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Podcast „Enden: Land unter“Unerforschte Tiefen

Im kurzweiligen Podcast „Enden: Land Unter“ geht es um den weltweiten Tiefseebergbau. Dabei erfährt man viel über Korruption und Naturschutz.

Alle träumen vom All – ob sie nun als Welt­raum­tou­ris­t*in­nen die Planeten unseres Sonnensystems bewundern oder Space Mining betreiben wollen. Dabei liegt eine wahre Goldgrube so viel näher: Die Tiefsee ist ein ebenso geheimnisvoller wie rohstoffreicher Ort. Nur: Ob sie ihre Rohstoffe und Geheimnisse behalten soll, das ist umstritten.

Die zweite Staffel des Podcasts „Enden: Land Unter“ des Produktionsstudios Undone und Zukunftsmuseums Futurium blickt aus mehreren Perspektiven auf diese Frage. Der australische Unternehmer und CEO der The Metals Company (TMC), Gerard Barron, will nickel-, kobalt- und kupferhaltige Manganknollen vom Tiefseeboden „ernten“, die Aktivistin Amanda Helle ist dagegen. Sie blockierte mit Greenpeace über mehrere Tage ein Forschungsschiff Barrons im Pazifik, mitten im Anbaugebiet der TMC. Hier der angebliche Traum einer grünen Revolution – mit der auch noch sehr viel Geld verdient werden kann –, dort „die Verteidigung eines Gebiets, das keine eigene Armee hat“.

Wie schon in der ersten Staffel von „Enden“, die sich mit der Ausbeutung von Bodenschätzen auf der Insel Nauru befasst, geht es jedoch um mehr als einen Einzelfall: In zwei kurzweiligen Stunden schaffen die Re­por­te­r*in­nen Marlen Klaws, Karim Khattab und Patrick Stegemann eine Perspektive auf Korruption, Monopolbildung und auf den Schutz einer Natur, die droht verloren zu gehen, noch bevor sie erforscht werden kann. Szenische Töne von Tauchgängen und Podiumsgesprächen sorgen dabei ebenso für Abwechslung wie Einschübe aus der Geschichte der Tiefseeforschung.

So gibt der Podcast auch Hö­re­r*in­nen ohne Vorwissen ein Bild der Chancen und Gefahren von Tiefseebergbau, der besonders in Deutschland selten auf der Tagesordnung steht. Und er gibt Hoffnung: dass auch kleine fluoreszierende Fische Hunderte Meter unter der Wasseroberfläche von Forschung, demokratischen Strukturen und dem Einsatz von Ak­ti­vis­t*in­nen profitieren.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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2 Kommentare

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  • Martin Rees

    Dankeschön.



    Soeben als Ergänzung:



    Folge 3: Norwegen und sein Erdöl.



    Kurzweilig und nicht für nebenbei.

    • Martin Rees

      @Martin Rees:

      Die erste Quelle des gigantischen Reichtums wird versiegen, das schwarze Gold, aber die Hoch-Technologie der Ressourcen-Gewinnung ist schon Generationen weiter, die Umweltschäden sind leider auch nicht zu übersehen.



      greenpeace.de



      "Norwegen stoppt Pläne für Tiefseebergbau in der Arktis



      Norwegen legt Tiefseepläne auf Eis – doch die Bedrohung ist noch nicht vorbei"



      Stavanger bleibt Standort für Tiefseebergbau:

      Bei mdr.de 2024



      "Warum Norwegen in der Tiefsee nach Rohstoffen suchen will



      Als erstes Land überhaupt will Norwegen Rohstoffe in der Tiefsee suchen. Umweltschützer und Forschende befürchten Folgen nicht absehbaren Ausmaßes für Umwelt und Klima. Genau damit argumentiert allerdings auch die norwegische Regierung. Denn die Rohstoffe, die sie aus der Tiefsee gewinnen will, braucht es für die Energiewende. Am besten im eigenen Land."



      Ein Teufelskreis?

      Vielleicht ist Norwegen jetzt dauerhaft die große Batterie Europas, wenn es um Strom geht.

      www.ingenieur.de/f...groesste-batterie/