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Hito Steyerl zu KI und Kunst„Ich arbeite von innen mit den Dingen gegen die Dinge“

Die Künstlerin Hito Steyerl über das Aufwachsen in einer Franz-Josef-Strauß-Demokratur, das KI-Chaos und Politik, die in die Künste drängt.

taz: Frau Steyerl, angeblich rottet die künstliche Intelligenz bald die Menschheit aus. Sie haben sich als Medienkünstlerin viel mit KI beschäftigt – was halten Sie von solchen Aussagen?

Steyerl: Ich glaube, es gibt noch ganz andere Möglichkeiten, wie die Menschheit sich ausrotten könnte, KI trägt einfach zum allgemeinen Chaos bei. Um das genauer einschätzen zu können, fehlen aber die Daten. Die Algorithmen sind geheim, die werden auch nicht veröffentlicht.

taz: Das ist jetzt nicht direkt beruhigend.

Steyerl: Ein großer Teil des Hypes um KI ist selbsttragend geworden und funktioniert mit zirkulären Investitionen. Prognosen werden über den tatsächlichen Bedarf hinaus erstellt und führen dazu, dass dafür immer mehr Infrastruktur gebaut werden muss. Diese kommt dann wieder denselben paar Firmen zugute. Aus meiner technischen Erfahrung heraus weiß ich, dass ein Teil dieser Infrastruktur nicht nötig ist. Die KI-Infrastruktur-Branche ist eine Blase.

taz: Welche Teile der Infrastruktur wären nicht nötig?

Steyerl: KI-Modelle lassen sich wesentlich bescheidener mit weniger Energie- und Datenaufwand trainieren, durch algorithmische Optimierung und mit abgespeckten Architekturen. Dann bräuchte man keine neuen Atomkraftwerke, Gaspipelines, fossile Infrastruktur und weiß Gott was, um das alles zu betreiben.

Im Interview: Hito Steyerl

Die Person

Hito Steyerl, geboren 1966 in München, gilt als eine der bedeutendsten Künstlerinnen der Gegenwart, bezeichnet sich selbst allerdings lieber als Filmemacherin und Autorin. In ihren multimedialen Arbeiten bringt Steyerl Gesellschafts- und Technologiekritik humorvoll zusammen. Für ihre Kunst erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen. Hito Steyerl lebt mit ihrer Familie in Berlin.

Die Ausstellung

„Hito Steyerl – Deine Mudda macht Show“ läuft vom 30. Oktober 2026 bis zum 29. März 2027 in den Hamburger Deichtorhallen.

taz: Sie begannen in den 1990ern mit essayistischen Dokumentarfilmen, in der Kunstwelt wurden Sie mit medientheoretischen Essays und Videoinstallationen bekannt, 2015 bespielten Sie mit Ihrer immersiven Arbeit „Factory of the Sun“ den Deutschen Pavillon der Kunstbiennale in Venedig. Bis heute befassen Sie sich in Ihrer Filmkunst mit den gesellschaftlichen Auswirkungen des technologischen Wandels. Wie sehen Sie Ihre eigene Rolle? Sind Sie die Beobachterin, die mit dem Material arbeitet, das sie vorfindet?

Steyerl: Ich arbeite von innen mit den Dingen gegen die Dinge. Manchmal auch mit den Dingen für die Dinge. Würde ich mir KI nur von außen anschauen, könnte ich sie gar nicht verstehen. Ich bin von vornherein ein Teil davon. Das ist eine komplizierte, auch kompromittierte Position.

taz: Warum kompromittiert?

Steyerl: Der amerikanische Literaturwissenschaftler Michael Rothberg hat das so genannt: the implicated subject. Genauso ein impliziertes Subjekt bin ich in diesen Technologien. Ich befasse mich mit ihnen und bin gleichzeitig mittendrin. Die meisten sind das, sind sich dessen aber nicht bewusst.

taz: Sie selbst sind sehr zurückhaltend mit Ihren Daten. Sie nutzen keine sozialen Medien, kein Facebook. Wo liegt Ihr Handy gerade, im Kühlschrank?

