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Workshop der panterstiftung Afrika sucht Partner – Europa sucht sich selbst

Christian Jakob
Ole Schulz

Kommentar von

Christian Jakob und Ole Schulz

Seit April haben beim 5. Afrika-Workshop der taz panterstiftung 16 Jour­na­lis­t:in­nen über das Verhältnis Afrikas zu den Großmächten diskutiert.

D ie Klagen über Niedergang und Verfall hierzulande lassen die globalen Maßstäbe leicht in Vergessenheit geraten. Dabei ist die Wirtschaftsleistung Deutschlands allein heute etwa 1,5-mal so groß wie jene Afrikas – obwohl dort 20-mal mehr Menschen leben. Die EU erwirtschaftet sogar etwa das Achtfache – bei nur gut einem Viertel der Einwohnerzahl. Welche Verpflichtungen stecken in diesem Reichtum? Und welche enormen Möglichkeiten eröffnet er für eine Partnerschaft mit dem afrikanischen Kontinent: für die Bekämpfung von Armut, die grüne Transformation und nachhaltige Entwicklung?

Doch Europas hochnervöse Gesellschaften sind heute vor allem mit sich selbst beschäftigt: Sie haben Angst vor Russland, fühlen sich von den USA verlassen, sind gespalten durch den Aufstieg der Rechtsextremen, überwältigt von der Klimakrise und überfordert mit Migration.

Für eine Nachbarschaftspolitik, die Europas und Afrikas Zukunft gemeinsam gestaltet, fehlen Mut und Kraft. Andere Akteure füllen dieses Vakuum: Russland mit Militärkooperation, China mit Infrastruktur, die Golfmonarchien mit Investitionen. Oder sie wenden sich ab – wie die USA.

Afrika-Workshop & Magazin-Bestellung

Am 5. Afrika-Workshop der taz panterstiftung nehmen Kol­le­g:in­nen aus 16 Ländern Afrikas teil. Dabei entstand auch ein 64-seitiges, aufwändig gestaltetes Magazin. Es kann ab sofort bestellt werden per Mail an stiftung@taz.de unter dem Betreff „Afrika-Magazin“ und Angabe Ihres Namens und Ihrer Postadresse. Vielen Dank!

Die Texte des Magazins erscheinen auch hier auf taz.de.

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Seit April 2026 haben Print-, TV- und Ra­dio­jour­na­lis­t:in­nen aus 16 afrikanischen Ländern beim 5. taz Panter Afrika Workshop darüber nachgedacht, wie sich das Verhältnis ihres Kontinents zu den großen Mächten der Welt verändert. Sie haben auf ihre eigenen Länder geschaut und gefragt: Welche Chancen bieten neue Kooperationen? Welche Gefahren entstehen durch neue Abhängigkeiten? Und welche Rolle wünschen sie sich von Europa?

taz panterstiftung

Durch Spenden an die taz panterstiftung werden unabhängige und kritische Jour­na­lis­t:in­nen vor Ort und im Exil im Rahmen der Projekte „Tagebuch Krieg und Frieden“ sowie „Unser Fenster nach Russland, Belarus und in andere postsowjetische Länder“ finanziell unterstützt. Am letzten Tag jedes Monats erscheint unser Podcast "Freie Rede", in dem Stimmen aus Projekten der Stiftung zu Wort kommen.

Die dabei entstandenen Texte mit ihren Antworten finden Sie hier gesammelt auf taz.de und gedruckt in der neuen Ausgabe des transcontinental-Magazins, das sie ab sofort bestellen können.

Wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen!

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Christian Jakob

Christian Jakob Reportage & Recherche

Seit 2006 bei der taz, zuerst bei der taz Nord in Bremen, seit 2014 im Ressort Reportage und Recherche. Im Ch. Links Verlag erschien von ihm 2023 "Endzeit. Die neue Angst vor dem Untergang und der Kampf um unsere Zukunft". Seit 2019 gibt er den Atlas der Migration der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit heraus. Zuvor schrieb er "Die Bleibenden", eine Geschichte der Flüchtlingsbewegung, "Diktatoren als Türsteher" (mit Simone Schlindwein) und "Angriff auf Europa" (mit M. Gürgen, P. Hecht. S. am Orde und N. Horaczek); alle erschienen im Ch. Links Verlag. Seit 2018 ist er Autor des Atlas der Zivilgesellschaft von Brot für die Welt. 2020/'21 war er als Stipendiat am Max Planck Institut für Völkerrecht in Heidelberg. Er ist Autor von Hörfunkfeatures für SWR, Deutschlandradio und ORF und Mitglied im Beirat des Mediendienst Integration. Auf Bluesky: chrjkb.bsky.social
Ole Schulz

Ole Schulz taz Panter Stiftung

Historiker & Journalist aus Berlin. Seit 2021 Projektkoordinator bei der taz panterstiftung (für Afrika & Lateinamerika, Publikationen & taz panterpreis), @taz.panterstiftung, taz.de/stiftung. Strandfußballer alter Schule, dj sheriff schulle.
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