Welthandelsorganisation WTO: Erstes globales Handelsabkommen
Die Welthandelsorganisation hat das Abkommen über Handelserleichterungen (TFA) endgültig angenommen. Dadurch könnten Millionen neuer Jobs geschaffen werden.
GENF dpa | Die Welthandelsorganisation (WTO) hat am Donnerstagabend das erste globale Handelsabkommen seit ihrer Gründung vor rund 20 Jahren endgültig angenommen. Der Durchbruch wurde bei einer Sitzung des WTO-Generalrates in Genf erzielt.
Das Gremium bestätigte das im vorigen Jahr beim WTO-Gipfel auf Bali im vereinbarte Abkommen über Handelserleichterungen (TFA), womit zugleich das Inkrafttreten des gesamten Bali-Pakets aus mehreren Einzelverträgen ermöglicht wurde. Dadurch könnten nach Schätzung der Internationalen Handelskammer (ICC) weltweit Wachstumsimpulse im Umfang von bis zu einer Billion Dollar freigesetzt und Millionen neuer Jobs geschaffen werden.
Die EU und die USA würdigten die Einigung. Die WTO sei als „Zentrum der Handelspolitik“ bestätigt worden, erklärte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström. Die WTO habe eine Sackgasse verlassen und könne nach vorn schauen, sagte der US-Handelsbeauftragte Michael Froman.
Die TFA-Vereinbarung sieht den Abbau von Zöllen und weitere Erleichterungen im Warenverkehr vor. Indien hatte die Unterzeichnung verweigert und Ausnahmeregelungen für seinen Agrarsektor gefordert. Vor zwei Wochen hatten die USA und Indien einem Kompromiss ausgehandelt, der den Durchbruch ermöglichte.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert