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Zwei ZDF-Dokus über die BahnBahn frei für Bahn-Bashing?

Zwei ZDF-Dokus widmen sich dem Phänomen Deutsche Bahn. Am Ende steht jeweils ein ähnliches Fazit: Die DB ist das Sinnbild für die ganze Republik.

Um bei der Deutschen Bahn noch hinterherzukommen, bräuchte man einen Liveticker.

Aktuell gibt es mindestens drei Baustellen: Die ZDF-Doku „Unsere Bahn: geliebt, verflucht – gefährlich?“ von Dunja Hayali und Sebastian Bellwinkel; die aktuelle juristische Auseinandersetzung zwischen Bahn und ZDF um genau diese Doku, bei der es einerseits um bereits vom Sender korrigierte Details, andererseits um das große Ganze der Pressefreiheit geht; sowie eine zweite ZDF-Doku namens „Das Deutsche-Bahn-Desaster“.

Und da haben wir noch gar nicht vom Stellwerkchaos um die Neubesetzung des Verkehrsministers – wer jetzt noch mal? – gesprochen oder über „so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit“, die die Bahn-Chefin Evelyn Palla in einem Interview dem Innenleben ihrer Firma bescheinigte.

Dazu kann ich Auskunft geben, weil ein souveräner Schienenersatzverkehr-Fahrer mir und allen, die es im bis zur letzten Sardine vollgepressten Bus hören wollten, kürzlich beim Versuch der Urlaubsrückreise die Dinge darlegte.

In der Achselhöhle des Mitpassagiers

Kurzfassung: Oben wird gespart, um Erfolge vorweisen zu können, unten wird das in der Achselhöhle des Mitpassagiers ausgebadet. Eine Vollbremsungen hätte wirklich üble Folgen gehabt.

Die Deutsche Bahn ist Deutschland in klein, resümiert die Hayali-Bahn-Doku. Vieles sei liegen geblieben, aber auch sehr viel möglich.

wochentaz

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Und auch in der „Desaster-Doku“ ist die Bahn am Ende ein „Ausdruck unseres Landes“. Was nötig ist, sind Zeit und Geld. Was da ist, sind Menschen, die vor Ort volles Engagement zeigen. Was fehlt, ist das politische Vermögen, die Weichen für die Zukunft zu stellen, also das Verständnis der Gegenwart. Mit der innovationsfeindlichen, klimawandelresistenten und rabiat die Interessen der Superreichen sichernden Politik der Merz-Regierung geht die Reise dagegen weiter in die Vergangenheit.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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