Steyerl: Nee, das habe ich hier bei mir. Es sind aber viele Funktionen ausgeschaltet. Bis vor vier Jahren hatte ich noch so ein altes Bananenhandy ohne Internet. Während der Pandemie wurde das unmöglich wegen dieser ganzen QR-Codes, die man brauchte. Da habe ich aufgegeben.

taz: Also selbst Sie, die Sie sehr datensensibel unterwegs sind, haben sich dem Smartphone nicht verweigern können.

Steyerl: Ich denke, man könnte sich noch immer verweigern. Aber es ist sehr viel Arbeit, weil alles darauf zugeschnitten ist.

taz: Sie kommen aus München, haben als junger Mensch Häuser besetzt und die Schule abgebrochen. Heute sind Sie eine der bedeutendsten Künst­le­r*in­nen Deutschlands. Wie sind Sie aufgewachsen?

Steyerl: In einer relativ konservativen, postfaschistischen Franz-Josef-Strauß-Demokratur. Bei uns war alles so, wie es halt damals war in den 70er und 80er Jahren in Bayern.

taz: Also keine 68er-Eltern?

Steyerl: Nein, überhaupt nicht. Meine Eltern waren Wissenschaftler am MIT, dem Massachusetts Institute of Technology. Mit Flower Power und Hippies hatten die gar nichts zu tun.

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taz: Sie konnten im Anschluss ohne Abitur Film in Tokio studieren. Wie kam es dazu?

Steyerl: Das war ein lustiger Zufall. Meine Mutter hatte in München eine japanische Person kennengelernt. Deren Töchter waren beide Schauspielerinnen, haben für den bekannten japanischem Nouvelle-Vague-Regisseur Shōhei Imamura gespielt. Der hatte zufällig auch diese Filmschule besucht und war der Meinung, dass Schulabbrecher besonders dafür begabt seien, Filme zu machen.

taz: Wieso wollten Sie Film studieren?

Steyerl: Spätestens ab 16 war ich eigentlich immer im Kino, ich träumte davon, selbst Filme zu machen, am liebsten Kampfsportfilme. Bruce Lee, Schwertkampf, etwas in der Richtung. Diese Filme faszinieren mich immer noch. Die Eleganz, die Choreografie, die Präzision. Ich habe damals auch Kampfsport gemacht, ich habe sechs Mal die Woche Karate trainiert.

taz: Jetzt nicht mehr?

Steyerl: Nein, aber ich habe mich gerade fürs Boxen angemeldet. Vielleicht vertiefe ich auch Muay Thai weiter.

taz: In Ihrem Kurzfilm „Lovely Andrea“ von 2007 erfährt man, dass Sie damals in Tokio als Bondage-Model gearbeitet haben, also dass Sie sich vor der Kamera fesseln und knebeln ließen. Warum?

Steyerl: Einer meiner Lehrer hatte einen Film über Filipinas gemacht, die für Sexarbeit nach Japan geschmuggelt wurden. Ich wusste, dass so etwas auch in der Pornoszene üblich war, und das wollte ich in einem Dokumentarfilm von innen heraus beleuchten. Den Plan gab ich dann aber sehr schnell auf, war zu gefährlich. Aber die meisten Leute an meiner Schule, also auch die Studierenden, hatten Part-Time-Jobs in der Sexindustrie, sie haben zum Beispiel Pornogeschichten geschrieben. Das ging allerdings nur für die männlichen Studierenden. Für die weiblichen waren die moralischen Grenzen zu rigide.

taz: Aber der Nebenjob als Bondage-Model ging trotzdem?

