Stichwahl im Landkreis Spree-Neiße: CDU gewinnt Landratswahl knapp vor AfD
Am Ende war es knapp. Mit 51,49 Prozent der Stimmen gewinnt die CDU die Landratswahl. Es wäre sonst der erste AfD-Landkreis in Brandenburg gewesen.
dpa/taz | Im Landkreis Spree-Neiße hat der CDU-Kandidat Martin Heusler die Stichwahl um den Landratsposten knapp vor der AfD gewonnen. Heusler kam nach Auszählung aller Stimmen auf 51,49 Prozent der Stimmen. Die AfD-Bewerberin Christine Beyer, die im ersten Wahldurchgang vor zwei Wochen die meisten Stimmen bekommen hatte, erhielt 48,51 Prozent.
Der bisherige Amtsinhaber Harald Altekrüger von der CDU hatte seit 2010 das Landratsamt inne und verabschiedete sich in den Ruhestand. Mit 42,4 Prozent der Stimmen hatte Beyer die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang nur knapp verpasst. CDU-Kandidat Heusler war mit 30,5 Prozent der Stimmen auf Platz zwei gelandet.
Schon 2023 war es knapp
Die AfD bekleidet nach dem Wahlergebnis weiterhin keinen Landratsposten in Brandenburg. In Thüringen hatte die AfD im Juni 2023 eine Landratswahl gewonnen. Im Landkreis Sonneberg ist Robert Sesselmann, zuvor Landtagsabgeordneter in Erfurt, seitdem Chef des Landratsamts. In Brandenburg wird die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft.
Ähnlich knapp wie in Spree-Neiße war es im Mai 2023 bei der Landratswahl in Oder-Spree. Damals konnte sich der SPD-Kandidat Frank Steffen in der Stichwahl knapp mit 52,4 Prozent der abgegebenen Stimmen gegen den AfD-Kandidaten Rainer Galla mit 47,6 Prozent durchsetzen.
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