piwik no script img

das thema

Foto: Carmen Jaspersen/picture alliance

Denkmal für Laye-Alama Condé: Nachdem sich die Bremer Politik lange geweigert hatte, ihre Mitschuld an dem Tod des Mannes einzugestehen, der aus Sierra Leone nach Deutschland geflohen war, ist ein Denkmal für ihn nun sogar im Koalitionsvertrag der rot-grün-roten Landesregierung festgeschrieben. Er starb, nachdem ihm im Polizeigewahrsam gewaltsam Brechmittel eingeflößt worden waren – die Polizei wollte so an die Drogen kommen, die er verschluckt hatte. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat diese Praxis 2006 als Verstoß gegen das Folterverbot verurteilt. In Hamburg, wo der 19-jährige Achidi John bereits 2001 bei einem Brechmitteleinsatz ums Leben kam, hat dieses Urteil allerdings bis heute nicht dazu geführt, dass sich die Verantwortlichen entschuldigt hätten, ein Denkmal ist in weiter Ferne. Der Innensenator damals hieß Olaf Scholz. Zum Thema

Nur noch 460 – dann sind wir 50.000

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen