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Sars-CoV-2 in den USA, in Israel und ÄgyptenVirus im Gefängnis und Krankenhaus

In Florida stecken sich täglich mehr als 10.000 Menschen an, in Ägyptens Gefängnissen grassiert das Virus. In Israel streiken PflegerInnen gegen den Notstand.

afp/dpa/rtr | Mitten in der Coronakrise sind KrankenpflegerInnen in Israel am Montag in den Streik getreten. Sie wollen damit gegen den Pflegenotstand protestieren, der durch die Pandemie noch verschärft wurde. Ein nächtlicher Verhandlungsmarathon mit dem Finanzministerium über eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen war zuvor gescheitert. Die Times of Israel schrieb, die Notfallversorgung sowie die Versorgung von Corona-Patienten sollten trotz des Streiks gewährleistet bleiben.

In israelischen Krankenhäusern herrscht nach Medienberichten ein starker Personalmangel. Außerdem seien gegenwärtig rund tausend KrankenpflegerInnen in Corona-Quarantäne, berichtete das israelische Fernsehen am Montag. Tage in Quarantäne würden als Krankentage angerechnet. In Israel streiken bereits seit mehreren Wochen auch die Sozialarbeiter.

Israels Oppositionsführer Jair Lapid schrieb bei Twitter, wie die Sozialarbeiter hätten auch die Krankenschwestern „verstanden, dass es in Israel keine Regierung gibt“. Die Minister seien nur mit sich selbst beschäftigt und kümmerten sich nicht um die Probleme des Volkes, schrieb er. „Alle, die in Israel an der Front arbeiten, wurden alleingelassen.“

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel schnellt seit Ende Mai immer weiter in die Höhe. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wurde zu Beginn der Pandemie für sein Krisenmanagement gelobt. Inzwischen steht er aber stark in der Kritik. Die Wirtschaft des Landes leidet erheblich unter den Folgen der Krise, die Arbeitslosigkeit liegt bei 21 Prozent. Finanzielle Hilfsmaßnahmen der Regierung wurden als unzureichend kritisiert.

Zahl der Infektionen in ägyptischen Gefängnissen steigt

Das Virus breitet sich nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) in Ägyptens Gefängnissen ungehindert aus. Bis Mitte vergangener Woche seien in zehn Haftanstalten insgesamt mindestens 14 Häftlinge mutmaßlich an den Folgen einer Infektion mit dem Virus gestorben, erklärte HRW am Montag unter Berufung auf Zeugenaussagen und aus den Gefängnissen geschmuggelte Briefe.

Die Gesundheitsversorgung in den Haftanstalten sei unzureichend. Insassen würden weder auf das Coronavirus getestet noch würden mögliche Symptome überwacht, kritisierten die Menschenrechtler. Obwohl seit Februar rund 13.000 Häftlinge entlassen worden seien, seien die Gefängnisse weiterhin überfüllt. In mindestens drei Haftanstalten hätten Aufseher es den Gefangenen verboten, Masken zu tragen.

Erneut über 10.000 Neuinfektionen in Forida

Besonders die USA kämpfen mit steigenden Coronavirus-Fällen. Der US-Bundesstaat Florida hat mit über 12.000 Neuinfektionen den fünften Tag in Folge über 10.000 Fälle gemeldet. „Wir haben Glut und wir haben Flammen. Florida wurde flammenartiger, aber es ist – es ist unter Kontrolle zu bekommen“, erklärte US-Präsident Trump am Sonntag. Mindestens 14 Staaten haben bislang im Juli Rekordzahlen für Krankenhausaufenthalte im Zusammenhang mit dem neuartigen Virus gemeldet, darunter Alabama, Arizona, Georgia, Florida, North Carolina, Nevada und Texas.

Dennoch drängt die US-Regierung darauf, die Schulen in wenigen Wochen wieder zu öffnen, und widersetzt sich einem Bundesreglung, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen. Trump bekräftigte beim Fernsehsender Fox News seine Behauptung, dass das Virus irgendwann verschwinden würde. „Ich werde irgendwann recht haben“, sagte er. „Es wird verschwinden und ich werde recht haben.“

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