsverfahren und ohne Prozess dort illegal inhaftiert gewesen"
Sie antworteten: "Informieren Sie sich doch einfach mal über die Palästinenser, die da freigelassen wurden. Das sind zahlreiche Mörder, Terroristen und Vergewaltiger."
Beides ist richtig. Die Freigelassenen waren weder allesamt unschuldig, noch allesamt Schwerstverbrecher. Nebenbei: Es liegt mir fern, die Freilassung von 250 Terroristen zu verharmlosen.
Was mich wirklich ärgert, ist die Diffamierung eines Mannes, der sich für Versöhnung einsetzt.
Zitat B. Idriz:
"Unschuldige Menschen - Frauen, Kinder und Alte - zu töten, zu verschleppen oder als Geiseln zu halten, widerspricht dem moralischen und rechtlichen Kodex des Korans ebenso wie der ethischen Vorbildlehre (Sunna) des Propheten Muhammad. "
Den vollen Text seines Schreibens v. 6. Oktober 2025 gibt es bei epd zu lesen: www.sonntagsblatt....ler-preis-erhalten
zum Beitrag03.11.2025 , 09:18 Uhr
Der Sündenfall von Rot-Grün, die Agenda 2010. Höchste Zeit, nach 20 Jahren diesen Verstoß gegen die Menschenwürde abzuschaffen. Aber das Gegenteil wird der Fall sein. CDSU wird diese Art "Jobs" eher noch ausweiten. Dadurch wird es niemandem besser gehen, aber Vielen schlechter.
zum Beitrag02.11.2025 , 19:18 Uhr
Ein paar Fakten zur Versachlichung:
„250 von ihnen sollen verurteilte Straftäter sein, die unter anderem wegen Morden oder der Teilnahme an Terror-Angriffen und anderen schweren Straftaten teils lebenslange Haftstrafen in israelischen Gefängnissen absaßen. Mehr als 1.700 der freigelassenen Häftlinge waren erst nach dem Terroranschlag der Hamas am 7. Oktober 2023 in Gaza verhaftet worden. Die meisten saßen seitdem ohne Anklage in israelischen Gefängnissen.“
Quelle WDR
Was heißt das? Der Großteil der Freigelassenen waren sogenannte Sicherheitsgefangene.
„ Die Zahl der palästinensischen Sicherheitsgefangenen in Israel ist auf 11.040 gestiegen. Von den 56 Prozent der palästinensischen Sicherheitshäftlinge, die außerhalb der regulären Strafverfahren festgehalten werden, sind laut Hamoked die meisten sogenannte Administrativhäftlinge. Bei einer solchen Administrativhaft werden Verdächtige aus Sicherheitsgründen für sechs Monate und länger ohne offizielle Anklage festgehalten.“
Quelle:Zeit
zum Beitrag02.11.2025 , 19:04 Uhr
Haben Sie Insiderwissen dazu, das Sie mit uns teilen möchten?
zum Beitrag02.11.2025 , 14:25 Uhr
Der Unterschied liegt m. E. nach u.a. in der Bewertung. Während die Bezeichnung „otrovertierte Person“ einfach nur als charakterisierende Einordnung wie „introvertiert“ und „extrovertiert“ verstanden sein will, ist „Autismus“ eine als pathologische Persönlichkeitsstörung zu diagnostizierende Erkrankung mit ICD-10-Schlüssel (F84).
Bei Autismus würde ich zudem einen Leidensdruck der betroffenen Person erwarten, aber ich bin keine Psychiaterin/Psychologin
zum Beitrag01.11.2025 , 22:37 Uhr
Die Janusköpfigkeit des „Land of the Free“ wurde niemals wieder so entlarvt wie in Jimi Hendrix‘ Version des "The Star-Spangled Banner":
m.youtube.com/watch?v=6Q7-KobCYE8
zum Beitrag01.11.2025 , 21:52 Uhr
Kleiner Schelm! Idriz’ Wunsch, mehr jüdische Gemeinden würden sich von der israelischen Regierung distanzieren, war gar nicht Gegenstand meines Posts (auch wenn ich ihn teile), sondern die inkorrekte Wiedergabe durch @Fran Zose.
Dass eine Distanzierung durch muslimische Gemeinden in Deutschland nicht stattfindet, trifft übrigens keineswegs zu.
„ "Das ist das erste Mal, dass sich die Verbände so deutlich von der Hamas distanziert haben", sagt er. Der 69-Jährige, selbst ein Sohn von Verfolgten der Nazis, atmet durch: "Da ist kein Krümelchen Zweifel übrig geblieben - das ist für uns ein Quantensprung. Schwarz auf weiß und "uneingeschränkt" verurteilten die muslimischen Verbände die Gräuel der Hamas.“
SZ v. 23.10.2023
zum Beitrag01.11.2025 , 11:16 Uhr
In vielen Bereichen arbeiten Wissenschaftler*innen in der ganzen Welt zusammen.
Ich habe mir gerade die derzeitige ISS-Besatzung angesehen. Sie besteht aus 2 Amerikaner*innen, 1 Japaner, 1 Russen (Space x-Crew), 2 Russen, 1 Amerikaner (Sojus)
Geht doch. Wir bräuchten mehr davon, nicht weniger
zum Beitrag01.11.2025 , 09:43 Uhr
Aus Daniel Bax‘ Satz „…hatte er zuvor den Wunsch geäußert, dass sich jüdische Gemeinden in Deutschland stärker vom Vorgehen der israelischen Regierung distanzieren würden.“
wird bei Ihnen
„Aber wenn ein Mann des Wortes fordert Juden in Deutschland müssten sich von Israel distanzieren“
Finde den Unterschied! So funktioniert gezielte Desinformation.
zum Beitrag31.10.2025 , 21:22 Uhr
Unterstellen Sie mir bitte nicht, ich hätte die Ergebnisse der Befragung angezweifelt. Was ich kritisiere sind die Schlüsse, die der Autor daraus zieht, und diese, das war meine Überlegung, könnten auch in der üblichen linken Selbstzerfleischung begründet sein, immerhin versteht sich die taz meines Wissens als eher mitte-links zu verortende Zeitung.
zum Beitrag31.10.2025 , 21:12 Uhr
Sie leugnen aber nicht, dass wir es mit einem wenn auch asymmetrischen Krieg zwischen einem Staat und einer Terrorgruppe, also zwei Kriegsparteien zu tun haben? Oder wie würden Sie das nennen? Militärische Spezialoperation?
Es geht auch nicht um Gleichsetzung mit der Hamas, wenn ich schreibe, dass beide Kriegsparteien kein Interesse an einer neutralen Berichterstattung haben. Was Hamas den eigenen Journalisten antut, haben wir ja gesehen, und da gebe ich mich keinen Illusionen hin. Aber warum, glauben Sie, ließ Israel von Beginn des Krieges an und auch jetzt keine westlichen Journalisten in den Gazastreifen?
Über Ron Prosor schrieb die SZ im August 2022: "In einem Interview mit der rechten und auflagenstarken Gratiszeitung Israel Hajom sprach er im vorigen Jahr von einem "diplomatischen Krieg", der auf vielen Ebenen gegen Israel geführt werde. Jede diplomatische Vertretung des Landes [Israel], so erklärte er, sei deshalb ein "Kommandozentrum an der Front". Das ist sein Selbstverständnis!
Was die von Ihnen angeführten vielfältigen Stimmen aus Israel angeht: Wen meinen Sie da genau? Dass es die in der Zivilgesellschaft gibt ist mir klar, davon sprach ich aber nicht.
zum Beitrag30.10.2025 , 17:14 Uhr
"Auf drei Verfassungsbeschwerden (...) hin erklärte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts mit Urteil vom 18. Juli 2018, 1 BvR 1675/16 u. a., die Vorschriften über den Rundfunkbeitrag für im wesentlichen verfassungsgemäß. Lediglich die Höherbelastung von Inhabern von mehr als einer Wohnung hielten die Richter für mit Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar.
Der Senat bejaht eine Gesetzgebungszuständigkeit der Länder aus Art. 70 Abs. 1 GG, da der Rundfunkbeitrag keine Steuer im verfassungsrechtlichen Sinne, sondern eine nichtsteuerliche Abgabe [sei]. Um eine Steuer handele es sich deshalb nicht, weil der Rundfunkbeitrag nicht im finanzverfassungsrechtlichen Sinne „voraussetzungslos“, sondern als Gegenleistung für einen individuell zurechenbaren Vorteil, nämlich das Empfangenkönnen des öffentlichrechtlichen Rundfunks, geschuldet werde."
Quelle: Verfassungsblog
Jetzt können Sie natürlich sagen, dass Entscheidungen des BVerfG Sie einen feuchten Kehricht interessieren, aber so ist die Rechtslage.
zum Beitrag30.10.2025 , 16:56 Uhr
Beim Lesen Ihrer Antwort dachte ich erstmal: Hä? Was genau will sie/er mir damit sagen? Ich verstehe auch Ihren Furor nicht. Meine Feststellung, dass Herr Prosor propagandistisch unterwegs ist, muss Sie ziemlich getriggert haben.
Wo genau lasse ich "kritische Distanz zur Hamas Terror Propaganda mehr als vermissen"? An anderer Stelle schrieb ich: "Die involvierten Kriegsparteien haben allesamt kein Interesse an einer neutralen Berichterstattung." taz.de/ZDF-haelt-M...bb_message_5114007
zum Beitrag30.10.2025 , 16:38 Uhr
Komisch, dass in Ihrer Aufzählung die AfD nicht auftaucht. Dabei haben die so viele Skandale, da würden die 1200 Zeichen hier nicht für ausreichen.
zum Beitrag30.10.2025 , 16:27 Uhr
Ist das jetzt die neue Linie bei der taz, sich den Schuh anzuziehen, den die rechtskonservative und die ganz rechte Ecke (und natürlich Frau Wagenknecht) den Linken (gemeint ist nicht nur die Partei gleichen Namens) hinhält? Das Narrativ von dern Blase, in der sich die elitären Linken angeblich abgekapselt haben nachzubeten als Strategie zur Herstellung einer imaginierten Mitte? Von Herrn Unfried sind wir es ja gewohnt, aber nun ziehen der Autor dieses Artikels und an anderer Stelle Bernward Janzing nach. Was ist das? Linke Selbstzerfleischung? Draufhauen auf alles, was progressiv ist als letztes Mittel gegen die Rechten? Was bezwecken sie damit? Sogenannte besorgte Bürger*innen zurück auf den demokratischen Pfad locken? Natürlich gibt es unter den sich als progressiv verstehenden Linken auch solche, die abgedriftet sind, das aber gleich allen zu unterstellen, finde ich grob vereinfachend.
zum Beitrag29.10.2025 , 16:16 Uhr
Ron Prosor ist ein Vertreter seines Staates und in dieser Funktion versteht er sich als propagandistisches Sprachrohr seiner Regierung. Seine Beiträge sollten deshalb mit kritischer Distanz gesehen werden
zum Beitrag29.10.2025 , 12:36 Uhr
Die Gleichschaltung der Justiz, beziehungsweise Ausschaltung potentiell widerständiger Juristen gehört in den Werkzeugkasten aller Autokraten und ist auch eines der im Project 2025 niedergelegten Ziele der Heritage Foundation. Der verdienstvolle Verfassungsblog hat dazu jetzt das Justizprojekt gestartet: verfassungsblog.de/justiz-projekt/
zum Beitrag29.10.2025 , 11:45 Uhr
Die syrischen Kurden werden u.a. mit Hilfe deutscher Leopard-Panzer angegriffen. Trotzdem genehmigt die Bundesregierung die Lieferung von 40 Eurofightern.
Erdogan ist eben unser Schuft, da geht das schon klar, irgendwie.
zum Beitrag29.10.2025 , 11:38 Uhr
Das eigentlich Problem und der eigentliche Skandal ist doch, dass keine unabhängigen Journalisten in den Gazastreifen gelassen wurden und werden. Die involvierten Kriegsparteien haben allesamt kein Interesse an einer neutralen Berichterstattung.
zum Beitrag29.10.2025 , 11:14 Uhr
Man kann das Desaster auch an den Kommentaren dazu ablesen, die, zumindest soweit ich sie verfolgt habe, überwiegend ablehnend sind.
zum Beitrag29.10.2025 , 11:13 Uhr
Armer Tolkien! Er kann sich ja nicht mehr wehren, konnte er schon nicht gegen die Verfilmung durch Peter Jackson. Tolkiens Sympathien lagen eindeutig bei den Friedfertigen, wie sie besonders Sam Gamdschie und Tom Bombadil (kommt im Film nicht vor) verkörpern. Es geht um Verzicht auf Macht, denn nichts anderes bedeutet die Zerstörung des einen Rings.
Was das (unsägliche) Video der BW angeht: Wagners Götterdämmerung ist verbrannt, und auch Orffs O Fortuna wurde zwar gerne verwendet, wenn's um Heldentum ging (www.youtube.com/wa...DLc&start_radio=1), ist aber eingedenk seines Verhaltens gegenüber der NS-Diktatur irgendwie anrüchig. Ich hätte da einen Alternativ-Vorschlag: www.youtube.com/watch?v=eIi_q4bNZMM Klingt so schön harmlos und fröhlich. Obwohl man Prokofjew natürlich auch als unsicheren Kantonisten bezeichnen könnte, immerhin kehrte er nach ein paar Jahren im Exil in die stalinistische Sowjetunion zurück. Schwierig, schwierig... Um weitere Vorschläge wird gebeten.
zum Beitrag29.10.2025 , 10:30 Uhr
und @Suryo:
Ich zitiere aus: Kriminalität im Kontext von Zuwanderung, BKA 2023:
"Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass aufgrund von Systemumstellungen bei der Datenerhebung in einzelnen Ländern teilweise deutlich höhere Fallzahlen zugeliefert wurden als in den Vorjahren. Dies ist bei der Interpretation der vorliegenden Lageübersicht zu beachten. In welchem Umfang die höheren Fallzahlen auf die veränderten Erfassungsmodalitäten oder einen tatsächlichen Anstieg der Anzahl von Straftaten bzw. Tatverdächtigen und Opfern zurückzuführen sind, lässt sich anhand der vorliegenden Daten nicht beziffern.
