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Die Bundestalk-Moderator*innen sitzen an einem Tisch.

Raketen auf Kyjiw, Drohnen auf Moskau Eskalation im Ukraine-Krieg – naht das Ende?

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Die gegenseitigen Angriffe Russlands und der Ukraine auf zivile, wirtschaftliche und Infrastrukturziele nehmen zu. Was bedeutet das für den weiteren Verlauf?

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine tobt in seinem fünften Jahr. Der Krieg hat sich verändert – in letzter Zeit beschießen beide Seiten insbesondere die gegenseitige Infrastruktur, Warenlager und zivile Einrichtungen. Offenbar mit dem Ziel, den Gegner wirtschaftlich und moralisch in die Knie zu zwingen.

Die Ukraine hat keine militärischen Mittel, um die ballistischen Raketen Russlands abzuwehren. Und für die russische Bevölkerung bedeutet die neue Phase, dass der Krieg inzwischen überall spürbar ist. Manche meinen, das sei der lange prognostizierte Abnutzungskrieg im Endstadium.

In Russland finden im September Wahlen zur Duma statt. Jabloko, die wichtigste verbliebene Stimme gegen den Krieg, ist allerdings von der Teilnahme ausgeschlossen. Viele rechnen damit, dass unmittelbar nach der Wahl eine neue Mobilisierung für die Front beginnen könnte.

In der Ukraine verbietet die Verfassung die Durchführung von Wahlen in Kriegszeiten. Das hält den vor einem Monat geschassten ehemaligen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow allerdings nicht davon ab, genau das zu fordern. Immerhin: Im Unterschied zu Russland ist eine offene Debatte darüber möglich, inklusive Demonstrationen. Aber die Zwangsrekrutierung junger Männer zur Armee führt zu immer heftigeren Konflikten.

Wie sind die zerstörerischen Angriffe auf zivile, wirtschaftliche und Infrastrukturziele von Russland und der Ukraine zu bewerten? Welche Auswirkungen hat diese Form der Eskalation auf die europäischen Partner der Ukraine – insbesondere auf Deutschland?

Wenn Russland weiterhin erfolgreich die ukrainische Energieinfrastruktur zerstört, müssen wir dann zum Herbst/Winter hin mit größeren Fluchtbewegungen Richtung Deutschland rechnen? Und wenn ja, was heißt das? Wie vertragen sich die Perspektiven des Ukrainekriegs mit der extrem angespannten politischen Lage und den Landtagswahlkämpfen in Deutschland?

Über all das diskutiert Bernd Pickert aus der Auslandsredaktion der taz mit dem freien Korrespondenten Mathias Brüggmann, Auslands-Ressortleiterin Barbara Oertel und Inlands-Fachredakteur Frederik Eikmanns.

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