Widerstand in Iran : Können die Proteste das Regime stürzen?
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Die desolate Wirtschaftslage in Iran treibt etliche Menschen auf die Straßen. Es geht ums Überleben und es wird ein Ende des brutalen Regimes gefordert.
Seit Tagen gehen die Menschen in Iran wieder auf die Straße. Auslöser der aktuellen Proteste sind die enorm hohen Lebenshaltungskosten. Lebensmittel und Medikamente sind nahezu unbezahlbar geworden, die Währung ist im freien Fall. Doch es handelt sich um weit mehr als Widerstand gegen die desolate wirtschaftliche Lage im Land. Die Proteste sind vielmehr ein klares Zeichen gegen das autoritäre Regime der Islamischen Republik.
Die Protestformen sind vielfältig und aus allen Teilen der Bevölkerung schließen sich etliche Menschen dem Widerstand an. Wenig überraschend reagiert das autoritäre Regime mit brutaler Repression. Dutzende Menschen sind tot, Hunderte wurden festgenommen in den vergangenen Tagen. So berichten es verschiedene Menschenrechtsorganisationen. Sogar Kinder und Jugendliche werden öffentlich – etwa im staatlichen Fernsehen – vorgeführt und zu sogenannten Geständnissen gezwungen.
International wird das brutale Vorgehen des Regimes zwar verurteilt, doch die Aussagen dazu sind relativ zurückhaltend. UN-Generalsekretär Guterres rief zu Beginn der Woche dazu auf, das Recht auf „friedlichen Protest“ zu respektieren. Weitere Unterstützung für die Zivilgesellschaft lässt auf sich warten.
Wie nachhaltig sind die Proteste? Wie ergeht es der Zivilgesellschaft? Wie steht es um die Solidarität der Weltgemeinschaft? Und wie funktioniert Berichterstattung über die Protestbewegung, wenn die Zugänge erschwert werden? Darüber spricht Tanja Tricarico, Leitung des Politik-Teams der wochentaz, mit der Journalistin Daniela Sepehri, die regelmäßig für die taz zu Iran berichtet, in der neuen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 6. Januar 2026 um 17 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
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