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Problem bei AdidasKein Merch für Unda, Pa lo ić und Ha ertz

Im Online-Shop von Adidas kann derzeit kein V auf Trikots für die Fans gedruckt werden. Ein Fauxpas oder eine gezielte Euphoriebremse gegen Deniz Undav?

Na, gibt’s denn sowas? Ausgerechnet bei der vorerst letzten Weltmeisterschaft, für die Adidas die deutschen Trikots liefert, unterläuft dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ein folgenschwerer Planungsfehler: Im Online-Shop sind derzeit keine Beflockungen mit dem Buchstaben V möglich.

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Die taz bei der Fußball-WM

Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier.

Ein Desaster von bemerkenswerter Reichweite: vom Schwabenländle über die bayerische Landeshauptstadt bis direkt vor die Tore Londons. Keine Trikots von VfB-Stürmer Deniz Undav, keine von Bayern-Profi Aleksandar Pavlović und auch keine des frischgebackenen Premier-League-Siegers Kai Havertz können ausgeliefert werden. Vor allem bei den Fans des Erstgenannten dürften derzeit Welten zusammenbrechen. Schließlich erfreut sich Undav nicht nur in Stuttgart, sondern weit darüber hinaus großer Beliebtheit.

Beim Länderspiel gegen Ghana Ende März wurde der 29-Jährige erneut nicht für die Startelf berücksichtigt. Die Reaktion der Fans ließ nicht lange auf sich warten: Lautstark forderten sie die Einwechslung ihres Publikumslieblings. Undav kam, traf – und lieferte damit die perfekte Vorlage für die anschließende Debatte.

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Seither wird munter darüber diskutiert, welche Rolle der locker auftretende Stürmer künftig in der Nationalmannschaft spielen sollte. Bundestrainer Julian Nagelsmann versuchte die Euphorie jedoch früh einzubremsen. „Wenn er vorher 70 Minuten marschiert, weiß ich nicht, ob er ihn so reinmacht“, erklärte er nach der Partie. Undav sei bis zu seinem Treffer „nicht gut“ gewesen und habe „einmal den Ball berührt“. Aussagen, für die sich Nagelsmann später entschuldigte.

Beim WM-Auftaktsieg gegen Curaçao blieb Undav erneut zunächst draußen. Nach seiner Einwechslung traf er, bereitete zwei weitere Tore vor und belebte die Diskussion von Neuem. Wieder geriet Nagelsmann in Erklärungsnot. Diesmal allerdings sprang ihm unerwartet Hilfe zur Seite.

Wie 1954, als Adi Dassler Bundestrainer Sepp Herberger mit seinen Schuhen zum Weltmeistertitel verhalf, erwies die Firma aus Herzogenaurach nun auch Nagelsmann einen letzten Dienst. Denn wer kein V drucken kann, kann schließlich auch keine Undav-Trikots verkaufen. Die Startelf-Frage bleibt damit zwar ungeklärt. Bei der Anzahl der Trikotverkäufe hat Adidas den Stuttgarter jedoch vorerst erfolgreich ausgebremst. Havertz und Pavlović mussten dabei zwar ebenfalls Federn lassen – aber sind die beiden unter Nagelsmann nicht ohnehin gesetzt?

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