Schauspielstar Nathalie Baye: Französischer Filmstar Nathalie Baye mit 77 Jahren gestorben
Sie spielte über 50 Jahre lang in fast 100 Filmen. Jetzt ist der mehrfach ausgezeichnete französische Schauspielstar Nathalie Baye mit 77 Jahren gestorben.
Foto: Stephane Mahe Reuters
In ihrer über 50-jährigen Karriere spielte sie in fast hundert Filmen mit, nun ist die französische Filmikone Nathalie Baye gestorben. Wie ihre Angehörigen am Samstag mitteilten, starb die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin am Freitag in ihrer Pariser Wohnung im Alter von 77 Jahren. Sie litt demnach an einer Demenz-Erkrankung.
Baye arbeitete mit Regisseuren wie François Truffaut, Jean-Luc Godard, Xavier Dolan und Claude Cabrol. Zu einer ihrer bekanntesten Rollen gehörte die der Mutter des von Leonardo DiCaprio verkörperten Hochstaplers in dem US-Kinohit „Catch Me if You Can“ von Steven Spielberg. In dem britischen Erfolgsfilm „Downton Abbey II“ über eine englische Adelsfamilie gab sie eine französische Aristokratin.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Baye als „Schauspielerin, mit der wir geliebt haben, geträumt haben und gewachsen sind“. „Mit ihrer Stimme, ihrem Lächeln und ihrer Bescheidenheit hat sie die vergangenen Jahrzehnte des französischen Kinos begleitet“, schrieb Macron am Samstag im Onlinedienst X.
Bekanntheit durch Rolle bei Godard
Die 1948 im französischen Mainneville geborene Schauspielerin sammelte schon während ihrer Schulzeit erste Erfahrungen am Theater. 1973 spielte sie in ihrer ersten großen Filmrolle in Truffauts „Die amerikanische Nacht“. Mit ihrer Hauptrolle in Godards Film „Rette sich, wer kann (das Leben)“ erlangte sie im Jahr 1980 auf einen Schlag große Bekanntheit.
Die Schauspielerin wurde mehrfach mit dem renommierten französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Ihre Tochter, die Schauspielerin Laura Smet, stammt aus ihrer Beziehung mit dem französischen Rockstar Johnny Hallyday, der 2017 starb.
Im Juli 2025 hatte Baye ihre Teilnahme an einer Wohltätigkeitsveranstaltung abgesagt. Ihre Tochter Laura Smet hatte damals Gerüchte über eine Erkrankung zunächst dementiert.(afp)
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