Die Mehrzahl der in Deutschland aufhältigen Zuwanderer/Zuwanderinnen trat nicht im Zusammenhang mit einer Straftat in Erscheinung."
Quelle: file:/home/barbara/down...anderung2023-1.pdf
zum Beitrag29.10.2025 , 09:36 Uhr
Anstelle eines Kommentars, der nur dem Autor zustimmen würde, hier der Link zu Ärzte ohne Grenzen:
www.aerzte-ohne-gr...nsatzlaender/sudan
zum Beitrag28.10.2025 , 22:59 Uhr
„Das heißt der ÖRR sollte eine ausgewogene, unabhängige und vielfältige Berichterstattung bereitstellen, die den demokratischen, sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Gesellschaft dient.“
Und was darunter zu verstehen ist, bestimmen immer noch Sie? Ich brauche auch kein Traumschiff oder Wintersport etc., fände es aber anmaßend, meinen Geschmack für alle anderen als Maßstab zu setzen.
zum Beitrag28.10.2025 , 22:38 Uhr
Der von Ihnen verlinkte Artikel führt zu einem Interview der FAZ mit einem recht zweifelhaften und durchaus umstrittenen forensischen Psychiater, Frank Urbaniuk. Meines Erachtens keine seriöse Quelle
zum Beitrag28.10.2025 , 12:21 Uhr
Der Autor wirft den Debattierenden vor, nicht nüchtern auf Merz' pauschalisierende, überspitzte (Worte des Autors) Aussage nüchtern argumentierend zu reagieren. Dabei übersieht er, dass genau das oft gar nicht möglich ist. Es liegt in der Natur der Sache, dass vereinfachende Aussagen vom Publikum eher aufgenommen werden, die Erfolge der AfD auf TikTok beweisen es. Wenn die Aufmerksamkeitsspanne der Zuhörenden und -sehenden derart kurz ist, dass sie einer differenzierten Auseinandersetzung gar nicht mehr folgen wollen oder können, was tut man da? Eben, man verkürzt und spitzt zu, auch wider besseres Wissen. Der Autor bleibt m.M.n. die Antwort darauf schuldig, wie er diesem Mechanismus begegnen will.
zum Beitrag28.10.2025 , 12:09 Uhr
Gefährlicher Satz. Die Forderung, sich nicht von einem moralischen Impetus abhalten zu lassen, das "Richtige" zu tun, erinnert mich fatal an Himmlers Posener Reden.
zum Beitrag28.10.2025 , 11:21 Uhr
Ich verstehe die Begeisterung des Autors nicht. Solange der IOC ist wie er ist, nämlich korrupt und intransparent (Stolzer Träger des Preises "Verschlossene Auster" 2008), finde ich nicht, dass es da etwas zu feiern gibt.
zum Beitrag27.10.2025 , 20:32 Uhr
Um das Ausmaß deutlich zu machen, in dem in den USA Bücher aus den Schulbibliotheken verbannt werden, hier eine Liste des PEN USA:
pen.org/book-bans/...ok-bans-2024-2025/
zum Beitrag27.10.2025 , 19:54 Uhr
Meine Leseempfehlung dazu: Bradbury, Fahrenheit 451
zum Beitrag27.10.2025 , 11:54 Uhr
Nachtrag: Eine kleine Empfehlung für Sie: Die Unbeugsamen. Vielleicht verändert der Film Ihre Sicht auf Frauen in der Politik etwas.
»"Die Unbeugsamen" erzählt die Geschichte der Frauen der Bonner Republik, die Politik nicht allein den Männern überlassen wollten und mutig und selbstbewusst gegen Vorurteile ankämpften.x
www.3sat.de/film/d...beugsamen-110.html
zum Beitrag27.10.2025 , 11:43 Uhr
Traurig, Ihr Frauen- und Menschenbild. Die Konsequenz aus dem, was ich aus dem von Ihnen Geschriebenen herauslese ist, dass Politik per se Pfui ist, weil es sowieso nur skrupellose, machtgeile, verlogene Individuen bis an die Spitze schaffen. Natürlich sind Frauen nicht die besseren Menschen und natürlich kann man Vieles kritisieren, was falsch läuft, wichtiger aber ist, sich darüber Gedanken zu machen, wie es besser ginge, meiner Meinung nach zum Beispiel durch mehr Chancengleichheit und mittels Förderung demokratischer Teilhabe. An anderer Stelle plädieren Sie aber vehement für eine Einschränkung derselben (Mittelkürzung und unter Pauschalverdacht stellen von NGOs). Erscheint mir unlogisch.
zum Beitrag27.10.2025 , 10:52 Uhr
Anstatt die Gurke einzuschweißen oder ein ebenfalls wenig umweltfreundliches Etikett draufzukleben, kann man sie auch mit einem Laser oder etwas Lebensmittelfarbe (gesehen in Frankreich) als "bio" markieren. www.geo.de/natur/n...mehr-30172202.html
Frischhalte- oder Alufolie sollte man gleich im Supermarktregal liegen lassen, dann hat man mehr Platz für die Tassen im Schrank ;-)
zum Beitrag26.10.2025 , 18:14 Uhr
"Schieb mal alle Migranten auch jene in 3. und 4. Generation aus Deutschland ab und die deutsche Wirtschaft würde innerhalb von einer Woche kollabieren."
Ich hätte da einen besseren Vorschlag: Eine Woche Generalstreik aller hier lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte. Hätte denselben Effekt :-)
zum Beitrag26.10.2025 , 17:42 Uhr
Ich frage mich schon ein bisschen, wann es zu dieser Verherrlichung einer je nach Perspektive sehr unterschiedlich definierten "Mitte" gekommen ist. Alle wollen sich in dieser ominösen Mitte tummeln, und links-sein geht schon grad gar nicht mehr.
"Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche." jubelte Wilhelm II, nachdem zuletzt auch die SPD ganz staatstragend am 4. August 1914 den Kriegskrediten zugestimmt hatte. Die Folgen sind bekannt.
Manchmal ist Einheitsbrei eben doch nicht das Beste für alle. In einer Demokratie müssen unterschiedliche Interessen und Prioritäten deutlich benannt und, wichtig!, auf Augenhöhe verhandelt werden; ein Unter-den-Tisch-Kehren der Differenzen, nur damit alles schön harmonisch scheint, bringt uns nicht weiter.
zum Beitrag26.10.2025 , 17:26 Uhr
"Fakt ist, mit Merz und seinen Ruderhaltern ist kein Staat zu machen."
Sehe ich genauso. Nur möchte der Autor die CDU in seine "superheterogene Mitte" integrieren, Zitat, "Deshalb braucht es die CDU in der gesellschaftlichen Mitte." Mit dieser CDU kann und darf das nicht klappen.
zum Beitrag26.10.2025 , 13:31 Uhr
Zwei Beispiele aus diesem Thread:
@ KeineHastUnd Hetze: "Es ist nur ein sehr kleiner linksrotgrüner Teil der Aktivistata der sich von Staatsknete ernähren will."
@mac4me@gmx.de: "Das ist nur die falsch verstandene Demokratie, die in Wirklichkeit nur linke Dominanz bedeutet und in den Medien unter "unsere Demokratie" firmiert."
zum Beitrag25.10.2025 , 13:17 Uhr
Ein sehr kluger Artikel. Danke!
zum Beitrag25.10.2025 , 13:16 Uhr
Ein sehr ausführlicher Artikel zur Frage des auch hierzulande nicht ganz unumstrittenen Rechts auf Kriegsdienstverweigerung und zur Frage der Auslieferung ukrainischer Deserteure findet sich hier:
verfassungsblog.de...bundesgerichtshof/
Wenn ich den Beitrag richtig interpretiere, ist das Recht auf Kriegsdienstverweigerung als durch die deutsche Verfassung garantiertes Grundrecht durchaus die (europäische) Ausnahme. Das ist natürlich keine Antwort auf die Frage der Sinnhaftigkeit eines fortgesetzten Widerstands der Ukraine gegen den russischen Angreifer.
zum Beitrag25.10.2025 , 12:47 Uhr
NGO steht für Non Government Organization, also Nichtregierungsorganisation, was nicht dasselbe ist wie nicht-staatlich. feiner, aber wichtiger Unterschied.
zum Beitrag25.10.2025 , 11:46 Uhr
Was für eine billige Retourkutsche! Ich bezog mich auf von Ihnen angegebene Zahlen. Aber bitteschön:
de.wikipedia.org/w..._2015%E2%80%932025
zum Beitrag25.10.2025 , 11:44 Uhr
Da ich es leid bin, jeder und jedem Einzelnen hier im Forum zu widersprechen, die/der einmal mehr die Mär von der "linksgrünen Vorherrschaft" im Diskurs nachquatscht: Es ist ein allzu durchsichtiger Versuch, auch hier in der taz die Lufthoheit zu erobern, indem alles, was nicht in die rechtskonservative bis -radikale Ecke passt, unter Generalverdacht gestellt wird.
zum Beitrag24.10.2025 , 20:56 Uhr
Danke für den Link. Trotzdem kann ich Ihrem Gedankengang nicht ganz folgen. Vor allem Kopftuch tragende muslimische Frauen werden auf der Straße beleidigt, bespuckt und sind allgemein besonders durch rechte, meist männliche Gewalt bedroht. "Die Zahl antimuslimischer Vorfälle in Deutschland hat 2024 einen neuen Höchststand erreicht. So wurden im vergangenen Jahr 3.080 Übergriffe und Diskriminierungen dokumentiert – ein deutlicher Anstieg um 60 Prozent im Vergleich zu 2023. In rund 70 Prozent der 2024 dokumentierten antimuslimischen Vorfälle wurden Frauen zur Zielscheibe."
www1.wdr.de/nachri...dlichkeit-100.html
Das bedeutet keineswegs, dass man die Bedrohung durch häusliche Gewalt leugnet. Und es ändert nichts daran, dass die Gewalt gegen alle Frauen in der Regel von Männern ausgeht, ganz gleich welcher Nationalität sie angehören oder welche Hautfarbe sie besitzen.
zum Beitrag24.10.2025 , 12:49 Uhr
Hier geht’s zur Petition: Wir sind die Töchter innn.it/toechter
zum Beitrag24.10.2025 , 12:46 Uhr
Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie Ihre Zahlen grundsätzlich mit Links zu Quellenangaben versehen würden.
zum Beitrag24.10.2025 , 11:01 Uhr
"Die Union würde schlicht zur ausführenden Hand der fossilen Industrien."
Die Union in Person von Katherina Reiche *ist* schlicht die ausführende Hand der fossilen Industrien.
zum Beitrag24.10.2025 , 10:29 Uhr
" Aber mit der AfD wird er nie koalieren, vorher geht er."
Darauf würde ich nicht wetten. Da hat er nun so lange gewartet, hat die Demütigung durch Merkel im Blackrock-Exil überstanden. Meinen Sie wirklich, jetzt, wo er sich am Ziel sieht, würde er gehen? Der Mann hat soviel Rückgrat wie eine Nacktschnecke. Oder anders ausgedrückt: Wenn's dem Machterhalt dient...
zum Beitrag24.10.2025 , 09:55 Uhr
Für all Jene, die hier mal wieder Utilitarismus predigen, etwas Menschlichkeit in gaaanz einfacher Sprache:
»Wo kommst du her?«, fragte Morris. »Is kommen vom grünen Berg der Drasen«, sagte der kleine grüne Drache. Aus seinen Augen fielen Tränen auf die Wiese. »Kann is bei dir bleiben?«, fragte der kleine grüne Drache. »Nur, wenn du nützlich bist«, sagte Morris. »Was ist das, nützlis?«, fragte der Drache. »Ich weiß das auch nicht richtig«, sagte Morris. »Auf jeden Fall kann Großmutter nur nützliche Tiere leiden.«
Großmutter stand in der Küche am Herd. »Wer ist denn das?«, schrie sie. »Ein kleiner grüner Drache«, sagte Morris. »Ein hungriger Drase«, sagte der kleine Drache. Und fraß den Pflaumenknödel auf. »Wo kommt er her?«, fragte Großmutter. Sie musste sich auf den Küchenstuhl setzen, weil ihr die Beine zitterten. »Er war auf dem Dach«, sagte Morris. »Bring ihn weg«, sagte Großmutter. »Er will bei uns bleiben.« »Morris«, sagte Großmutter, »ich dulde nur nützliche Tiere im Haus. Und so ein Drache ist unnütz.«
aus: U. Fuchs, Der kleine grüne Drache
Spoiler: Die Geschichte geht gut aus, sowohl für den Drachen als auch die Oma ;-)
zum Beitrag23.10.2025 , 19:59 Uhr
Sorry, habe versehentlich mir selbst geantwortet. War eigentlich an Sie gerichtet
zum Beitrag23.10.2025 , 13:37 Uhr
Sie haben natürlich recht. Gerade der Terrorismusbegriff ist hochgradig politisch aufgeladen und kann kaum noch, in den Worten Zenkers „einer idealiter neutralen Überprüfung“ unterzogen werden. Ob z.B. eine Gewalttat als Terrorismus angesehen wird, meine Formulierung verrät es schon, ist häufig eine Frage der Perspektive, ergo Beurteilung / Meinung. Genau das ist, wovor Arendt, so ich sie richtig verstanden habe, warnt: der Vermischung von Tatsache und Meinung. Gerade Meinung erhebt für sich häufig auch noch einen Anspruch auf Wahrheit.
Was ich also damit sagen wollte? Dass man scharf zwischen Tatsachen, der eigenen subjektiven Perspektive und der daraus resultierenden Meinung trennen muss. Über Meinungen lässt sich streiten, über Tatsachen nicht.