Steyerl: Nicht wirklich. War sketchy.

taz: In „Lovely Andrea“ geht es auch um Ihre Jugendfreundin Andrea Wolf. Während Sie in München Dokumentarfilmregie studierten und später in Philosophie in Wien promovierten, hat sich Wolf der PKK angeschlossen. Sie wurde 1998 in den besetzten Kurdengebieten getötet. Wie wichtig ist Andrea Wolf für Ihre Arbeit?

Steyerl: Einerseits sehr wichtig. Andererseits ist sie nun schon lange tot, die Erinnerung an sie verblasst allmählich. In ihrem Kielwasser haben sich aber mehrere Frauenfiguren herausgebildet. Kurdinnen, die ich kennengelernt habe, die mittlerweile so etwas wie ihre Rolle für mich eingenommen haben.

taz: Die kurdischen Gebiete tauchen seit 20 Jahren immer wieder in Ihren Arbeiten auf, zuletzt 2025 in der Videoinstallation „Mechanical Kurds“. Warum reisen Sie so häufig dorthin?

Steyerl: Am Anfang wollte ich herausfinden, was mit Andrea Wolf passiert war. Und dann hat sich das verselbstständigt. In den zehner Jahren gab es einen sogenannten Friedensprozess, der das Herumreisen in diesen Gebieten leichter machte. Und es gab mit der HDP in der Türkei eine starke zivilgesellschaftliche kurdische Bewegung. Dann kamen die Schlacht von Kobanê, die Angriffe von Daesh, die Autonomiebewegung in Rojava. Jedes Mal war ich dort, habe versucht was zu lernen.

taz: Verspüren Sie Ihren kurdischen Kontakten gegenüber eine Verpflichtung, deren Geschichte weiter zu erzählen?

Steyerl: Jein. Ich bin Filmemacherin, und da hat man auch eine formale Verpflichtung. Es bringt nichts, irgendetwas zu erzählen, wenn man es nicht gut durcharbeiten kann. Diesem Aspekt bin ich genauso verpflichtet.

taz: Steht die künstlerische Autorität über dem aktivistischen Auftritt?

Steyerl: Ja, ich komme stark aus einer reflexiven Perspektive, nicht aus einer aktivistischen. Und Kurdistan ist mir zu wichtig, um bei der Form zu schlampen.

taz: In „Mechanical Kurds“ begleiten Sie Geflüchtete in Erbil, die für maschinelle Lernsysteme Fotos beschriften, also darauf Häuser, Straßen und Menschen markieren. Was haben Sie in Erbil gesehen, das Sie dazu brachte, die autonome Maschine als Mythos zu bezeichnen?

Steyerl: Diese Arbeit existierte nur für eine kurze Zeit. In den frühen 2020er Jahren kam die Weltbank auf die Idee, dass man Geflüchtete im Nahen Osten für Mikroarbeit einspannen solle, weil dort viele junge Leute mit Handy in den Geflüchtetenlagern waren. Die kannten sich digital aus, brauchten Geld, und so konnte man sie gut ausbeuten. Wir haben mit etwa 15 bis 20 Leuten aus Lagern in Südkurdistan gesprochen. Die wurden dann alle wieder gefeuert, die Maschinen können sich mittlerweile selbst beibringen, wie man Dinge erkennt und annotiert.

taz: Also ist die autonome Maschine kein Mythos mehr, sondern Realität?

Steyerl: Ja und nein. Die eben beschriebene Arbeit ist nicht mehr nötig. Es gibt aber eine neue Form der Mikroarbeit im Bereich Robotik. Die Menschen haben dafür ein iPhone am Schädel, filmen sich beim Wäschefalten oder Müllrausbringen und bringen so den Robotern bei, wie sie sich im 3D-Raum bewegen. Teilweise werden die Leute richtig gut dafür bezahlt, denn es sollen sich auch etwa Zahnärzte bei ihrer Arbeit filmen. Aber die meisten Leute kriegen weniger als den Mindestlohn dafür.

taz: Eine Ihrer frühesten Arbeiten, die Sie jetzt in Ihrer Hamburger Werkschau zeigen, ist die Filmreihe „Normality 1–X“ aus den Jahren 1999 bis 2001. Sie handelt vom alltäglichen Antisemitismus und Rassismus im wiedervereinten Deutschland. Haben die dokumentierten Vorfälle auch mit Ihren eigenen Erfahrungen zu tun?

