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Sammelabschiebung von AfghanenErster Flug noch im Dezember geplant

Abgelehnte Asylbewerber sollen an den Hindukusch gebracht werden. Ob auch freiwillige Rückkehrer mit im Flugzeug sitzen werden, ist unklar.

epd | Das Bundesinnenministerium bereitet Sammelabschiebungen von Afghanen vor. Wie eine Sprecherin des Ministeriums am Samstag dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte, wird noch im Dezember ein erstes Flugzeug eine Gruppe Afghanen an den Hindukusch zurückbringen. Darunter seien abgelehnte Asylbewerber, die gegen ihren Willen abgeschoben werden, aber auch freiwillige Rückkehrer.

Der Spiegel hatte zuvor gemeldet, dass alle Personen, die für den ersten Flug vorgesehen sind, zwangsweise in ihre Heimat zurückgebracht würden. Laut dem Nachrichtenmagazin werden bis zu 50 Afghanen mit der Maschine fliegen.

Im Oktober hatten Deutschland und Afghanistan eine gemeinsame Erklärung zur Rückkehr abgelehnter Asylbewerber unterzeichnet. Nach Angaben der Bundesregierung leben derzeit rund 12.500 Afghanen mit abgelehntem Asylantrag in Deutschland. Wie viele davon tatsächlich abgeschoben werden können, ist unklar.

Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl fordert, die Abschiebepläne zu stoppen, weil die Sicherheitslage im Hindukusch katastrophal sei. Nach Angaben von Pro Asyl wurden in dem Bürgerkriegsland im ersten Halbjahr 2016 mehr als 3.500 Zivilisten verletzt und 1.600 getötet. Die Bundesregierung hält einige afghanische Regionen indes für sicher genug, um abgelehnte Asylbewerber dorthin abzuschieben.

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5 Kommentare

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    Es gibt einige

    Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland und auch in den Gebieten in denen die Taliban nicht herrschen, gibt es zu viel Willkürherrschaft!

    Deutschkurse auch für alle AfghanInnen!

  • 3G
    36855 (Profil gelöscht)

    12.500 leben hier geduldet und 50 werden abgeschoben. Von einer Sammelausweisung kann man da wohl nicht sprechen. Ein wenig mehr Effekthascherei wäre angebracht, liebe TAZ!

  • Afghanen nehmen Deutschland als Auswanderungsland wahr. Das hat weniger mit den kriegerischen Auseinandersetzungen als mit der Situation in den befriedeten Gebieten zu tun. Außerdem gibt es in Deutschland eine große afghanische Gemeinde, die natürlich als Magnet wirkt. Hier das Asylrecht zu strapazieren, ist heuchlerisch.

     

    Es könnte ein Einwanderungskontingent speziell für Afghanistan helfen. Dann wären die Spielregeln klar und uns allen vielleicht das unwürdige Abgeschiebe erspart.

    • @TazTiz:

      Derart vernünftige Vorschläge sind in d nicht durchsetzbar.

    • 3G
      36855 (Profil gelöscht)

      @TazTiz:

      Tazti,

      An einer solchen Lösung ist unsere Regierung nicht interessiert!