Genau das aber geschieht im Augenblick sehr häufig: Vielfach belegte Tatsachen werden geleugnet, Meinungen wie „Es gibt keinen menschengemachten Klimawandel“also zu Tatsachen erklärt und damit als diskutabel. Das zerstört auf Dauer jede Kommunikation.
zum Beitrag22.10.2025 , 15:17 Uhr
G. Zenker schreibt in seinem klugen Aufsatz Über Wahrheit und Lüge im politischen Sinn. Arendts Konzept der Meinungsbildung// :
"Tatsachen sind zwar Gegenstand des Meinens, aber im Unterschied zu Fiktionen sind sie nicht dem Meinenden zur Disposition gestellt. Tatsachen sind Fixpunkte des Handelns, auf die sich Handelnde im Modus des Meinens beziehen können. Dass Tatsachen, wie in den gegenwärtigen politischen Auseinandersetzungen, als deutungsabhängig, als Ergebnisse von Interpretationen präsentiert werden, ist nach Arendt ein Indiz dafür, dass Politik ihre Würde verloren hat."
und weiter:
"Tatsachen lassen sich überprüfen und jede Tatsachenbehauptung impliziert die Bereitschaft, sich einer idealiter neutralen Überprüfung zu stellen. Meinungen dagegen werden beurteilt. Wer eine Meinung äußert, nimmt Stellung und fordert andere zur Stellungnahme heraus. Werden die Differenzen verwischt, so führt dies zu einem Verfall der politischen Kommunikation, da jede Äußerung sich als bloße Ansichtssache darstellt, die sich vernünftiger Beurteilung entzieht."
Dies gilt m.E. nicht nur für uns hier Kommentierende, sondern mehr noch für Journalist*innen.
zum Beitrag22.10.2025 , 13:49 Uhr
Dazu empfehle ich Ihnen diesen sehr guten Artikel bei Übermedien wo Sie sich ein Bild machen können von den Versuchen, Journalisten einzuschüchtern
uebermedien.de/109344/der-undiplomat/
zum Beitrag22.10.2025 , 11:06 Uhr
Sie kennen aber schon die Träume eines Smotrich und eines Ben Gvir von einem Groß-Israel, die Pläne, das Westjordanland zu annektieren? Darin ist Frieden nicht vorgesehen. Und der korrupte Netanjahu müsste fürchten, für ein paar Jahre ins Gefängnis zu wandern.
zum Beitrag22.10.2025 , 10:44 Uhr
Bezüglich dieses Vorwurfs an Kieler OB-Kandidaten von den Grünen empfehle ich Ihnen diesen taz-Artikel: taz.de/Kampagne-ge...idadaten/!6121962/
Scheint mir eher ein recht durchsichtiger Versuch, mit Skandalisierung Wahlkampf zu betreiben
zum Beitrag21.10.2025 , 20:09 Uhr
Kommentar entfernt. Btte halten Sie sich an die Netiquette.
Die Moderation
zum Beitrag21.10.2025 , 19:38 Uhr
Sie wünschen sich also realsozialistische Tristesse in Verbindung mit der in einer Diktatur herrschenden, als „Sicherheit“ geframten Friedhofsruhe zurück? Beschweren Sie sich bei ihren Eltern, oder waren Sie 1989 vielleicht sogar selbst auf der Straße um „Wir sind ein Volk!“ zu rufen?
zum Beitrag21.10.2025 , 19:01 Uhr
Und was ist die Richtschnur? Die vielbeschworene deutsche Staatsräson, die jeder rechtlichen Grundlage entbehrt? Der umstrittene Antisemitismusbegriff der IHRA?
Der Verband jüdischer Journalistinnen und Journalisten ist m.E. schlicht eine Lobbygruppe, ein Blick in die Rubrik "Aktuelles" auf dessen Webseite genügt. Das ist legitim, sollte aber nicht zu offizieller Politik werden.
zum Beitrag21.10.2025 , 18:48 Uhr
Oh, nicht nur die JA delegitimiert Journalist*innen. Das scheint in gewissen Kreisen inzwischen ein Volkssport zu sein. Dazu lohnt es sich, den unten von mir verlinkten Artikel in Übermedien zu lesen. Dort heißt es:
"Die Praxis, sich einzelne Journalistinnen und Journalisten öffentlich vorzuknöpfen, scheint sich in den vergangenen Monaten zu einer fragwürdigen Medienstrategie ausgewachsen zu haben. „Vor allem Journalist*innen bekannter Medienhäuser berichteten, dass sich die israelische Botschaft seit Jahren immer wieder in Mails und Briefen über ihre Berichterstattung beschwere.“"
Quelle: uebermedien.de/109344/der-undiplomat/
zum Beitrag21.10.2025 , 11:04 Uhr
Netter Versuch. Da aber diese Mehrheit nur eine relative ist, kann man nicht so tun, als sehe eine absolute Mehrheit der Deutschen Zuwanderung als das größte Problem an.
Das würde bedeuten, einer relativen Mehrheit die Definitionsmacht darüber zuzugestehen, ob Zuwanderung das größte Problem ist, was dazu führen könnte, ich zitiere,
" - (...) dass Entscheidungen getroffen werden, obwohl eine absolute Mehrheit nicht gegeben ist. - (...) kann zu einer Benachteiligung von Minderheiten führen."
Quelle: www.juraforum.de/l.../relative-mehrheit
zum Beitrag20.10.2025 , 22:13 Uhr
Eine sehr eigenwillige Interpretation unserer verfassungsmäßigen Ordnung
zum Beitrag20.10.2025 , 18:09 Uhr
Aha, 33% sind also eine Mehrheit. Interessant.
Es gibt einen Unterschied zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiv messbaren Fakten. Gutes Beispiel ist der subjektiv empfundene Anstieg der Kriminalität, der sich durch Zahlen nicht belegen lässt.
Aus diesem Grund sollte sich Politik nicht einfach nach dem „Bauchgefühl“ der Wähler*innen richten.
zum Beitrag20.10.2025 , 13:53 Uhr
Auch durch hundertfache Wiederholung wird's nicht wahrer. Die Dame ist weiterhin als Moderatorin beim BR beschäftigt.
zum Beitrag20.10.2025 , 13:51 Uhr
Warum dürfen wir nicht einfach leben? fragt der Autor, und die traurige Antwort ist: Weil auf beiden Seiten die entscheidenden Kräfte keinen Frieden wollen. Auf palästinensischer Seite ist es die Hamas, auf israelischer Seite die Regierung Netanjahu. Beide würden viel, nein, alles verlieren, wenn es endlich Frieden gäbe. Der Augenblick der Hoffnung dauerte nur einen Herzschlag lang an. Es ist einfach nur grausam, was dort geschieht.
zum Beitrag20.10.2025 , 13:11 Uhr
Sehe ich anders, aber da kommen wir wohl nicht zusammen.
zum Beitrag20.10.2025 , 13:10 Uhr
Richtig, keine Mehrheit, aber eine nicht unerhebliche Anzahl Menschen (33%) betrachtet im Augenblick Zuwanderung als das größte aller Probleme, Umwelt/Klima (12%) kommt erst an fünfter Stelle.
Quelle: de.statista.com/st...me-in-deutschland/
Das bedeutet aber nicht, dass Zuwanderung wirklich das größte Problem *ist*.
zum Beitrag20.10.2025 , 12:56 Uhr
"Ausgerechnet JüdInnen argumentativ heranzuziehen"
Sie haben aber schon zur Kenntnis genommen, dass da eine Jüdin schreibt?
zum Beitrag20.10.2025 , 11:18 Uhr
Wer könnte da widersprechen. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind immer geboten, wo am Verkehr Teilnehmende aufeinandertreffen. Wichtig dabei ist das kleine Wort "gegenseitig". Im Moment ist es aber so, dass die Verantwortung für Vorsicht und Rücksichtnahme vor allem von den Vulnerabelsten im Straßenverkehr erwartet werden. Ich hingegen finde, dass ein sicherer Straßenverkehr sich an den Schwächsten Gliedern in der Kette ausrichten sollte, also an Kindern, Alten aber eben auch Radfahrenden. Dafür gibt es wie im Artikel dargestellt bereits gute Konzepte. Einmal mehr fehlt dazu der politische Wille in einem Land, in dem immer noch die meiste Zeit gilt, "Freie Fahrt für freie Bürger!" Und deshalb gilt weiterhin eine gnadenlose Hackordnung, allen Verkehrsregeln zum Trotz.
zum Beitrag20.10.2025 , 10:14 Uhr
Was genau verstehen Sie unter „Der Staat“? Meinen Sie nicht, dass die Kommunen Teil des Staates sind?
zum Beitrag19.10.2025 , 15:46 Uhr
Ein sehr persönlicher Bericht, der einen mitnimmt in ein scheinbar vertrautes und doch so fremdes Land.
zum Beitrag19.10.2025 , 14:52 Uhr
Den "niederländischen Griff", wie die Autorin ihn nennt, habe ich 1980 während meiner Fahrschulzeit noch gelernt, nur hieß er damals nicht so. Ich wende ihn bis heute an, genauso wie ich vor einem Richtungswechsel den Blinker setze und über die Schulter schaue, etwas, das auch aus der Mode gekommen zu sein scheint. Inzwischen fahre ich die meiste Zeit Rad und nur noch sehr selten mit dem Auto und teile die Diagnose der Autorin, dass wir es mit einem Versagen der Verkehrspolitik zu tun haben voll und ganz. Autos haben Vorfahrt, immer. Kinder werden sobald sie laufen können darauf hingewiesen, dass sie zu warten hätten, wenn sich ein Auto nähert (ist ja auch überlebenswichtig!), und diese erzwungene "Rücksichtnahme" wird sich ihr ganzes weiteres Leben als Fußgänger*in oder Radfahrer*in hindurch fortsetzen, solange sich an dieser Politik nichts ändert. Und viele Menschen finden das vollkommen normal.
zum Beitrag19.10.2025 , 14:02 Uhr
Mir erscheint die Idee des Autors, dass die AfD machtpolitisch niemals ein Bein auf den Boden bekommen würde, wie ein Pfeifen im Walde. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
zum Beitrag19.10.2025 , 13:48 Uhr
Sie plädieren also dafür, dass ein Rechtsextremer, der für "Remigration" wirbt und einen Martin Sellner in seinem Wahlkreisbüro auftreten lässt, als Kandidat zur OB-Wahl einer Stadt antritt? Wenn das Ihr Verständnis von Demokratie ist...
zum Beitrag19.10.2025 , 13:30 Uhr
Ich hätte da schon eine Idee, was die anderen Parteien gegen die AfD machen könnten, nämlich endlich damit aufhören, sich von dieser Truppe die Themen diktieren zu lassen, anstatt auf die wirklichen Probleme hinzuweisen, als da sind: wachsende Ungleichheit aufgrund mangelnden Mutes zur Umverteilung von oben nach unten mit allen daraus resultierenden Folgen, und last but not least der Klimawandel, das Damoklesschwert, das über unser aller Köpfe hängt und konsequent ignoriert wird, weil der Blick erfolgreich nach unten, sprich auf die Vulnerabelsten in unserer Gesellschaft gelenkt wird, die angeblich für alle Missstände in diesem Land verantwortlich sind. Aber solange noch genug Leute - wenn häufig auch nur vermeintlich - davon profitieren, wird sich das nicht ändern, fürchte ich.
zum Beitrag18.10.2025 , 12:38 Uhr
Es liegt im Wesen von Diktaturen, dass es keine demokratisch legitimierten Gesetze mehr gibt. Mitläufer werden mitlaufen und Wenige werden sich widersetzen, das zeigt die Geschichte. Von daher ist Ihre Frage obsolet.
zum Beitrag18.10.2025 , 12:26 Uhr
Ob Herr Merz sich wirklich nur unglücklich ausgedrückt hat, oder ob er bewusst am rechten Rand fischt oder ob er einen Testballon hat aufsteigen lassen - mit endgültiger Sicherheit wird sich diese Frage nicht beantworten lassen. Fest steht aber, dass seine Aussage, dass es trotz gestiegener Abschiebungen durch seine Regierung immer noch "dieses Problem" im Stadtbild gäbe, nah bei Seehofers Aussage ansiedelt, Migration sei "die Mutter aller Probleme". In einer Stimmung, wie sie derzeit (nicht nur in Deutschland) herrscht, ist das nicht einfach unglücklich, sondern politisch verwerflich. Sie schreiben, es sei deutlich erkennbar, dass es Merz "um die Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern und nicht um Menschen mit Migrationshintergrund, die das Stadtbild prägen" ging. An den Reaktionen mancher Kommentierender hier im Forum können Sie ablesen, wie das bei zu vielen Menschen ankommt, nämlich als generelle Absage an kulturelle Vielfalt in unseren Städten.
Von daher finde ich die (linke) Aufregung um diese Äußerung durchaus berechtigt.
zum Beitrag17.10.2025 , 21:52 Uhr
Ich kann ehrlich gesagt diesen Spruch von den großen Sorgen der Bürger nicht mehr hören, der nichts anderes ist als das Bemänteln ihrer Ressentiments.
zum Beitrag17.10.2025 , 21:24 Uhr
Das Argument „Ich habe nichts zu verbergen.“ war schon immer mehr als unterkomplex, um es mal höflich auszudrücken.
