Podcast „Lokalrunde“: Fusion-Festival und Polizei

In der aktuellen Folge sprechen Katharina und Erik über Polizeipräsenz auf dem Gelände des Fusion-Festivals – eine Wache hat Premiere.

Menschen sind bei einem Konzert und halten ihre Hände in die Luft

Corona und Polizei könnten dieses Jahr die Spaßbremsen der Fusion sein Foto: AP

Katharina Schipkowski (taz Nord) und Erik Peter (taz Berlin) treffen sich dieses Mal nicht in Berlin oder Hamburg, sondern zwischen beiden Städten auf einem ehemaligen Militärgelände in Lärz, Mecklenburg-Vorpommern. Dort findet seit 1997 das Fusion-Festival statt. Jeden Sommer feiern dort 70.000 Fes­ti­val­be­su­che­r*in­nen fünf Tage lang zusammen. Die Fusion ist dafür bekannt, eine Veranstaltung ohne Werbung, Sponsoren und Medien zu sein.

Doch im Februar 2019 stand das Fusion-Festival wochenlang im Fokus der Öffentlichkeit. Der neue Polizeipräsident aus Neu-Brandenburg Nils Hoffmann Ritterbusch forderte eine Polizeiwache auf dem Gelände und plante für das Festival einen Polizeigroßeinsatz mit Wasserwerfern und Räumpanzern. Nach zwanzig Jahren Fusion-Festival sollte zum ersten Mal Polizei auf dem Gelände stationiert werden.

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Wieso wird die Fusion visiert? Ist es ein Angriff auf linke Strukturen? Die Polizeipräsenz auf dem Fusion-Festival löst eine gesellschaftliche Debatte aus: In welcher Gesellschaft wollen wir leben? Wieviel Freiheit verträgt Demokratie? Die Ver­an­stal­te­r*in­nen vom Kulturkosmos e.V. wehren sich und wollen keine dauerhafte Polizeipräsenz. „Das Festival ist dafür bekannt eines der friedlichsten zu sein,“ sagt Tisi, eine Fusion-Mitarbeiterin, die seit Anfang an dabei ist.

Das Musikfestival kam in den vergangenen Jahren ohne Polizei sehr gut aus, denn das Sicherheitskonzept der Fusion basiert auf Vertrauen: „Wir geben den Gästen Verantwortung in die Hände und auch den dringenden Wunsch nacheinander zu anschauen, sich solidarisch zu bewegen“, erklärt Svenno, ein Kollege von Tisi und Sicherheitsverantwortlicher der Fusion. Hunderte Mitarbeiter*innen, Sicherheitsfachkräfte und freiwillige Hel­fe­r*in­nen setzen sich jährlich für die Sicherheit der Gäste ein.

Nach wochenlangen Diskussionen einigen sich beide Parteien: Es gibt die Forderung nach mehr Sicherheitskräften und die Polizei wird nicht auf, sondern vor dem Gelände eine Wache aufstellen. Katharina und Erik besuchen Tisi und Svenno auf der Fusion im Backstagebereich. Zwischen dröhnenden Bässen und probenden Bands unterhalten sich die beiden mit den Sicherheitsverantwortlichen und wollen herausfinden was sich für das Fusion-Festival durch die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen verändert hat.

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