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Straße von HormusUS-Blockade hält weiter an

Noch immer stecken Hunderte Containerschiffe in der Straße von Hormus fest. Am Freitag beraten europäische Staaten über weiteres Vorgehen.

Die US-Blockade der Straße von Hormus – zumindest aus der Straße hinaus – scheint weiter zu halten. So zeigt die Schiffstracking-App „Vesselfinder“, dass etwa das unter US-Sanktionen stehende Containerschiff Kashan zunächst die Straße von Hormus und dann den Golf von Oman durchquerte, bevor es schließlich auf Höhe der pakistanischen Hafenstadt Gwadar abdrehte.

Laut Vesselfinder hatte das Schiff im iranischen Hafen Bandar Abbas abgelegt, als Zielort ist ein Hafen in Indien angegeben. Laut Vesselfinder hat die Kashan den iranischen Hafen Chabahar nahe der pakistanischen Grenze angelaufen. Die Blockadelinie des US-Militärs verläuft von Gwadar durch den Golf von Oman hindurch zum Hafen Ras al-Haddad in Oman. Auch der Tanker Rich Starry, der am Dienstag zunächst die Straße von Hormus durchquert und schließlich gewendet hatte, ist laut Vesselfinder weiterhin in der Meerenge.

Einige Schiffe konnten in die Wasserstraße einfahren

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Mehrere mit Iran verbundene Schiffe haben allerdings die Straße von Hormus in Richtung Persischer Golf passiert, sind also hineingefahren. Eine stichprobenhafte Überprüfung zeigt, dass sie keine iranischen Häfen als Zielort angeben. So war bei dem unter Sanktionen stehenden Tanker Murlikishan der Irak als Zielort angegeben. In der Vergangenheit hatte das Schiff laut Newsportal „Marinelink“ russisches und iranisches Öl transportiert.

Bald könnte sich die Lage für die Hunderte von Schiffen in der Straße von Hormus wieder verändern. Wie die Nachrichtenagentur Reuters mit Bezug auf anonyme Quellen berichtet, könnte Iran gewillt sein, Schiffe in omanischem Gewässer passieren zu lassen. Ohne Behinderung seitens Teherans, versteht sich. Unklar ist allerdings, ob dort Seeminen gelegt wurden. Zwar hatte Iran verkündet, dies in der Straße von Hormus getan zu haben. Doch zwei US-Kriegsschiffe haben – wohl zum Zweck der Minensuche – die Meerenge bereits passiert.

Europa berät am Freitag zur Straße von Hormus

Auf Einladung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron sollen am Freitag der britische Premierminister Keir Starmer, die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sowie Bundeskanzler Friedrich Merz nach ‌Paris reisen.

Aus Regierungskreisen hieß es laut Reuters, ‌dass sich Deutschland etwa mit Minenräumschiffen oder Aufklärungsschiffen beteiligen könne; eine Entsendung deutscher ⁠Fregatten gelte dagegen als eher unwahrscheinlich. Nötig sei für einen ‌Einsatz, dass ‌es ein tragfähiges politisches und militärisches Konzept gebe, so Reuters.

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