Damit können Sie jeden Eingriff in die Privatsphäre und die Bürgerrechte verharmlosen. Was am Ende dabei herauskommt sind gläserne und willfährige Untertanen.
zum Beitrag17.10.2025 , 14:35 Uhr
„Selbstverständlich werden sich Moderator und Panel in der Diskussion kritisch mit Jean-Pascal Hohm und seiner Partei auseinandersetzen.“
Ich habe mir die Diskussion jetzt angetan und kann nur sagen, unter kritischem Nachfragen verstehe ich etwas anderes. Dem Moderator würde ich ins Zeugnis schreiben "Er war stets bemüht" ...sich krampfhaft als neutral zu präsentieren, wobei er dem AfD-Vertreter bereitwillig als Souffleur diente mittels Stichworten, die dieser dankend annahm, stellte Suggestivfragen wie jene, ob die anderen Parteien sich um die Probleme der Leute nicht gekümmert hätten. O-Ton: "Den Platz muss ich ja erstmal freimachen, den die besetzen können." Danach ließ er zu, dass minutenlang über das Lieblingsthema der Rechten, die Migration geredet wurde, wobei Zahlen, die der AfD-Mann in den Raum stellte, nicht geprüft oder hinterfragt wurden. Kein Faktencheck nirgends. Die Mitdiskutanten reagierten vollkommen defensiv und keiner von ihnen schaffte es, eigene Themen zu setzen. Ergebnis: Da präsentierte sich ein beinharter Rechtsradikaler als harmloser Schwiegermuttertyp und Demokrat.
zum Beitrag17.10.2025 , 13:00 Uhr
Nur damit alle an der Diskussion Beteiligten wissen, worüber wir hier reden, definieren Sie bitte, was Sie unter Antifa verstehen, und auf welche Weise Sie diese von Ihnen definierte Gruppe von allen anderen, die sich selbst als Antifa verstehen, verfassungskonform abgrenzen/verbieten möchten.
zum Beitrag17.10.2025 , 12:35 Uhr
Meines Erachtens sind die öffentlich-rechtlichen Medien grandios gescheitert in dem Versuch, die AfD inhaltlich zu stellen. Ob das an der Unfähigkeit der Journalist*innen oder der Taktik der AfD, Fragen grundsätzlich nicht zu beantworten, sondern stattdessen die immergleichen Statements abzuspulen, sich als Opfer darzustellen oder gleich ganz den Diskurs aufzukündigen, indem man den Raum verlässt, liegt, möge Jede*r selbst beurteilen.
Gegenrede im Privaten hingegen jederzeit, und auch durch Argumente, solange man den Eindruck hat, dass das Gegenüber noch irgendwie für rationale Kommunikation erreichbar ist. Wenn nicht, ist klare Kante angesagt, auch auf dem (dann vermutlich letzten) Familienfest.
zum Beitrag17.10.2025 , 09:08 Uhr
Die Gleichsetzung von "Klimaklebern" (Blödzeitungs-Sprech) mit gesichert Rechtsradikalen finde ich unsäglich. Da ist unterwegs wohl der moralische Kompass verlorengegangen.
zum Beitrag17.10.2025 , 08:53 Uhr
Gibt es. Nachzulesen bei der IHK. Da steht u.a.,
"Arbeiten, die die physische oder psychische Leistungsfähigkeit von Schülerinnen und Schülern übersteigen, z. B. Arbeiten, bei denen Schülerinnen und Schüler (...) sittlichen Gefahren ausgesetzt sind."
Ich betrachte die menschenfeindliche Ideologie der AfD durchaus als sittliche Gefahr.
Zudem können die betreuenden Lehrer*innen, die verpflichtet sind, die Schüler*innen während des Praktikums mehrmals an der Praktikumsstelle aufzusuchen, m.M.n. nicht gezwungen werden, eine AfD-Geschäftsstelle zu betreten oder mit den dortigen Mitarbeitenden zu kommunizieren.
zum Beitrag17.10.2025 , 08:33 Uhr
Ich verstehe Ihren Punkt, nur - auch die NSDAP war nicht verboten. Die Folgen einer falsch verstandenen Toleranz kennen wir.
Ich zitiere mal Karl Popper:
„Weniger bekannt ist das Paradoxon der Toleranz: Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehnen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“
zum Beitrag16.10.2025 , 14:10 Uhr
Auch bei Ehud Olmert zogen sich mehrere Prozesse wegen Korruptionsverdachts bis zur Verurteilung über Jahre hin. Am Ende wurde er nach 16 Monaten vorzeitig aus der Haft entlassen. Bei Netanjahu wird es wahrscheinlich genauso laufen, wenn er nicht gleich wegen hohen Alters Haftverschonung bekommt.
Ähnlich verliefen die Prozesse in Frankreich gegen Nicolas Sarkozy, und auch hier sind Zweifel angebracht, inwiefern er seine Strafe im Gefängnis absitzen wird.
In Deutschland haben Vorgänge wie der Cum Ex-Skandal oder die CDU-Spendenaffäre für die betroffenen Politiker gleich gar keine Folgen, da sie allesamt an Demenz zu leiden scheinen.
Man könnte die Reihe beliebig fortsetzen. Volksmund sagt dazu aus leidvoller Erfahrung, "Kleine Diebe fängt man, große lässt man laufen."
zum Beitrag16.10.2025 , 13:38 Uhr
Heute wird von interessierter Seite ja schon das kompromisslose Eintreten für § 1 Grundgesetz (Schutz der Menschenwürde) als "links" gelabelt. In dieser Logik ist ein ÖRR, der einen kritischen Beitrag zur AfD bringt, natürlich "linkslastig". Nicht umsonst sprechen AfD und Konsorten von "System-Medien", die sie am liebsten ganz abschaffen wollen.
zum Beitrag16.10.2025 , 12:59 Uhr
Vertretern einer rechtsextremen Partei eine Plattform zu bieten ist - ich kann es nur wiederholen - Wasser auf die Mühlen dieser Leute, die nur jede Gelegenheit nutzen, ihre menschenverachtenden Positionen in die Welt hinauszuposaunen. Ein wirkliche Auseinandersetzung auf argumentativer Ebene ist mit diesen Leuten nicht möglich, und das wollen die auch gar nicht. Komplexe Zusammenhänge zu erklären dauert nämlich länger, als menschenfeindliche Statements abzugeben. Deshalb ist die Idee, man könne die AfD entzaubern, indem man mit ihr "diskutiert", von vornherein zum Scheitern verurteilt.
zum Beitrag16.10.2025 , 12:44 Uhr
Die Ironie können Sie sich sparen. Die Amadeu Antonio Stiftung ist nicht neutral, sondern nimmt verlässlich Partei für die Marginalisierten und Schwachen in unserer Gesellschaft. Gut so.
zum Beitrag16.10.2025 , 10:45 Uhr
"...kann dieses Ziel (der vollständigen Zerstörung von Hamas, Anm. von mir) nur durch hohen zivilen Blutzoll erreicht werden."
Das "Leider", das Sie dann noch pflichtschuldig nachschieben, ist m.E. scheinheilig.
Die Apologeten der vollständigen Zerstörung von Hamas bleiben regelmäßig die Antwort auf die Frage schuldig, wann genau dieses Ziel erreicht sein soll. Mir drängt sich der furchtbare Gedanke auf, dass sie erst zufrieden sind, wenn es keine Palästinenser mehr im Gazastreifen gibt, ganz gleich, ob tot oder vertrieben. Oder wie anders soll ich interpretieren, dass Sie wiederholt alle Palästinenser verdächtigen, Anhänger von Hamas zu sein? (s. Ihr Beitrag v. 15.10., 16:58 Uhr)
zum Beitrag16.10.2025 , 10:18 Uhr
Yahya Sinwar ist seit einem Jahr tot und sitzt nirgendwo ein.
zum Beitrag16.10.2025 , 10:10 Uhr
Viel zuviele Menschen scheinen von einem Deutschland zu träumen, das einem Disney-Zuckerbäcker-Fachwerk-Museum gleicht, in dem eine *weiße* Mehrheit sagt, wo's langgeht, und nicht-weiße Menschen nur als willfährige Arbeitskräfte ohne Mitspracherecht geduldet sind. Denen spricht Herr Merz aus der Seele.
zum Beitrag16.10.2025 , 09:57 Uhr
Das Wort "lebensunwert" stammt aus dem nationalsozialistischen Sprach"schatz" und ich verstehe nicht, wie irgendjemand es noch benutzen und morgens noch in den Spiegel schauen kann.
www.duden.de/recht...ibung/lebensunwert
zum Beitrag15.10.2025 , 11:28 Uhr
"Support your local poet."
Da gebe ich Ihnen vollkommen recht. Ich gehe grundsätzlich nicht auf solche Mega-Konzerte irgendwelcher Musik-Ikonen. Nur - wäre es dann nicht an der Zeit, Ihren einem sehr berühmten Musiker huldigenden Nickname zu ändern? Wie wäre es z.B. mit Gero Crass oder Merlin Buhmann? Kennen Sie nicht? Eben! ;-)
zum Beitrag15.10.2025 , 10:12 Uhr
Interessant. Ich habe den von Ihnen zitierten Satz des Hamas-Führers einmal in die Suche eingegeben, weil ich gerne die Quelle erfahre hätte. Angezeigt wurden mir zwei dubiose Blogs und ein Eintrag in Telegram, den ich nicht einsehen konnte. Können Sie eine seriöse Quelle nennen?
zum Beitrag15.10.2025 , 09:33 Uhr
Ich zitiere hier mal (wenn auch ungern) Joseph Goebbels:
"Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die […] Freiheit der Meinung zugebilligt – –, ja, Ihr uns, das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! […] Daß Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja ein Beweis dafür, wie dumm Ihr seid!"
zum Beitrag15.10.2025 , 08:54 Uhr
Was die rechten unter Meinungsfeiheit verstehen und wem diese zusteht, können wir derzeit live in den USA verfolgen. Die Forderung nach Erstellung von Listen postkolonialer Seminare und Lehrstühle, wie die AfD sie gerade in Sachsen-Anhalt erhebt, zeigt, wohin die Reise ginge, erhielte die AfD die Macht.
Das Problem ist nicht die "Intoleranz gegenüber der Intoleranz ", sondern im Gegenteil die wachsweiche Positionierung und häufig mangelnde Abgrenzung beziehungsweise sogar teilweise Übernahme von AfD-Positionen durch die bürgerlichen Parteien.
zum Beitrag15.10.2025 , 08:45 Uhr
"Niemand zwingt die Menschen, zu der Veranstaltung zu kommen,"
Das bedeutet im Ergebnis, dass man der AfD die Bühne überlassen soll. Das darf nicht sein. Man sollte Vertretern dieser Partei keine Plattform bieten. Und das Geschwätz von der angeblichen "Unterdrückung des demokratischen Diskurses" ist typisches AfD-nahes Opfergerede.
"Rechtsradikale nutzen jede Plattform, die ihnen gegeben wird, für ihre politische Agitation. Akteure wie die AfD werden versuchen, sich die Bühne für eine medienwirk- same Inszenierung nutzbar zu machen. Pluralismus bedeutet nicht, Menschenverachtung ein Podium zu geben. Eine gut begründete Absage ist häufig ein deut- licheres Statement als ein öffentliches Streitgespräch." Zitat: Amadeu Antonio Stiftung
zum Beitrag14.10.2025 , 10:54 Uhr
"Google ist prima als Suchmaschine,"
Ich google schon lange nicht mehr, sondern gründele ;-) de.wikipedia.org/wiki/DuckDuckGo
zum Beitrag14.10.2025 , 10:25 Uhr
"die fortgeschritten manifeste Unfähigkeit sich zu verbünden"
Schöner hätte ich es nicht ausdrücken können :-)
zum Beitrag14.10.2025 , 10:24 Uhr
Ab von der Haltung zum Nahost-Konflikt - wo sehen Sie eine größere Nähe der linksliberalen Linken (wer immer das genau sein mag) zu Positionen in der Merz-CDU?
zum Beitrag14.10.2025 , 10:09 Uhr
Ich kann die Freude über die Freilassung der Geiseln und den Waffenstillstand verstehen, nur fürchte ich, dass, wer sich auf einen irrlichternden Trump verlässt, verlassen ist. Beispielhaft dafür der im 20-Punkte-Plan vorgesehene Umgang mit Hamas:
"Zuvor soll US-Präsident Donald Trump während seines Flugs nach Israel (...) nach Angaben mitreisender Journalisten gesagt haben, dass seine Regierung der Hamas die Erlaubnis erteilt habe, sich vorübergehend erneut zu bewaffnen. Die Hamas versuche, nach Monaten des Kriegs wieder Ordnung herzustellen. Vor der Knesset sagte er hingegen, dass eine Vielzahl an Staaten im Nahen Osten die islamistische Terrororganisation entwaffnet sehen wolle." Quelle: taz
Von einem Mann, dessen Aufmerksamkeitsspanne der eines Dreijährigen gleicht, ist nichts zu erwarten. Wer Abbas gestern gesehen hat weiß auch, dass vom greisen Präsidenten der PA keine starken Impulse ausgehen werden. Die Europäer, vornehmlich Deutschland pflegen seit jeher nur Scheckbuch-Diplomatie und haben ansonsten wenig Konstruktives beizutragen. Bleiben die Staaten der Region einschließlich Israel. Sie sind zum Erfolg verdammt, wenn sie nicht auf ewig Krieg führen wollen.
zum Beitrag13.10.2025 , 11:21 Uhr
"I Have a Dream..."
...dass Israelis und Palästinenser Hand in Hand auf die Straße gehen, um gemeinsam zu trauern um die unzähligen Toten des Konfliktes, um einander zu verzeihen und um ein Land zu aufzubauen, das allen, Palästinensern und Israelis, Heimat sein kann.
"I Have a Dream..."
zum Beitrag13.10.2025 , 09:58 Uhr
Nur um Ihre diffamierende Aussage mal zurechtzurücken, wärme ich mal olle Kamellen auf. Hier als Service extra für Sie das Originalzitat. Böhmermann sagte damals:
„Um mich herum, um Sie herum lauern zur Zeit gefährliche kleinen Mikroorganismen, die einen krankmachen wollen: Kinder! Kinder sind zurzeit gemeingefährlich. Was Ratten in der Zeit der Pest waren, sind Kinder zurzeit für Covid-19: Wirtstiere. Ständig infizieren sie sich mit irgendwelchen Viren. Und was machen die unverantwortlichen kleinen Halbmenschen dagegen? Nix! Setzen sich jeden Tag, als steckten wir gerade nicht mittendrin in einer Pandemie, in eiskalte Klassenräume. Und geimpft, geboostert sind die wenigsten, die kleinen Querdenker. Kinder sind noch schlimmer als Aluhutträger in der sächsischen Fußgängerzone, weil die handeln unverantwortlich und sehen dabei so niedlich aus.“
Wer das nicht als Satire versteht, die/den kann ich nicht ernst nehmen. Ich gehe aber davon aus, dass das Missverstehen mit Vorsatz geschieht.
