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SPD-Finanzminister zu HochwasserScholz fürchtet enorme Flutkosten

Zusammen mit Armin Laschet hat der SPD-Finanzminister die Flutgebiete besucht. Er schätzt, dass der Wiederaufbau viele Milliarden Euro kosten wird.

afp/dpa | Der Wiederaufbau in den von schweren Unwettern verwüsteten Gebieten im Westen Deutschlands wird nach Schätzung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) „viele Milliarden verschlingen“. „Das Geld steht vom Bund und von den Ländern bereit“, sagte der Vizekanzler am Dienstag bei einem gemeinsamen Besuch mit dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) in Stolberg. Mit der Aufbauarbeit könne sofort begonnen werden.

Für die Beseitigung der durch das letzte große Hochwasser in Deutschland verursachten Schäden seien bis heute sechs Milliarden Euro ausgegeben worden, sagte SPD-Kanzlerkandidat Scholz. Es sei „sehr gut möglich“, dass der Wiederaufbau nach der aktuellen Flutkatastrophe allein in den beiden am meisten zerstörten Ländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mehr kosten werde.

„Wir wollen allen helfen beim Wiederaufbau, beim Ersatz der Schäden – und darum geht es ja auch um Milliarden“, sagte Scholz. Was niemand wieder gut machen könne, seien dagegen die zerstörten Leben, die zerstörte Gesundheit und alles das, was die Katastrophe in den Herzen und Köpfen der Menschen angerichtet habe. „Aber das, was man mit Geld in Ordnung bringen kann, das werden wir mit Geld in Ordnung bringen.“

Auch nicht von den Unwettern betroffene Länder würden sich an der Wiederaufbauhilfe beteiligen. Zudem wolle das Bundeskabinett bereits am Mittwoch über Erleichterungen für Unternehmen in der betroffenen Region entscheiden.

„Bund und Land werden das zusammen stemmen“, sagte Ministerpräsident und Unionskanzlerkandidat Laschet. „Aber es wird trotzdem danach ein anderes Land werden in diesen Städten.“ Hochwassergefahr werde auch in Zukunft immer wieder bestehen. Die Städte müssten daher „hochwasserresilient“ wieder aufgebaut werden, mahnte Laschet.

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2 Kommentare

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  • Und schon sind die Einnahmen durch den Emissionshandel [1] weg.

    Meine Vermutung: die Kosten des Klimawandels werden all das in den Schatten stellen. Wir sind zu schüchtern bei der CO2-Bepreisung.

    [1] taz.de/EU-Klimaschutz/!5786379/

    • 8G
      83379 (Profil gelöscht)

      @tomás zerolo:

      Naja man könnte jetzt konsequent die Häuser aufkaufen die jetzt überflutet wurden, abreißen und das Gebiet renaturalisieren damit so was nicht mehr vorkommt. So oder so muss Deutschland in die Prävention investieren was die Folgen des Klimawandel angeht, weil kommen tut der definitiv, keine neuen Wohn oder Gewerbegebiete ausweisen in Überflutungs-gefährdeten Gebieten, graduell bestehende Gebiete auflösen, mehr Frühwarnsysteme, etc.