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ReisewarnungenWadephul bedauert Irrtum

Der Außenminister hatte behauptet, das Auswärtige Amt habe bereits vor dem 28. Februar vor Reisen in die Golfstaaten gewarnt. Dem war aber nicht so.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich entschuldigt. Er bedaure die falsche Information, die er am Montag im „heute journal“ des ZDF verbreitet habe: „Die formelle Reisewarnung für die Golfstaaten besteht in der Tat seit dem 28. Februar“, schrieb Wadephul am Dienstagvormittag auf X. Seit Mitte Januar warne das Auswärtige Amt vor einer möglichen Eskalation und Einschränkungen im Flugverkehr.

Wadephul hatte am Montagabend im ZDF für Verwirrung gesorgt, als er behauptete, dass das Auswärtige Amt bereits vor Beginn der Kriegshandlungen am 28. Februar eine förmliche Reisewarnung für die Golfstaaten ausgesprochen habe. Er sehe die Verantwortung daher auch bei den Tou­ris­t*in­nen selbst, die jetzt in Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten festsitzen.

Als „heute journal“-Moderatorin Marietta Slomka dagegenhielt, „Es gab keine förmliche Reisewarnung“, hatte Wadephul widersprochen und auf Nachfrage ergänzt, dass es sehr wohl eine solche Warnung gegeben habe. Tatsächlich war auf der Website des Auswärtigen Amts erst seit Samstag explizit von einer solchen förmlichen Reisewarnung zu lesen. Allerdings hatte das Amt seit Mitte Januar in den Reise- und Sicherheitshinweisen für die Region darauf hingewiesen, dass sich die Lage verschärfen könnte.

Kritik hagelte es vonseiten der Reiseveranstalter. Am Dienstagmorgen widersprach Sebastian Ebel, Vorstandsvorsitzender von Tui, den Aussagen des Außenministers: „Da irrt er leider. Weil, jede Reisewarnung wird von uns respektiert oder auch dankend aufgenommen. Die hat es nicht vorher gegeben.“

Für Reisende ist es wichtig, genau zu wissen, ob es eine offizielle Reisewarnung gab, weil davon Stornierungs- und Rückflugversicherungen abhängen. Grundsätzlich liegt die Verantwortung für die Rückholung deutscher Staats­bür­ge­r*in­nen aus Krisengebieten beim Auswärtigen Amt, das die Aktionen koordiniert und organisiert. Dabei arbeitet es mit den Botschaften oder Konsulaten vor Ort, dem Krisenstab der Bundesregierung, gegebenenfalls der Bundeswehr und mit den Reiseveranstaltern und Airlines zusammen.

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