RND hat damals einen guten Artikel dazu veröffentlicht:
www.rnd.de/medien/...CIDFFMIUZHUWY.html
zum Beitrag12.10.2025 , 17:50 Uhr
„Die Gemeinsamkeit: alles Linke. Haben wir nicht andere Feinde?“
Genau so ist es. Die Linken zermürben sich in Kleinkriegen, die sie untereinander führen, und die Rechten lehnen sich zurück, reiben sich die Hände vor Freude und sicher auch die Augen vor Erstaunen, wie man so doof und selbstzerstörerisch sein kann. Hat leider Tradition.
zum Beitrag12.10.2025 , 17:42 Uhr
„ dass die ARD nicht mit ihm verlängern wollte, dann aber doch um 1 Jahr getan hat“
Herr Böhmermanns Sendung läuft im ZDF. Dass Sie das nicht wissen, lässt mich vermuten, dass Sie seine Sendung nur vom Hörensagen kennen.
zum Beitrag11.10.2025 , 14:25 Uhr
„Alle Dummköpfe innerhalb der NFP, die jetzt die Spaltung noch vertiefen, verpassen das Rendezvous mit der Geschichte.“
Es war schon immer das Problem der Linken, sich nicht einigen zu können. Ein erster Schritt wäre, den völlig verbohrten Mélenchon aus der Parteispitze LFIs zu entfernen.
Was Macron angeht, so ist er scheinbar völlig unfähig zur Einsicht und bereit, zur Aufrechterhaltung seiner persönlichen Macht die französische Demokratie zu opfern und ignoriert das Ergebnis der letzten Wahlen. Die Menschen, die 2018 große Hoffnung in ihn gesetzt haben, sind inzwischen völlig desillusioniert. Le Pen indes braucht nur zu warten, bis ihr der angefaulte Apfel in die Hände fällt. Es wird nichts Gutes daraus entstehen.
zum Beitrag11.10.2025 , 10:25 Uhr
Ich würde mir wünschen, dass die SPD (und auch Sie) genauso vehement Sanktionen für Sozialbetrüger der wohlhabenden Sorte (Steuerhinterziehung, exzessives Ausnutzen von Steuerschlupflöchern etc) fordern würden. Aber da herrscht lautes Schweigen im Wald.
zum Beitrag10.10.2025 , 12:01 Uhr
Satire war schon immer schwer zu ertragen und die Frage, was sie darf nicht erst seit Tucholsky Thema der Auseinandersetzung. So schrieb ein Kritiker anno 1848 zum Stück "Freiheit in Krähwinkel" von Johann Nestroy:
"»Wir fragen Herrn Nestroy ferner: Ob er es je verantworten könne, sich durch derlei gemeine Späße, durch derart ordinäre Anspielungen, […] den Beifall eines sonst geschmackvollen Publikums erworben zu haben.«"
zum Beitrag10.10.2025 , 10:37 Uhr
"Ansonsten ist das System des SGB 2 vom Grunde her ein gutes, welches nach wie vor viele Möglichkeiten der Unterstützung bietet, arbeitslose Menschen (wieder) im Arbeit zu bringen"
Soweit die Theorie. Ich war im Laufe meines Arbeitslebens dreimal arbeitssuchend. Während der Termine bei der Arbeitsagentur saßen mir sicherlich wohlmeinende, aber völlig hilflose Sachbearbeiter*innen gegenüber, die mir nichts außer in meinem Fall sinnlosen "Maßnahmen" (Bewerbungstraining) anzubieten hatten. Eine neue Arbeit habe ich mir in allen Fällen selbst und teilweise gegen den Widerstand der Behörde (eine Umschulung musste ich mir erkämpfen) gesucht. Während des Bewerbungstrainings durch eine dubiose Firma konnte ich beobachten, wie Menschen durch die Dozenten unter enormen Druck gesetzt wurden. Auf einen entsprechenden Hinweis an die Agentur erhielt ich niemals eine Antwort.
zum Beitrag10.10.2025 , 09:50 Uhr
Ich behaupte mal, dass Die Linke die neue SPD ist.
zum Beitrag10.10.2025 , 09:46 Uhr
Aus welchem Geist die Forderung der CDU nach Leistungskürzungen bis 100% entspringt, kann man in der Begründung zum Urteil des BVerfG v. 5. Nov. 2019 nachlesen:
"Sanktionierte Verhaltenspflichten gab es im Sozialrecht schon in der Weimarer Zeit, in der Zeit des Nationalsozialismus und unter Geltung des Bundessozialhilfegesetzes. Sie richteten sich zunächst gegen „Arbeitsscheu“ und boten später dem NS-Regime eine Grundlage für willkürliche Verfolgung."
Natürlich sind immer noch Steigerungen möglich, wenn das arbeitsscheue Pack nicht spurt:
"Auf Grundlage der §§ 19, 20 der Reichsverordnung und § 13 der Reichsgrundsätze praktizierten dann ab 1933 zahlreiche Städte die Internierung in bereits existierenden Arbeitshäusern oder, als „Arbeitsscheue“, in speziellen „Lagern für geschlossene Fürsorge“, die später als Konzentrationslager betrieben wurden"
Quelle: www.bundesverfassu...05_1bvl000716.html
Das Verfassungsgericht hat mit diesem Urteil derart hohe Kürzungen als grundgesetzwidrig (Verstoß gegen §1 GG Menschenwürde) erkannt.
Aber die Bundesregierung schert das nicht und sie unternimmt einen neuen Vorstoß.
zum Beitrag09.10.2025 , 11:40 Uhr
Hab ihn gelehrt nach Pflichtgrundsätzen Ein paar Stunden hintereinander schwätzen Indes er sich am Arsche reibt Und Wurstel immer Wurstel bleibt.
J.W. Goethe, Hanswurst
zum Beitrag09.10.2025 , 11:07 Uhr
"urst" ist schon vergeben, sorry.
Der Duden schreibt dazu:
Urst - großartig; äußerst, sehr [schön] wohl scherzhaft gebildet Superlativ von ur- regional umgangssprachlich veraltet
zum Beitrag09.10.2025 , 10:12 Uhr
Gruslig.
"Dass keiner uns zu früh da triumphiert - Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!"
(B.Brecht)
Und wer jetzt fragt, wo das Positive bleibt?
Das Stück heißt nicht Der un-aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui.
zum Beitrag09.10.2025 , 09:51 Uhr
Zwei große Filmemacher kommen da zusammen. Es ist nicht die erste Zusammenarbeit der Beiden. Schon für Tschick und Aus dem Nichts schrieb Bohm die Drehbücher. Fatih Akin ist seit langem ein genauer und ehrlicher Beobachter deutsch-migrantischen Lebens, schwimmt sich aber zunehmend aus dieser beengenden Zuschreibung frei und wird damit zum Chronisten deutscher Verhältnisse. Dank an Fatih Akin, dass er Hark Bohms Kindheitserinnerungen jetzt verfilmte.
zum Beitrag08.10.2025 , 21:01 Uhr
Das sich berufen auf die jüdisch-christliche Kultur, in deren Tradition Deutschland stünde, bemäntelt sehr geschickt die jahrhundertelange Verfolgung von Menschen jüdischen Glaubens, seit es das Christentum gibt. So kann man ganz wunderbar die Schuld auf Andere projizieren, in dem Fall auf Muslime.
zum Beitrag08.10.2025 , 20:21 Uhr
Alle, die sich hier jetzt in Linken-Bashing üben, sollten nicht vergessen, dass die Rechten im Land, die plötzlich ihre Liebe zu den Juden entdeckt haben, nur Wölfe im Schafspelz sind. Lasst euch nicht verarschen!
Ich schreibe das, weil ich an anderer Stelle im Forum dieser Tage lesen musste, die Franzosen wären gut beraten, RN zu wählen anstatt die Vereinigte Linke. So weit ist es schon, und das macht mir Angst.
zum Beitrag08.10.2025 , 20:07 Uhr
Was mich wirklich irritiert ist, dass sowohl der Verfasser des Artikels als auch die meisten Kommentierenden hier Berlin für den Nabel der Welt zu halten scheinen. Leute, es gibt Menschen außerhalb der scheinbar außer Rand und Band geratenen Berliner propalästinensischen Blase, Menschen, die zu Differenzierung und eigenständigem Denken fähig sind und nicht in einfache Freund-Feind-Schemata verfallen.
zum Beitrag08.10.2025 , 10:17 Uhr
Reist Dobrindt nach Madrid? Wohl eher nicht. "Die neue schwarz-rote Regierung setzt andere Prioritäten." ...und trägt lieber zur Normalisierung der Talibanherrschaft bei (taz.de/Abschiebung...71&s=afghanistan/), um demnächst in großem Stil abschieben zu können. Eine Hand wäscht eben die andere. Die afghanische Zivilgesellschaft wird im Stich gelassen. Das nennt man dann beschönigend interessengeleitete Außenpolitik.
zum Beitrag08.10.2025 , 09:26 Uhr
Ich würde da eine feine Unterscheidung zwischen einem laut Nationalstaatsgesetz die arabische Bevölkerung klar benachteiligenden jüdischen Staat und einem nach z.B. dem Schweizer Modell zu errichtenden multilingualen/multiethnischen Bundesstaat treffen, in dem alle Bürger*innen die gleichen Rechte haben.
zum Beitrag08.10.2025 , 09:18 Uhr
Um festzustellen, dass der Teilungsplan von 1937 die arabische Bevölkerung benachteiligte, muss ich keineswegs die Ereignisse in Europa ignorieren. Die Einwanderung von Juden nach Palästina hatte schon vorher eine lange Geschichte und begann nicht erst mit der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch die Nazis. Mein Punkt ist auch überhaupt nicht die Frage, ob die Einwanderung legitim war oder nicht, sondern die, wie mit der dort bereits ansässigen, mehrheitlich arabischen Bevölkerung umgegangen wurde. Und da müssen wir konstatieren, dass die Geschichte jüdischer Einwanderung nicht immer so rühmlich war, wie Sie es darstellen. Dass die Briten einen Gutteil Mitverantwortung tragen, lässt sich ebenfalls nicht leugnen, und auch der Mufti kochte sein eigenes, antisemitisches Süppchen. Aber um all das ging es in dem obigen Beitrag gar nicht, sondern darum, dass eine Lösung des Nahostkonfliktes ohne Einbeziehung der Palästinenser auf Augenhöhe nicht möglich ist, sondern der sicher gut gemeinte Vorschlag des Autors in meinen Augen die Fehler der Vergangenheit wiederholt.
zum Beitrag07.10.2025 , 13:23 Uhr
Ab wann sind "national eingestellte Rechte" oder "(als solche erkennbare) "deutsche Patrioten"" Nazis? Verzeihung, aber die von Ihnen eingeforderte "Differenzierung" folgt der AfD-Strategie der Selbstverharmlosung, indem man fein säuberlich zwischen haselnussbraun und kackbraun unterscheidet. (@Moderation: Entschuldigung für die drastische Wortwahl) Ersteres ist noch akzeptabel, Letzteres geht zumindest offiziell nicht durch. Der Unterschied zwischen einer Kopftuch tragenden Muslima und einem Nazi ist der, dass die Frauen in der Regel niemanden bedrohen, sondern im Gegenteil häufig selbst Beleidigungen und Bedrohungen ausgesetzt sind. Die nähere Umgebung Ihres "Walhalla"-Salons wäre hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine No-Go-Area für Kopftuch tragende Frauen und andere von der rechten "Norm" abweichende Menschen. Trotzdem würde er nicht verboten, solange der Besitzer nicht selbst zu Straftaten aufruft.
zum Beitrag07.10.2025 , 09:22 Uhr
Ja, ich unterstelle niedere Beweggründe, welch andere sollten es denn sein? Die arme Frau gehört zur unterdrückten Minderheit der Nicht-Kopftuch-Tragenden, die nirgendwo einen billigen Friseur finden? Zu Ihrem unsäglichen Nazi-Vergleich: Ich wette mit Ihnen, dass es solche Läden bereits gibt und solange sie keine Hakenkreuze auf dem Kopf ausrasieren, wird man sie leider nicht verbieten können. Und wenn Sie nicht verstehen, warum das etwas anderes ist, ist Ihnen leider nicht mehr zu helfen.
zum Beitrag07.10.2025 , 09:01 Uhr
Das Problem ist, dass Kopftuch tragende Frauen von manchen immer als unterdrückte Wesen dargestellt werden, die keine eigene Wahl treffen durften oder, schlimmer noch, überzeugte Islamistinnen sind. Da sollte man schon genau hinsehen, bevor man so etwas behauptet. Ich schrieb bereits, dass ich in der Kopftuchfrage durchaus zwiespältig bin, nur halte ich so einfache Antworten wie die Ihre nicht für zielführend. Außerdem haben wir Religionsfreiheit in diesem Land, und auch wenn mir persönlich Religion suspekt ist, muss ich das akzeptieren.
zum Beitrag07.10.2025 , 08:49 Uhr
Zur Negev-Wüste siehe meine Antwort an @Kai Ayadi.
"fast die Hälfte der israelischen Bevölkerung ethnische Araber waren."
...die in einem jüdischen Staat dann dauerhaft als Minderheit hätten leben müssen.
zum Beitrag07.10.2025 , 08:28 Uhr
Der Teufel verbirgt sich wie immer im Detail. Ich zitiere aus dem Wiki-Artikel zum UN-Teilungsplan/Peel-Kommission:
"Die Zionisten wären dabei begünstigt worden: Im geplanten arabischen Teil lebten nur 1.250 Juden; im geplanten jüdischen Teil dagegen 225.000 Araber. Weil entsprechend einer zionistischen Idee beide Gruppen ins jeweils andere Gebiet transferiert werden sollten – notfalls unter Zwang –, hätten damit 180 mal so viele Araber transferiert werden müssen wie Zionisten."
zum Beitrag07.10.2025 , 08:15 Uhr
Außer dem gesamten Negev sollten die Jesreelebene und Ostgaliläa mit dem See Genezareth und im Westen die nördliche und zentrale Küstenebene zum jüdischen Gebiet gehören.