Steyerl: Klar, was denn sonst, ich bin offensichtlich nicht weiß. Aber ich fühle auch mit, wenn jemand wie Pöbel MC von seinen Erfahrungen im Osten rappt.

Der Kulturbetrieb ist teilweise wie ein Blinddarm sozialer Medien, er unterwirft sich nahezu reibungslos dem Plattform-Aufmerksamkeits­maxxing

taz: Wie beobachten Sie den Umgang mit Antisemitismus heute, insbesondere in der Kulturszene?

Steyerl: Die Kunst war ursprünglich ein Ort, an dem über eingefahrene Lager hinweg diskutiert werden konnte. Das ist jetzt nicht möglich. Auch weil die Politik sich heftigst einmischt. Es müsste zunächst einmal die Autonomie des Betriebs wiederhergestellt werden.

taz: Wie?

Steyerl: Wenn eine öffentliche Diskussion nur noch unter den Maßgaben stattfinden kann, dass irgendeinem beliebigen Kulturstaatsminister gefällt, was da geredet wird, muss man gar nicht erst damit anfangen. Der beschäftigt sich mit T-Shirts, während die Partei, die ihn gestellt hat, gerade mutmaßlich den Beginn der Machtübernahme der AfD in Sachsen-Anhalt zu verantworten hat.

taz: Angenommen, Wolfram Weimer würde sich einen anderen Job suchen, was wäre dann auf der Seite des Kunstbetriebs zu tun?

Steyerl: Es geht nicht um irgendeine Person, sondern um den Vibeshift hin zum Autoritären, zum Kulturdiktat, zur Militarisierung, all diesem Post-Preußenkram, Staatsräson-, Rheinmetall-, Wehrtüchtigkeitsdrip. Darüber hinaus wäre interessant, die Dinge strukturell zu diskutieren, statt nur aus einer rein von sozialen Medien getragenen Aufregungsdebatte heraus. Jetzt ist der Kulturbetrieb teilweise wie ein Blinddarm sozialer Medien, er unterwirft sich nahezu reibungslos dem Plattform-Aufmerksamkeitsmaxxing. Wieder mehr Autonomie zu gewinnen, wäre wichtig.

taz: Die Dinge aus einer formalen Perspektive zu diskutieren, was hieße das konkret?

Steyerl: Form, Infrastruktur, System fokussieren. Vielleicht findet man da auch Poesie wieder.

taz: Sie waren zuvor Professorin an der Universität der Künste in Berlin und sind es heute an der Akademie der Bildenden Künste in München. Was ist Ihnen wichtig, Ihren Stu­den­t*in­nen mitzugeben?

Steyerl: Ich möchte ein Klima schaffen, in dem sich die Leute gegenseitig unterstützen. Das ist das Wichtigste für ihre weitere Laufbahn. In Akademien gibt es oft einen absurden Druck, dieses oder jenes zu machen, damit man am Markt reüssiert. Das versuche ich draußen zu halten. Niemand weiß, was morgen passiert und was morgen erfolgreich sein wird, das wusste man kurz vor 1933 auch nicht.

taz: Sie selbst nennen sich Filmemacherin und Autorin anstatt Künstlerin. Warum?

Steyerl: Ich bin nicht sicher, ob das, was ich mache, Kunst ist. Und ich glaube, die Kunst ist sich auch nicht sicher. Wir schauen mal, wie das weitergeht. Momentan wird die Medienkunst wieder rausgeschmissen aus dem Kunstbegriff und dem Kunstmarkt. Wenn Krise ist, zieht sich der Kunstmarkt wieder auf Malerei zurück. Die Institutionen trotteln dann langsam hinterher.

taz: Man hört, Sie fremdeln mit der Kunstwelt insgesamt. Stimmt das? Sie sind ja gut im Geschäft.

