Wetterphänomen El Niño: Ecuador ruft Ausnahmezustand aus

Der Wasserstand an der Pazifikküste des Landes ist ungewöhnlich hoch. Damit im Fall der Fälle Nothilfe fließen kann, hat Präsident Correa reagiert.

Ein Sonnenuntergang an einer Küstenlandschaft

Die Idylle kann trügen: Pazifik vor Ecuador. Foto: imago/Westend61

QUITO afp | Wegen des Klimaphänomens El Niño hat Ecuador für 17 von 24 Provinzen den Ausnahmezustand ausgerufen. Präsident Rafael Correa sagte am Mittwoch, damit solle im Falle einer hereinbrechenden Naturkatastrophe die „notwendige und unverzichtbare“ Nothilfe gewährleistet werden.

Die in Quito vorliegenden Daten zeigten, dass der Wasserstand an der Pazifikküste ungewöhnlich hoch sei. Dadurch werde die Infrastruktur an der Küste bedroht.

El Niño ruft in Abständen zwischen zwei und sieben Jahren ungewöhnliche Wetterereignisse wie Überschwemmungen und Dürren hervor. Wissenschaftler haben darauf hingewiesen, dass der aktuelle El-Niño-Zyklus der ausgeprägteste seit 15 Jahren ist. Das Phänomen setzte im März ein und wird voraussichtlich bis Anfang 2016 anhalten.

Bei El Niño handelt es sich um eine deutliche Erwärmung der Meeresoberfläche am Äquator. Dem Wetterphänomen, bei dem um Weihnachten herum das Wasser ungewöhnlich warm ist, hatten Fischer der Westküste Südamerikas den Namen El Niño (spanisch für „kleiner Junge“ oder auch „Jesuskind“) gegeben.

Laut einem Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) wird in diesem Jahr eine Erwärmung der Wasseroberfläche von mehr als zwei Grad erwartet. Zuletzt hatte El Niño vor fünf Jahren weitreichende Folgen: Er löste heftige Monsunregen in Südostasien aus, Dürren im Süden Australiens, auf den Philippinen und in Ecuador, enorme Überschwemmungen in Mexiko und Hitzewellen in Brasilien.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Klimawandel

Wir würden Ihnen hier gerne einen externen Inhalt zeigen. Sie entscheiden, ob sie dieses Element auch sehen wollen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Das Logo zeigt eine brennende Erde und darunter den Schriftzug taz

Die Klimakrise ist offenbar. Selbst die großen politischen Akteur.innen haben das inzwischen verstanden. Aber erwächst daraus auch eine nachhaltige Politik? taz-Chefredakteurin Barbara Junge stellt in ihrem programmatischen Text vor, bei welchen Themen die taz im Klimawahljahr besonders genau hinschauen wird.

Alle Artikel zum Thema

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de