Zur Behauptung, beim Negev handle es sich um eine Wüste: "„[…Der Negev] war bevölkert von 100.000 Beduinen, die in der Wüste das Gros an Gerste und Weizen produzierten, die in Palästina angebaut wurden. Das bestellte Ackerland im Negev allein war drei Mal so groß wie das von jüdischen Siedlern im ganzen Rest Palästinas bestellte Land. Obwohl nur 475 jüdische Siedler im Negev lebten, […] überwiesen die Vereinten Nationen pflichtschuldig dieses große Gebiet den Zionisten, zweifellos, da sie an den Mythos glaubten, dass es sie statt den Arabern waren, die ‚die Wüste zum Blühen brachten.‘“
Quelle: www.wikiwand.com/d...BCr_Pal%C3%A4stina
zum Beitrag06.10.2025 , 12:44 Uhr
"Das als „Palästina“ bekannte Mandatsgebiet sollte durch einen Beschluss der Vereinten Nationen vom 29. November 1947 in drei Teile geteilt werden: einen vor allem für Juden, einen vor allem für arabische Muslime und Christen"
Klingt erstmal gut. Was der Autor aber unterschlägt: Laut Teilungsplan waren 43 % des Landes für die 1,3 Mio. arabischen Menschen, 56 % für die 600.000 Jüdinnen und Juden vorgesehen. Finde den Fehler.
Die erste Frage, die sich mir beim Lesen des Artikels stellt: Warum soll Israel diesen Staat ausrufen und warum sollten die Palästinenser dieses gelinde gesagt paternalistische Gebaren als legitim ansehen?
Die zweite Frage, die sich mir stellt: Was steht hinter der Idee, den Schekel als Standardwährung festzulegen?
Für mich kann es nur eine Lösung auf Augenhöhe geben, ganz gleich ob Ein- oder Zweistaatenlösung.
zum Beitrag06.10.2025 , 11:45 Uhr
Wenn ich Ihre Posts hier richtig verstanden habe, betrachten Sie sich als Buddhist? Dann ist Ihnen sicher das daoistische Yin-Yang-Symbol vertraut. Yin und Yang scheinen auf den ersten Blick unvereinbar zu sein: doch sie existieren nicht ohne einander – sie stehen miteinander im Einklang und in Verbindung und sind Teil des großen Ganzen. In jedem Yin findet sich ein kleiner Anteil Yang wieder und umgekehrt (symbolisiert durch den kleinen Punkt). So groß die Gegensätze auch sein mögen, sie sind nicht unüberbrückbar. Vielleicht sollten Sie einmal darüber nachdenken.
zum Beitrag06.10.2025 , 11:05 Uhr
Ich selbst bin in der Frage Kopftuch durchaus zwiespältig, aber die vermeintliche Diskriminierung, die Klara P. beklagt, ist aus meiner Sicht nichts anderes als der übliche und allzu durchsichtige Versuch, zu skandalisieren, was den Kullturkämpfenden von rechts nicht gefällt, nämlich, dass es von ihren Vorstellungen abweichende Lebensentwürfe gibt.
Vielleicht sollte die Dame einmal einen Friseurbesuch am "Kopftuchtag" in diesem Salon wagen. Ich schätze mal, sie würde sich wundern, wie unterhaltsam und lustig es zugeht, wenn muslimische Frauen unter sich sind. Aber wahrscheinlich geht sie stattdessen lieber in die gemischte Sauna.
zum Beitrag04.10.2025 , 14:57 Uhr
Solange das Motto der CDU lautet "Vorwärts nimmer, rückwärts immer!" wird das nichts werden mit einem echten Politikwechsel.
Habituell zurück in die Vorachtundsechziger-Zeit, wirtschaftlich neoliberale Konzepte aufwärmen, technologisch im fossilen Zeitalter verharren - mehr fällt der CDU nicht ein. Dass Herr Merz ein ganz kleines Licht ist, das von sich glaubt, eine große Leuchte zu sein - wir ahnten es schon lang.
zum Beitrag04.10.2025 , 13:20 Uhr
Wir sind es so leid! rufen wir, und klagen unser Leid ohne uns zuzuhören. Allen tut es leid irgendwie aber auch wieder nicht. Geteiltes Leid ist halbes Leid haben wir gehofft. Geteiltes Leid ist doppeltes Leid fürchten wir jetzt, 35 Jahre später und wenden uns ab.
zum Beitrag04.10.2025 , 09:26 Uhr
Off topic, aber notwendig: Von „Zensur“ zu sprechen, weil ein Kommentar nicht durchgeht, ist genau die Eskalation von Sprache, die viel zu oft auch hier die Debatten vergiftet. Man nennt das Moderation.
zum Beitrag03.10.2025 , 23:55 Uhr
Quelle?
zum Beitrag03.10.2025 , 15:01 Uhr
Kein Vergleich ist schräg genug, um nicht gezogen zu werden, wenn‘s denn der eigenen „Wahrheit“ dient.
zum Beitrag02.10.2025 , 13:08 Uhr
Diese vermeintlich "authentischen" Reiseberichte privilegierter junger Europäer*innen haben sich ja inzwischen zu einem ganz eigenen Zweig des Broterwerbs entwickelt. Die Exotisierung von Land und Menschen bei Ausblenden der wahren Verhältnisse sehe ich ausgesprochen kritisch. Diese sehr begrenzte Sicht dann auch noch hunderttausend- oder gar millionenfach über TikTok oder Youtube oder im Nachgang durch Vorträge auf irgendwelchen Globetrotter-Events zu verbreiten und damit viel Geld zu machen, finde ich äußerst fragwürdig.
zum Beitrag02.10.2025 , 10:31 Uhr
Als Kartoffel sage ich Ihnen: Es ist mir vollkommen gleichgültig, ob Sie Deutscher sind oder nicht. Wenn Sie rechte Narrative bedienen, bekommen Sie Widerspruch von mir. Ich kann Ihrer Frau nur gratulieren, wenn sie noch nicht rassistisch benachteiligt oder beleidigt wurde. Ihr Rat, alle Migrationsdebatten zu ignorieren - weil: sie sei ja nicht gemeint - könnte sich allerdings rächen. In Echtzeit können wir das gerade in Trump-USA verfolgen. Sicher kennen Sie auch das Niemöller-Zitat. Das möchte ich weder Ihnen noch Ihrer Frau noch Ihrer Schwägerin wünschen.
zum Beitrag01.10.2025 , 23:01 Uhr
Was mir bei dieser Forderung nie ganz klar ist: Ab wann kann man Hamas als „zerstört“ (Ihre Wortwahl) betrachten? Genügt es, wenn sie formal kapituliert und die Waffen abgibt? Wird die israelische Regierung das glauben oder weiterhin behaupten, dass hinter jedem Zivilisten , jedem Steine werfenden Jugendlichen, ein Hamas-Kämpfer stecken könnte, weshalb man leider keinen Frieden schließen kann?
zum Beitrag01.10.2025 , 22:49 Uhr
Netanjahu muss sich schon entscheiden, ob er Katar als Vermittler zwischen Hamas und Israelischer Regierung betrachtet oder als Feind. Beides zugleich geht nicht
zum Beitrag01.10.2025 , 10:39 Uhr
"Die Deutschen dürfen das nur nicht offen sagen"
Wiederholen Sie bitte nicht wieder und wieder rechte Erzählungen von der ach so eingeschränkten Meinungsfreiheit im Land. Noch einmal: Sie können alles sagen, müssen aber mit Widerspruch rechnen. Genau wie Frau Balci.
zum Beitrag01.10.2025 , 10:35 Uhr
Danke!
zum Beitrag01.10.2025 , 10:11 Uhr
Der Anruf Netanjahus in Katar, der auf Druck Trumps geschah, erinnert mich an die Szene auf einem Schulhof.
"Bibi, du entschuldigst dich jetzt sofort bei Tamim! Gib ihm die Hand und versprich, dass du ihn nicht mehr trittst!" der Gescholtene reicht seinem Widersacher die Hand, ohne ihn anzusehen und murmelt, "Tschuldigung." "So, und jetzt vertragt euch wieder."
So wenig überzeugend des kleinen Bibi Entschuldigung auf dem Schulhof ist, so wenig ist es die des erwachsenen Netanjahu am Telefon. Sobald der strenge Lehrer Herr Trump ihm den Rücken zuwendet, wird er Tamim, äh, dem Emir von Katar erneut vor's Bein treten.
zum Beitrag01.10.2025 , 09:59 Uhr
Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.
Es wäre wünschenswert, wenn der Plan zumindest zu einem sofortigen Waffenstillstand führte. Nur fürchte ich, dass wir es mit einer Nebelkerze zu tun haben. Der für mich entscheidende Satz im obigen Artikel ist:
"Trump hat gedroht, dass er Netanjahu grünes Licht geben wird, alles zu tun, was er will, wenn Hamas diesen Deal nicht unterschreibt. "
Ein Freifahrtschein für Netanjahu und seine Gang.
Und Hamas? Wird nur unterschreiben, wenn sie Garantien erhält, dass ihre Anführer, soweit überhaupt vor Ort, Gaza unbehelligt verlassen können. Was das "Fußvolk" angeht, nehme ich mal an, ist es den Anführern egal, was mit ihm passiert. Und selbst wenn auch die Kämpfer abzögen, kann Israel immer behaupten, es seien nicht alle gewesen und deshalb jederzeit wieder in Gaza einmarschieren.
Aber ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen, denn ein Waffenstillstand, besser noch einen Frieden kann man allen Beteiligten nur wünschen.
zum Beitrag01.10.2025 , 09:41 Uhr
Was wäre denn Ihre Lösung? Ich frage ganz ernsthaft.
zum Beitrag01.10.2025 , 09:05 Uhr
Hätten die Veranstalter sagen sollen, dass sie sich dem Einspruch von Herrn Weimer gebeugt haben? Aber wie auch immer, den Twist, den Sie da vollziehen, indem Sie meinen, ich hätte die "jüdische Seite" - was oder wer immer das auch sein soll, die Stimmen sind vielfältig - in irgendeiner Form mit der AfD in Verbindung gebracht, ist schon, ich sage es mal höflich, gewagt.
Dass es Druck durch Weimer gab ist bekannt, wie die AfD dazu denkt, geht aus der von mir zitierten Kleinen Anfrage hervor. Dass es da Schnittmengen gibt, ist m.E. unstrittig. Genau dagegen richtete sich meine Kritik.
Was den Zentralrat der Juden angeht, so zitiere ich gerne Herrn Dr. Schuster:
"Künstlerische Freiheit darf nicht selektiv gewährt werden – und schon gar nicht auf Grundlage von Herkunft oder Religion. Wer sich zu solchen Ausschlüssen bekennt, stellt sich gegen die Grundprinzipien kultureller Vielfalt."
So weit, so schön. Nur verteidigte er nicht den Auftritt Chefkets, sondern bezog sich damit auf die Absage des Dirigenten Lahav Shani.
Zweierlei Maß, wohin das Auge blickt. Ich für meinen Teil bin gegen die Absagen an beide Künstler, weil sie auf böswilligen Unterstellungen beruhen.
zum Beitrag30.09.2025 , 11:30 Uhr
Die Frikadelle, ob Fleisch oder veggie auf einem Hamburger ähnelt ja auch ganz ungemein einem Hühnchen oder Rindvieh ;-) Das Burger-Brötchen ist rund, also ist es sinnvoll, wenn der Belag es auch ist - um der Verzehrbarkeit willen. Zudem mag es dem Einen oder der Anderen den Umstieg auf vegane/vegetarische Ernährung erleichtern, wenn die Optik vertraut ist.
zum Beitrag30.09.2025 , 11:04 Uhr
"Aber nach fast einem Jahrhundert sollte diese Schuld unserer Vorfahren nicht mehr unsere Politik ggü. Israel beeinflussen. "
Sehe ich anders. Nur sollte ebenjene Schuld unsere Politik gegenüber *allen* Menschen und Staaten bestimmen, nicht nur gegenüber Juden und Israel. Das wäre Verantwortungsethik im Gegensatz zu Gesinnungsethik, wie wir sie derzeit beobachten können.
zum Beitrag30.09.2025 , 10:36 Uhr
Der AfD ist die Freiheit der Kunst ja schon lange ein Dorn im Auge. Deshalb hat sie für Herrn Weimer dankenswerterweise etwas Vorarbeit geleistet.
Aus Drucksache 21/1412 v. 29.08.25 Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD:
Frage AfD
Wer legt die inhaltliche Ausrichtung des Programms des HKW fest?
Antwort Bundesregierung
Die künstlerische Arbeit des HKW wird durch die jeweilige Intendanz festgelegt. Das Grundgesetz schützt die Freiheit der künstlerischen Entscheidungen
Frage AfD
Welche Aufsichtsrechte besitzt die Bundesregierung für den Fall, dass die Darstellungen, Inhalte und Formate von Jan Böhmermann die Grenzen des Rechts und des respektvollen Miteinanders überschreiten?
Antwort
Die Bundesregierung respektiert die Autonomie der Kultureinrichtungen, deren Leitungen für ein respektvolles Miteinander in ihrem Verantwortungsbereich Sorge zu tragen haben. Es gelten die Regelungen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.
Und nun noch ein Originalzitat von Herrn Weimer:
„Können wir nicht frei, entspannt und vielfältig unseren kulturellen Raum definieren.“
Wäre schön, wenn er sich selbst daran hielte.
zum Beitrag29.09.2025 , 13:20 Uhr
Ich habe den Beitrag auf der Wahrheit-Seite erst jetzt gelesen. Ich persönlich empfinde ihn nicht als rassistisch - dafür teilt er nach meinem Gefühl doch in so ziemlich jede Richtung aus - aber als ziemlich geschmacklos. Trotzdem hielte ich ein Verbot für überzogen, weil: Satire darf das und wir müssen es aushalten.