Steyerl: Es ist immer wieder erheiternd, was da passiert. Wie eine Komödie mit allen möglichen Darstellern und Nebendarstellern. Und alle versuchen irgendwie klarzukommen, Klassenunterschiede werden auf magische Weise für die Dauer einer Eröffnung einfach so weggebügelt, da parkt einer draußen seine Yacht und ein anderer sein Fahrrad, und alle saufen auf Ruinart sein Nacken. Meistens ist es auch ein sehr ernüchternder Betrieb mit unglaublich viel Betrug und Ausbeutung.

taz: Wann fühlen Sie sich der Kunstwelt zugehörig?

Steyerl: Das weiß ich nicht. Wo bin ich überhaupt zugehörig? Ich habe aufgehört, mir diese Frage zu stellen. Auf mich passt ein Ausspruch des amerikanischen Schauspielers Groucho Marx: „Ich möchte keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnehmen würde.“

taz: Ein unterbelichtetes Thema in der Kunstwelt ist noch immer Mutterschaft. Sie haben selbst eine mittlerweile 21-jährige Tochter. 2016 mussten Sie eine Veranstaltung auf der Berlin Biennale absagen, weil Sie – Zitat Moderatorin – „a successful artist and mother“ seien.

Steyerl: Möglich, dass meine Tochter krank war und ich niemanden gefunden habe, der auf sie aufgepasst hat.

taz: Müsste die Kunstwelt mehr über Mutterschaft sprechen?

Steyerl: Ich weiß nicht, ob es etwas nützen würde. Ganz viele Dinge sind einfach nicht zugänglich. Viermonatige Residencies an entlegenen Orten gehen nicht, weil die Kinder in der Schule oder im Kindergarten sein müssen. Ich empfehle, als Filmkünstlerin zu arbeiten. Da kannst du einfach deinen Film hinschicken und zu Hause bleiben und dem Kind Fieber messen. Das ist ein echter Lifehack.

taz: Aus einigen Ihrer Arbeiten spricht eine gewisse Wut. Im Video „Strike“ zerschlagen Sie mit offenem Haar einen Bildschirm. Der Titel von „Hell Yeah We Fuck Die“ kombiniert Worte, die am häufigsten in Songs vorkommen. Beide Arbeiten teilen auch ein Reproduktionsmoment. Ist das die spezifische Wut einer Frau?

Steyerl: Wallah Krise.

taz: Findet Ihre Wut ihren Ausdruck in der künstlerischen Arbeit?

Steyerl: Ich hoffe doch, dass meine künstlerische Arbeit als eine Art von Sublimierung funktioniert, wo dann nicht nur Affekt hinten rauskommt. Das wäre sonst peinlich. Das ist ja auch der Motor der kapitalistischen Verwertungsindustrie schlechthin. Wahrscheinlich geht es mir darum, mit Wut so lange zu spielen, bis ich eine Form dafür gefunden habe und sie in dieser Form halten kann.

taz: Die aktuelle Ausstellung in Hamburg heißt „Deine Mudda macht Show“. Eine Reminiszenz an den Song „Ja, Ja … Deine Mudder!“ der Hamburger Band Fünf Sterne Deluxe? Und sind Sie die Mudda?

Steyerl: Meine Tochter sagt Deine Mudda hier, Deine Mudda da. Und dann denk ich, Was laberst du, Alte?, das bin doch ich! Überhaupt bekommen Mütter durch diesen Ausspruch ja sehr viel Aufmerksamkeit wenn auch nicht besonders schmeichelhafte. Ich dachte dabei nicht an die Fünf Sterne Deluxe, sondern an eine Zeile der Rapperinnen von SXTN: „Ich ficke deine Mutter ohne Schwanz.“ Das ist Poesie 3000.

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