Protest gegen "Stuttgart 21": Bagger-Blockade beendet
Drei Aktivisten hatten sich am Montagmorgen am Abrissbagger vorm Hauptbahnhof angekettet. Polizei nahm die Aktivisten fest.
STUTTGART dpa/taz | Spezialkräfte der Polizei haben die Besetzung eines Großbaggers vor dem Stuttgarter Hauptbahnhof durch Gegner des Milliarden-Bahnprojekts Stuttgart 21 beendet. Mit Hebebühnen wurden die drei Aktivisten am Montagvormittag von dem Baufahrzeug geholt.
Dabei handelt es sich um Aktivisten von "Robin Wood" und der "Parkschützer"-Initative. Sie hatten Transparente mit dem Texten "Hallo...?! Geht's noch?" und "Bau-Stopp" am etwa 10 Meter hohen Greifarm des Bagger angebracht. Die Aktion sei friedlich verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Die Besetzer würden in Gewahrsam genommen und angezeigt. Zuvor hatte die Polizei nach Angaben von "Robin Wood" bereits sieben Unterstützer, die neben dem Bagger standen, vorläufig festgenommen.
Das Aktivisten-Trio hatte sich etwa fünf Stunden lang an dem Bagger festgekettet, mit dem der Nordflügel des Bahnhofs abgerissen wird. Mit der Aktion sollten die weiteren Abbrucharbeiten verhindert werden. "Es ist unglaublich, mit welcher Arroganz Bahn und Politik den Abriss und die Vergabe der Bauarbeiten weiter vorantreiben", erklärte "Parkschützer" Florian Carl. "Gleichzeitig bieten sie uns ein ergebnisoffenes Gespräch über die Zukunft von Stuttgart 21 an – das passt so nicht zusammen!"
Bei dem 4,1 Milliarden Euro teuren Projekt Stuttgart 21 soll der Kopfbahnhof zu einer unterirdischen Durchgangsstation umgebaut und an die künftige Schnellbahntrasse nach Ulm angeschlossen werden.
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