Erinnern wir uns an Charlie Hebdo. Nicht jede Karikatur dort ist geschmackvoll und trotzdem waren sich alle darin einig, dass es möglich sein muss, sie zu veröffentlichen.
zum Beitrag29.09.2025 , 13:04 Uhr
Anders als Sie und ich kann es sich eine Regierung nicht leisten, sich einfach rauszuhalten. Nicht Stellung zu beziehen bedeutet in diesem Fall eben auch, den Status quo aufrechtzuerhalten, und der ist, da sind wir uns wohl einig, unhaltbar.
zum Beitrag29.09.2025 , 12:48 Uhr
Und warum ist das Ozonloch gerade dabei sich zu schließen (wenn es auch noch ein paar Jahrzehnte dauern wird, bis es vollkommen verschwunden ist)? Weil gehandelt wurde (Verbot von FCKW). Verzweifeln kann man an der Untätigkeit der Regierenden und an der Ignoranz zu vieler Menschen, die Ihr Satz "Was hatten wir alle Panik vor dem Ozonloch. Hört man heute nicht mehr viel von." leider einmal mehr belegt.
zum Beitrag29.09.2025 , 12:36 Uhr
Jemand lügt - aber wer?
Im Zweifel alle, jeder nach seiner Agenda. Beispielhaft der israelische Angriff auf das Evin-Gefängnis in Teheran. Erst tauchte ein gefaktes Video auf, dann hieß es, es seien über 70 Gefangene durch IdF getötet worden - ein Akt der Befreiung oder doch ein Kriegsverbrechen? Was ist wahr, was nicht? Das zu beurteilen würde ich mir lieber nicht anmaßen. Ziel des Ganzen ist wie auch sonst in diesem Krieg maximale Verwirrung der Zuschauenden und Verschleierung dessen, was wirklich geschieht. Vielleicht werden wir es irgendwann erfahren.
zum Beitrag27.09.2025 , 18:32 Uhr
Haben Sie schon einmal versucht, dem Mann, der Ihnen hinterher pfeift deutlich zu machen, dass diese Art „Kompliment“ von Ihnen nicht erwünscht ist? Nach meiner Erfahrung schlägt die scheinbare Freundlichkeit dann ganz schnell in Aggression und offene Misogynie um. Ablehnung empfinden solche Männer nämlich als narzisstische Kränkung.
zum Beitrag27.09.2025 , 17:35 Uhr
Die Fakten liegen auf dem Tisch, nur interessiert es kaum jemanden. Und was tut unsere Regierung? Sie gibt nochmal ordentlich Gas (im doppelten Sinne des Wortes) um den Karren noch ein paar Jahre früher an die Wand zu fahren. Es ist wahrlich zum verzweifeln.
zum Beitrag27.09.2025 , 17:30 Uhr
Deutschland erscheint mir mit seiner Nahost-Politik zunehmend als Geisterfahrer. Das Rumgestottere von Herrn Wadephul zeigt deutlich, dass unserer Regierung zunehmend die Argumente ausgehen. So sieht keine konsistente Politik aus.
zum Beitrag27.09.2025 , 17:22 Uhr
Vorab: Ich halte Gewalt und Selbstjustiz für absolut indiskutable Mittel. Allerdings erscheint mir das Urteil trotzdem sehr hart. Die Urteilsbegründung spricht von, Zitat: „Hanna S. ist schuldig der gefährlichen Körperverletzung in mehreren Fällen“
Wenn ich das richtig verstanden habe, stützt sich das Urteil auf ein Video, auf dem man sieht, dass mehrere Personen auf einen am Boden liegenden Mann einprügeln und -treten. Warum dann „ in mehreren Fällen“? Gibt es weitere Videos oder wurde einfach als erwiesen angesehen, dass die Beschuldigte als Teil einer Gruppe agierte und sich deshalb mitschuldig in mehreren Fällen machte?
zum Beitrag26.09.2025 , 15:49 Uhr
Palantir lässt grüßen.
zum Beitrag26.09.2025 , 15:34 Uhr
"Man muss sich schon entscheiden, ob man auf der Seite Israels oder der PLO und/oder der Hamas stehen will."
Diese Formulierung ist, mit Verlaub, Blödsinn. Entweder hätten Sie schreiben müssen:
"Man muss sich schon entscheiden, ob man auf der Seite Netanjahus, Ben Gvirs und Smotrichs oder der PLO und/oder der Hamas stehen will." Oder: "Man muss sich schon entscheiden, ob man auf der Seite Israels oder des palästinensischen Volkes (mangels Staat) stehen will."
Was mich angeht, will ich auf gar keiner Seite stehen, die Gewalt als Mittel zur Lösung des Konfliktes setzt. Wohl aber an der Seite derjenigen, die darunter leiden, und ebenso an der Seite Jener, die sich für Versöhnung einsetzen - und die finden sich sowohl unter den Palästinensern als auch den Israelis.
Übrigens ein Grund, warum ich weder an einer "proisraelischen" noch einer "propalästinensischen" Demonstration teilnehmen würde.
Um zu Ihrem ersten Punkt zu kommen: Ich würde mir wünschen, dass Sie recht hätten und es die zigtausend Toten nur in der Propaganda der Hamas gäbe. Ich fürchte nur, dass es sich hier nicht um "glauben" dreht, wie Sie es formulieren, sondern um traurige Realität.
zum Beitrag26.09.2025 , 14:16 Uhr
Die CDSU hat eine Grube gegraben, in die sie demnächst stürzen wird. Auf der einen Seite einen Unvereinbarkeitsbeschluss gegenüber der Linken, auf der anderen Seite eine mehr als löchrige "Brandmauer" gegen rechts, mit deren Untergraben ein meines Erachtens nach nicht irrelevanter Teil innerhalb der Union bereits beschäftigt ist. Das Gleichsetzen von Linker und AfD durch die CDSU als "extreme Ränder" ist hochgefährlich.
Bis jetzt haben Merz und seine Parteigenossen einfach nur Glück gehabt, dass Linke und Grüne sich verantwortungsbewusster zeigen als die CDSU, und auf diese Weise z.B. die Zweidrittelmehrheit für die Wahl der drei Verfassungsrichter*innen gestern möglich gemacht haben, obwohl die CDSU erneut jede Kontaktaufnahme zur Linken verweigert hat. Das wird aber nicht ewig so weitergehen. Merz keilt derweil weiter gegen die Grünen, brüskiert gerne auch mal den eigenen Koalitionspartner und verscherzt es sich auf diese Weise mit so ziemlich Allen, ganz so, als sei er immer noch in der Opposition. Unter diesen Umständen eine Koalition mit der Linken zu schmieden, sollte es notwendig werden, oder gar eine Minderheitsregierung zu führen, sehe ich nicht.
Die AfD freut's.
zum Beitrag25.09.2025 , 16:21 Uhr
Danke für diesen überfälligen Artikel! Auch hier in der taz-Community finden sich antideutsche Standpunkte. Ob diejenigen, die sie vertreten, sich selbst als antideutsch einordnen würden, weiß ich natürlich nicht, aber die strikte Weigerung, sich von der durch die IdF ausgeübten völlig eskalierten Gewalt im Gazastreifen zu distanzieren und wie im Artikel beschrieben stattdessen kritischen Stimmen reflexartig Antisemitismus vorzuwerfen, lässt für mich keinen anderen Schluss zu.
Ich würde niemandem von ihnen böse Absichten unterstellen, wohl aber Verkennung der Folgen ihrer Haltung, die darin besteht, offensichtlichen Völkerrechtsbruch zu leugnen und Jene, die ihn begehen in Schutz zu nehmen. Das führt im Ergebnis zu einer Relativierung jener moralischen Werte, denen wir uns Dank der Aufklärung verpflichtet fühlen müssen.
zum Beitrag25.09.2025 , 09:28 Uhr
Das Eine (Überlastung) schließt das Andere (Schikane) nicht aus, zumal Menschen dazu neigen, Druck von oben nach unten durchzureichen. Aus eigener Erfahrung weiß ich zudem , dass allein der Umstand, ob der/die Antragsteller*in in (deutscher) Begleitung oder alleine vorspricht, oft einen großen Unterschied macht, was das Verhalten mancher Sachbearbeiter*innen angeht.
zum Beitrag24.09.2025 , 12:47 Uhr
Was naheliegend ist, wenn man sich die Wahlkreiskarte nach Erststimmen zur Bundestagswahl 2025 ansieht. Der Osten war (mit winzigen Ausnahmen) blau. images.tagesschau....kreiskarte-100.jpg
zum Beitrag24.09.2025 , 12:29 Uhr
Time to say Goodbye, Windows!
Ich habe mich schon vor einigen Jahren verabschiedet und bin nach einigen Anfangsirritationen (z.B. kein Photoshop mehr, stattdessen nutze ich jetzt Gimp) mit Linux GNU/Debian glücklich. Kann ich nur weiterempfehlen.
zum Beitrag24.09.2025 , 12:18 Uhr
Ein Armutszeugnis. Sind wir wirklich schon so weit, dass eine Veranstaltung aus "Angst vor rechten Protesten" abgesagt wird?
Michel Friedman dazu:
"Dieser Bürgermeister antizipiert, dass bei einer Veranstaltung, die im Oktober 2026 stattfindet, also in über einem Jahr, anscheinend die Rechtsextremen so stark sind, dass er seine Stadt nicht schützen kann, wenn Michel Friedman zu Besuch kommt."
Das ganze Interview mit M.F. findet sich hier: www.ndr.de/kultur/...interview-100.html
zum Beitrag24.09.2025 , 11:38 Uhr
"Arabische Juden hatte er aber auch nicht auf dem Schirm. Daraus nun Rassismus abzuleiten, müssten Sie erklären."
Wahrscheinlich waren arabische Juden jenseits von Herzls Vorstellungskraft. Sein Blick ist ein eurozentristischer. Arabische Menschen gleich welcher Religion waren für ihn nicht existent, und das nenne ich Rassismus.
zum Beitrag24.09.2025 , 11:19 Uhr
"Ihm geht es um ein kleines Stück Land aus einem riesigen islamischen Reich."
...das nicht unbewohnt war.
"Palästina war zu Beginn der jüdischen Einwanderung Ende des 19. Jahrhunderts keineswegs unbewohnt. Vor Ort lebte – zunächst überwiegend in friedlicher Koexistenz mit den jüdischen Zuwanderern – eine teils nomadische, teils sesshafte arabische Bevölkerung, die insgesamt rund 400.000 Menschen betrug. Zur Auflösung der Fußnote[2] Daneben gab es eine Reihe von kleinen jüdischen Gemeinden, die zusammengenommen etwa 20.000 Menschen umfasste " Quelle: bpb.de
Ben Gurion wurde deutlicher, sprach wiederholt von der Notwendigkeit, die Araber zu vertreiben. Zitat:
„Wir müssen die Araber vertreiben und ihre Plätze einnehmen….“ Und wenn wir Gewalt anwenden müssen – nicht um die Araber des Negev und Transjordaniens zu vertreiben, sondern um unser eigenes Recht zu gewährleisten, sich an diesen Orten niederzulassen – dann steht uns Gewalt zur Verfügung.“
"Das ist 129 Jahre her."
Richtig. Die Siedler berufen sich auf ein biblisches Israel von vor 3000 Jahren.
zum Beitrag23.09.2025 , 16:09 Uhr
Am 4. Oktober 2016 gab die Staatsanwaltschaft Mainz die Einstellung des Ermittlungsverfahren gegen Böhmermann bekannt. Es seien keine „strafbaren Handlungen […] mit der erforderlichen Sicherheit nachzuweisen“, teilte die Behörde mit. Eine Karikatur oder Satire sei keine Beleidigung, sofern „die Überzeichnung menschlicher Schwächen [keine] ernsthafte Herabwürdigung der Person“ enthalte.
Dass man den Beitrag nicht mehr in der Mediathek findet, liegt schlicht daran, dass der Sender eingeknickt ist.
Frau Ruhs moderiert im BR weiterhin die Sendung und ist auch beim NDR immer noch tätig. Die Mär von der armen gecancelten Journalistin ist nicht zutreffend, auch wenn sie noch so oft wiederholt wird.
zum Beitrag23.09.2025 , 15:54 Uhr
Da wäre ich ganz bei Ihnen, nur - wie genau soll denn der Druck auf Hamas aussehen? Militärisch wird bereits auf Kosten der sich in Geiselhaft der Hamas befindlichen Bevölkerung des Gazastreifens maximaler Druck durch Israel ausgeübt, es gibt finanzielle Sanktionen durch die EU (www.bundesbank.de/...imes/hamas-922258).
Was also wäre noch möglich?
Und machen wir uns nichts vor: das erklärte Ziel der israelischen Regierung ist nicht nur die vollständige Vernichtung der Hamas, sondern auch die Annexion des Gazastreifens.
zum Beitrag23.09.2025 , 14:31 Uhr
Aus Herzl, Der Judenstaat:
"Palästina ist unsere unvergessliche historische Heimat. Dieser Name allein wäre ein gewaltig ergreifender Sammelruf für unser Volk. Wenn Seine Majestät der Sultan uns Palästina gäbe, könnten wir uns dafür anheischig machen, die Finanzen der Türkei gänzlich zu regeln. Für Europa würden wir dort ein Stück des Walles gegen Asien bilden, wir würden den Vorpostendienst der Cultur gegen die Barbarei besorgen. Wir würden als neutraler Staat im Zusammenhange bleiben mit ganz Europa, das unsere Existenz garantiren müsste. Für die heiligen Stätten der Christenheit liesse sich eine völkerrechtliche Form der Exterritorialisirung finden. Wir würden die Ehrenwache um die heiligen Stätten bilden, und mit unserer Existenz für die Erfüllung dieser Pflicht haften." Die arabische Bevölkerung wird mit keinem Wort erwähnt, genauso wenig wie von den heiligen Stätten des Islam auf dem Tempelberg die Rede ist. Da haben wir den Geburtsfehler: europäisch grundierter Rassismus, der die autochthone Bevölkerung schlicht ignoriert. Genau diese Denkweise lebt in den Köpfen mancher Siedler und dem Smotrichs et al. fort.
zum Beitrag23.09.2025 , 14:20 Uhr
"umorientiert" - wenn das mal kein Euphemismus ist. Warum sollte sich ein Bauer "umorientieren"? Die Rede ist übrigens nicht von Bauern auf einem Schachbrett, die man beliebig hin- und herschieben kann, wie es Ihnen anscheinend vorschwebt, sondern von Menschen und ethnischer Vertreibung, die *jetzt* geschieht. Man sollte das Kind schon beim Namen nennen.
zum Beitrag23.09.2025 , 14:06 Uhr
Was hat die taz geritten, ausgerechnet den Wessi Wolfgang Müller uns die Befindlichkeiten der Ostdeutschen erklären zu lassen? Ein Rudolf-Steiner-Apologet, der Sätze schreibt wie diesen: "Steiner war eben immer ein Denker des Konkreten." Oder: "Eigentlich geht es den Anthroposophen wie damals den Juden im babylonischen Exil, die von den anderen ausgelacht wurden, weil sie keine so schönen Götterbilder hatten, sondern an einen unsichtbaren Gott glaubten."
