Neue Kandidaten für SPD-Vorsitz: Nowabo und Esken treten an
Ein weiteres Kandidaten-Duo tritt an: Ex-NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Esken.
Der frühere nordrhein-westfälische SPD-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (auch als „Nowabo“ bekannt) will zusammen mit der baden-württembergischen Bundestagsabgeordneten Saskia Esken für den SPD-Vorsitz kandidieren.
Walter-Borjans war mit dem Ankauf von Steuer-CDs aus der Schweiz und dem damit verbundenen Kampf gegen Steuerhinterziehung bundesweit bekannt geworden. Er setzte sich immer wieder gegen eine Politik der Schwarzen Null und für Investitionen in die öffentliche Infrastruktur ein.
Saskia Esken ist Mitglied in den Bundestagsausschüssen Inneres und Digitale Agenda. Auf Twitter schrieb sie zu ihrer Kandidatur: „Der ewige Kompromiss nimmt uns alle Luft zum Atmen. Die GroKo ist keine Basis dafür, mit klarer Haltung und klarer Botschaft neues Vertrauen zu schaffen und so ein soziales, fortschrittliches und linkes Bündnis anzustreben.“
Walter-Borjans sagte, er wolle „nur mit dem klaren Votum des Landesvorstands antreten“. Der Landesvorstand Nordrhein-Westfalen berät am Freitag über die Unterstützung von Kandidaten. Am Sonntag endet die Bewerbungsfrist der Sozialdemokarten für die Nachfolge von Andrea Nahles und den kommissarischen Vorsitzenden.
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert