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Urteil gegen Israels Ex-RegierungschefWeitere acht Monate für Olmert

Wegen Bestechlichkeit verkündete 2014 ein Gericht sechs Jahre Haft für Ehud Olmert. Nun ist der ehemalige israelische Ministerpräsident erneut verurteilt worden.

JERUSALEM dpa | Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert (69) ist wegen Bestechlichkeit zu weiteren acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Bezirksgericht in Jerusalem verkündete seine Entscheidung am Montag. Die Strafe soll zusätzlich zu den sechs Jahren Haft verbüßt werden, zu denen Olmert schon in einem weiteren Korruptionsfall verurteilt worden war. Das neue Urteil sieht zudem acht weitere Monate Haft auf Bewährung und eine Geldstrafe von 100.000 Schekel (gut 23.000 Euro) vor.

Olmert hatte laut der Anklage während seiner Amtszeit als Bürgermeister von Jerusalem und später als Handelsminister zwischen 1993 und 2007 Hunderttausende Dollar von einem US-Geschäftsmann angenommen. Seine Anwälte wollen das Urteil anfechten.

Gegen Olmert, der gegenwärtig noch auf freiem Fuß ist, laufen mehrere Prozesse. Seine Anwälte kämpfen vor dem Höchsten Gericht gegen eine Haftstrafe. Sollten die Urteile jedoch Bestand haben, müsste der vierfache Vater und mehrfache Großvater als erster Ministerpräsident Israels ins Gefängnis gehen. Ein Ex-Präsident des Landes sitzt bereits in Haft: Mosche Katzav wurde 2011 wegen Vergewaltigung und sexueller Belästigung zu sieben Jahren verurteilt.

Die verschiedenen Korruptionsvorwürfe gegen Olmert hatten im Herbst 2008 zum Sturz seiner Regierung und zu Neuwahlen geführt. Seit 2009 herrscht in Israel die rechtsorientierte Regierung von Benjamin Netanjahu.

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