Und nun also das: "(...) eine tiefere – u. sehr reale – Erfahrung zugrunde liegen könnte: die Erfahrung, dass man, Wahlen hin oder her, mit zentralen Anliegen nicht gehört wird." Da ist sie wieder, diese ständig perpetuierte Erzählung, dass niemand die Erfahrungen und Gefühle der Ostdeutschen wahr- oder gar ernst nimmt, und dafür bringt er zwei Beispiele: Migration und Ukraine-Krieg (er nennt ihn 'Ukrainekonflikt'). Dabei diskutieren wir seit Jahren gerade das Thema Migration leider viel zu oft aus ebenjener vermeintlich nicht gehörten Perspektive, nämlich als vermeintliches Problem und Überforderung. Vielleicht sollte die taz den Autor und Ilko-Sascha Kowalczuk einmal zum (Streit?)-Gespräch einladen? Wäre sicher unterhaltsam.
zum Beitrag23.09.2025 , 13:02 Uhr
"Widerstand ist kopflos" lautet die Überschrift zu diesem Artikel. Die Demokraten sind dank der Mehrheitsverhältnisse kaltgestellt. Aber wo ist der breite Widerstand auf der Straße? Worauf warten eigentlich alle? Auf einen Anführer? Je vielseitiger und anarchischer der Widerstand, umso schwerer ist er zu fassen. Es braucht keine "Köpfe", die man identifizieren und kaltstellen kann, sondern die Courage Aller, die sich mit dem galoppierenden Umbau der USA in eine Autokratie nicht abfinden wollen.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:52 Uhr
"Die Hamas hätte keinen Grund gehabt, in dieser Form zur Gewalt zu greifen." Ein gefährlicher Satz, der sehr nah an einer Rechtfertigung der Gewalt vom 7. Oktober entlangschrappt.
"Eine friedliche Zukunft mit ihr ist nunmehr kaum vorstellbar." Mit Hamas war ganz sicher nie eine friedliche Zukunft vorstellbar. Trotzdem ist das Vorgehen der israelischen Regierung sowohl moralisch inakzeptabel und völkerrechtswidrig als auch politisch unklug. Die Bevölkerung Gazas wurde und wird in Sippenhaft genommen für die Untaten der Hamas, die exzessive Gewalt und Zerstörung durch die IdF führt meines Erachtens nur zu Radikalisierung und neuer Gewalt auf palästinensischer Seite. Das kann in niemandes Interesse sein. Weshalb ich dem Schlusssatz des Autors, "Dafür braucht es mehr Druck auf Israel, einzulenken – und eine Aussicht für die Menschen in Palästina, die ihnen Hoffnung macht." nur zustimmen kann.
zum Beitrag23.09.2025 , 12:13 Uhr
Leider sind Sie nicht der Einzige. Aber nur weil genug Leute laut "Meinungsdiktatur!" schreien, heißt das noch lange nicht, dass sie auch recht haben. Und Ausgewogenheit bedeutet nicht, dass man die Lügen der AfD nicht hinterfragt.
zum Beitrag22.09.2025 , 14:36 Uhr
Nochmal: Böhmermann und Welke moderieren eine satirische Sendung.
"Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel." (Tucholsky)
zum Beitrag22.09.2025 , 12:53 Uhr
"Affen sind Tiere. Punkt."
Die zivilisatorische "Leistung" als einziges Kriterium ist unzureichend. Wir wissen heute, dass es keine so scharfe Grenzziehung zwischen Mensch und Affe gibt, wie manche sich das wünschen. (Nicht nur) Menschenaffen haben ein Ich-Bewusstsein, ihre Erinnerung reicht weit zurück, sie haben ein Zeitverständnis und können planen (Wissen um Zukunft). Quelle: Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
All das wirft ethische Fragen auf, um die wir uns nicht herumdrücken können.
Wie nah der Mensch rein biologisch dem Affen ist, können Sie hier sehen:
www.onezoom.org/li...x279,y1305,w1.7989
Geben Sie in die Suche einfach "Mensch ein". Zoomen sie rein, zoomen Sie raus. Viel Spaß damit.
zum Beitrag22.09.2025 , 12:17 Uhr
Da sich die Witwe als gute Christin versteht, muss sie verzeihen; alles andere wäre unchristlich. Wie ernst sie es mit dem Verzeihen meint, wird die nächste Zeit zeigen. Ich bleibe skeptisch.
zum Beitrag22.09.2025 , 11:45 Uhr
Ist Ihnen eigentlich klar, was gerade passiert? Als Reaktion auf das israelische Vorgehen in Gaza rücken die arabischen Staaten wieder mehr zusammen, selbst Jordanien spricht vom "Feind" Israel, Saudi-Arabien nähert sich Pakistan an, um sich unter dessen atomaren "Schutz" zu stellen, Katar und die VAE rücken von ihrer pragmatischen Politik der letzten Jahre wieder ab und auch Ägypten is not amused. Es gibt einen Schulterschluss von fast 60 arabisch-islamischen Staaten nach dem Angriff auf Hamas in Katar. Und Sie glauben wirklich, dass Israel gut beraten sei, sich mehr und mehr zu isolieren und sich auf Trump zu verlassen, dessen Bündnistreue bekanntermaßen so zuverlässig ist wie das Wetter im April?
zum Beitrag21.09.2025 , 16:02 Uhr
Immerhin steht "Wahrheit" über den Artikeln auf der letzten Seite der taz. Wie konnte die arme Frau ahnen, dass es sich um Satire handelt?
So jemand Verstrahltes wie Frau von Krosigk als Referentin für Öffentlichkeits- und Pressearbeit, da brauchen die "freien" Bauern eigentlich keine weiteren Feinde mehr. Sie könnten einem ja fast leidtun - wären sie nicht so rechts.
zum Beitrag21.09.2025 , 14:06 Uhr
Nein, die wollen alle nur spielen. (Ironie aus)
Lassen Sie sich nicht täuschen. Hinter all dem Tanzen und Singen und der demonstrativen Fröhlichkeit verbirgt sich eine zutiefst reaktionäre und aggressive Frauen- und Körperfeindlichkeit, wie die christliche Kirche sie von Anbeginn an pflegte und besonders in evangelikalen und klerikalen Kreisen bis heute pflegt.
zum Beitrag21.09.2025 , 13:54 Uhr
Falsch.
"Weil sie mit Ketten, Seilen und Möbelstücken den Zugang zu einer Abtreibungsklinik in der US-Hauptstadt Washington blockiert haben, sind fünf Abtreibungsgegner in den USA von einem Bundesgericht verurteilt worden.Die fünf Männer und Frauen im Alter von 25 bis 67 Jahren waren den Angaben zufolge im Oktober 2022 aus verschiedenen Bundesstaaten nach Washington gereist, um sich an der Klinikblockade zu beteiligen. Sie seien gewaltsam in das Gebäude eingedrungen und hätten ihre Aktion mit einem Handy gefilmt und auf Facebook übertragen. Patientinnen und Klinikpersonal seien eingeschüchtert und auf gewaltsame Weise daran gehindert worden, bestimmte Gesundheitsdienste in Anspruch zu nehmen oder anzubieten."
Quelle: rnd
Damit es bei uns nicht so weit kommt, wurde im Juli letzten Jahres das „Zweite Gesetz zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes“ im Bundesrat beschlossen, das Frauen vor Gehsteigbelästigungen schützen soll.
"...werden dabei möglicherweise selbst sichtbar."
Das nennt man Pranger.
"das stört und ist lästig"
Ich nenne das Stalking.
zum Beitrag21.09.2025 , 10:07 Uhr
Das teils martialische Auftreten der Antifa berechtigt in keiner Weise zu ihrer Einordnung als Terrorgruppe. Zudem ist anzunehmen, dass für Trump „Antifa“ alles ist, was links seiner MAGA-Bewegung steht.
zum Beitrag21.09.2025 , 10:00 Uhr
„Der weltweite Rechtsruck ist keine politische Bewegung, es ist eine Götterdämmerung und Rückbesinnung auf Eigensicherung vor Universalismus“
Können Sie bitte diesen Satz näher erläutern?
zum Beitrag20.09.2025 , 09:30 Uhr
Ich korrigiere meinen letzten Satz: ich meinte nicht objektiv, sondern neutral.
zum Beitrag20.09.2025 , 09:17 Uhr
Im Unterschied zu „Klar“ handelt es sich beim „ZDF Magazin Royale“ um eine Satire-Sendung. Sie wissen schon, oder falls nicht, lesen Sie Tucholsky: de.m.wikisource.or...3F_%28Tucholsky%29
Zudem täuscht Böhmermann anders als Ruhs keine Objektivität vor, sondern zeigt klare Kante gegen rechts, und das darf er auch, s.o.
zum Beitrag19.09.2025 , 22:13 Uhr
Erschreckend, wie die Kommentarspalte selbst der taz von Apologeten der rechten Erzählung von einer vermeintlichen linken Meinungshoheit beim NDR gekapert wird. Offenbar haben sie den Artikel nicht gelesen oder nicht verstanden oder wollen ihn nicht verstehen. Gruslig.
zum Beitrag19.09.2025 , 13:48 Uhr
(taz) Der Instinktpolitiker Trump weiß um die Bedeutung von Kimmel und Co,
»... und dann würde das Lachen zu einer neuen Kunst, die selbst dem Prometheus noch unbekannt war: zur Kunst der Vernichtung von Angst«
aus Umberto Eco, Der Name der Rose
»"Aber er hat ja nichts an!" sagte endlich ein kleines Kind.(...) "Aber er hat ja nichts an!" rief zuletzt das ganze Volk.«
Andersen, Des Kaisers neue Kleider
zum Beitrag19.09.2025 , 12:50 Uhr
Siehe der Beitrag von @EffeJoSiebenZwo vom 18.09., 21:07
Man kann Sanchez' Einlassung wie ja auch geschehen, gezielt missinterpretieren, und insofern kann man ihm vorwerfen, dass es politisch unklug war, sich auf diese Weise zu äußern. Tatsache ist, dass Sanchez wahrscheinlich der von der israelischen Regierung meistgehasste europäische Politiker ist, und warum sollte man so eine Steilvorlage ihn zu diskreditieren ungenutzt verstreichen lassen?
zum Beitrag19.09.2025 , 11:44 Uhr
Was ich kritisiere ist, dass wir viel zu oft Metadiskussionen über Begriffe führen (Genozid ja oder nein), anstatt darüber zu reden, wie man das Töten beenden könnte. Der Frage der Begrifflichkeit wird ein zu großer Raum gegeben. Natürlich haben Sie recht, dass sicher die allermeisten der hier Kommentierenden das vom Spielfeldrand aus tun und nicht wirklich persönlich betroffen sind. Aber auch außerhalb des taz-Forums wird diese Metadiskussion geführt, nach meinem Eindruck, um Nichthandeln zu rechtfertigen, im Sinne von "Solange wir keine Beweise haben, dass es sich um einen Genozid handelt, stehen wir unverbrüchlich auf der Seite der israelischen Regierung (Ich schreibe hier bewusst nicht Israels) und waschen unsere Hände in Unschuld."
zum Beitrag18.09.2025 , 16:52 Uhr
Sanchez‘ Satz verstehe ich vollkommen anders, nämlich so: Anders als bei den USA, einer ökonomischen und Atommacht ist der politische Einfluss Spaniens auf Israel begrenzt In diesem Rahmen tut Spanien das ihm Mögliche Die Idee, Spanien würde eine Atombombe auf Israel werfen, wenn es dazu in der Lage wäre ist schlicht absurd.
zum Beitrag18.09.2025 , 13:45 Uhr
Danke für diesen großartigen Artikel, der die Ambivalenz der deutschen "Willkommenskultur" zutreffend beschreibt. Dass die Beifall klatschenden Menschentrauben an den Bahnhöfen kaum mehr als ein Strohfeuer sein würden, war erwartbar. Ähnliches konnten wir bei den von den Balkonen herunter Klatschenden während der Coronakrise und auch zu Beginn des Ukrainekriegs beobachten. Da ist viel Sentimentalität und Selbstbeweihräucherung mit im Spiel. Es gab und gibt tausende Menschen, die außerhalb des Rampenlichts täglich Geflüchtete unterstützten und bis heute unterstützen. Und es gibt Paternalismus und Sendungsbewusstsein in ihren Reihen. Das ist nichts Ungewöhnliches und findet sich überall, wo Leute ehrenamtlich tätig sind. Was der gewandelte Blick auf Geflüchtete und Migranten aber auch beweist, ist, wie sehr die Stimmung in der Bevölkerung von Politikern und Medien beeinflusst wird, also ob dort eine positive oder eine negative Erzählung dominierend ist. Wenn Politiker von Migration als "Mutter aller Probleme" sprechen oder Medien eine "Asylantenflut" beschwören, anstatt das Leid der Menschen und die Notwendigkeit zu helfen in den Vordergrund zu rücken, dann haben sie versagt.
zum Beitrag